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Neura Robotics: Haushaltsroboter 4NE1 geht in Vorbestellung

11.01.2026 - 21:23:12

Der deutsche KI-Pionier Neura Robotics startet die Vorbestellung für seinen humanoide Roboter 4NE1, der komplexe Hausarbeiten dank Physical AI und kollektivem Lernen bewältigen soll.

Deutscher KI-Pionier demonstriert auf der CES 2026, wie sein humanoider Roboter selbstständig Wäsche faltet – und nimmt ab sofort Vorbestellungen für die Auslieferung Ende 2026 entgegen.

Das schwäbische Unternehmen Neura Robotics hat einen entscheidenden Schritt in Richtung massentauglicher Haushaltsroboter gemacht. Auf der Technikmesse CES in Las Vegas zeigte der Metzingener KI-Spezialist, wie sein dritter Generation humanoider Roboter, der 4NE1 (sprich: „For Anyone“), komplexe Hausarbeiten wie Wäschefalten eigenständig bewältigt. Noch während der Messe eröffnete das Unternehmen die Vorbestellung für das Gerät.

Vom Labor in den Haushalt: Der Falt-Test

Der Durchbruch liegt im Detail: Während frühere Roboter-Generationen oft an weichen, verformbaren Objekten scheiterten, bewältigte der 4NE1 in einer simulierten Wohnumgebung das Falten von Handtüchern und das Sortieren von T-Shirts. Entscheidend ist dabei die sogenannte „Physical AI“. Der Roboter versteht seine Umgebung kognitiv und arbeitet nicht mit starren, vorprogrammierten Bewegungsabläufen. Eine künstliche Haut mit Sensoren erfasst Abstände und verhindert Kollisionen – eine Grundvoraussetzung für den sicheren Einsatz in Haushalten.

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Neuraverse: Das kollektive Gehirn für Roboter

Das Herzstück der neuen Generation ist das Betriebssystem „Neuraverse“. Es bildet eine einheitliche Cloud-Plattform, auf der alle angeschlossenen Roboter Fähigkeiten und Daten teilen. Lernt ein 4NE1 irgendwo auf der Welt, wie man eine Spannbettlade faltet, steht dieses Wissen sofort der gesamten Flotte zur Verfügung. Dieser Ansatz einer kollektiven Intelligenz soll die Lernkurve der Roboter dramatisch beschleunigen und sie an die unzähligen Varianten von Wohnungen anpassen. Die Rechenleistung dafür liefert eine Partnerschaft mit NVIDIA und dessen Isaac GR00T-Plattform.

Porsche-Design trifft auf Industrie-Kraft

Damit der Roboter auch optisch in Wohnzimmer passt, holte Neura Robotics Studio F.A. Porsche ins Boot. Das Ergebnis ist ein 1,80 Meter großer und 80 Kilogramm schwerer Humanoid, der dennoch bis zu 100 Kilogramm heben kann. Neben diesem Flaggschiff für Industrie und anspruchsvolle Privathaushalte (Preis: 98.000 Euro) stellte das Unternehmen die „4NE1 Mini“ vor. Die kompakte Version (1,32 Meter) kostet 19.999 Euro und richtet sich an Bildung, Forschung und leichtere Haushaltsaufgaben. Beide Modelle sind ab sofort mit einer rückzahlbaren Anzahlung von 100 Euro vorbestellbar – ein Vertriebsmodell, das von der Elektroauto-Branche bekannt ist.

Deutscher Anspruch im globalen Wettlauf

Mit der Markteinführung tritt Neura Robotics in direkte Konkurrenz zu Global Playern wie Tesla und Boston Dynamics. Analysten sehen den Vorteil des deutschen Unternehmens in der dualen Strategie: Der 4NE1 ist gleichermaßen für Industrie und Privathaushalte konzipiert und soll noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Die günstige „Mini“-Version könnte zudem den Markt für Forschungsroboter aufmischen und eine „westliche Antwort“ auf die aggressive Expansion asiatischer Hersteller bieten.

Ob sich die Vision vom kollektiv lernenden Haushaltshelfer durchsetzt, wird sich an der Stabilität des Neuraverse-Ökosystems entscheiden. Der erfolgreiche Falt-Test in Las Vegas ist jedoch ein starkes Signal: Die Ära des autonom agierenden Haushaltsroboters rückt in greifbare Nähe.

@ boerse-global.de