Neura Robotics bringt kognitive Roboter in Serie
07.01.2026 - 15:43:13Deutschland mischt mit zwei neuen Robotern den globalen Markt für künstliche Intelligenz auf. Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas stellte das Unternehmen Neura Robotics diese Woche den humanoiden 4NE1 Mini und einen robusten Quadruped vor. Der Clou: Beide Geräte sind keine Prototypen mehr, sondern starten in die Serienproduktion. Neura positioniert sich damit als erster westlicher Anbieter mit einem umfassenden Portfolio kognitiver Roboter für den Massenmarkt.
4NE1 Mini: Der kleine Bruder für Forschung und Service
Im Mittelpunkt steht der 4NE1 Mini, eine kompakte Version des großen Industrie-Humanoiden. Mit einer Größe von etwa 1,32 Metern richtet er sich gezielt an Bildung, Forschung und den Dienstleistungssektor. Sein Ziel ist es, die Einstiegshürde für Entwickler zu senken, die an fortschrittlicher KI-Interaktion arbeiten.
Der Mini läuft auf dem hauseigenen Betriebssystem Neuraverse. Dieses ermöglicht kollektives Lernen: Meistert ein Roboter eine Aufgabe, teilt er das Wissen sofort mit der gesamten Flotte. Er versteht natürliche Sprache und kann dank Sicherheitssensoren ohne Schutzzaun mit Menschen interagieren.
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Die Auslieferung ist für Frühjahr 2026 geplant. Der Preis steht noch nicht fest, doch Beobachter sehen im Mini einen direkten Konkurrenten zu günstigen chinesischen Modellen wie dem Unitree G1.
Quadruped: Der Vierbeiner für schwieriges Gelände
Ergänzt wird das Portfolio durch den ersten vierbeinigen Roboter des Unternehmens. Dieser Quadruped ist für Erkundungsmissionen in unwegsamem Gelände konzipiert, wo Räder oder humanoide Roboter scheitern.
Seine Kernmerkmale sind:
* Traglast: 22 Kilogramm
* Größe: Unter einem Meter hoch
* Sensorik: 360-Grad-Umgebungssicht und intelligente Kartierung
* Einsatzgebiete: Industrieinspektion, Überwachung und Monitoring in gefährlichem Terrain
Für den Vierbeiner ist ein Start im Spätsommer 2026 avisiert. Interessenten können sich bereits mit 100 Euro reservieren – ein klares Signal für den kommerziellen Anspruch.
Neuraverse: Das unsichtbare Ökosystem im Hintergrund
Die gemeinsame Basis beider Roboter ist die Plattform Neuraverse. CEO David Reger bezeichnete sie als “unsichtbaren Motor”. Sie ermöglicht Physical AI, also die Fähigkeit von Robotern, durch geteilte Daten die physische Welt zu verstehen.
Strategische Partnerschaften mit NVIDIA und Schaeffler stützen diesen Ansatz. Die Roboter nutzen NVIDIAs Isaac GR00T-Modelle, um Millionen Szenarien virtuell zu trainieren, bevor sie in der realen Welt ausgeführt werden. Das beschleunigt den Lernprozess erheblich.
Analyse: Ein europäischer Herausforderer betritt die Bühne
Der Zeitpunkt der Markterweiterung ist klug gewählt. Bislang beherrschen asiatische Hersteller wie Unitree oder US-Konzerne wie Boston Dynamics den Markt für erschwingliche Forschungsroboter.
Neura Robotics bietet mit seinen neuen Modellen eine europäische Alternative, die strenge westliche Datenschutz- und Sicherheitsstandards einhält. Das ist ein starkes Verkaufsargument für Behörden und Unternehmen in der EU und Nordamerika.
Analysten vor Ort betonen: Die Hardware sei beeindruckend, doch die wahre Bewährungsprobe sei das Neuraverse-Ökosystem. Hält es, was es verspricht, könnte es eines der größten Probleme der Branche lösen: den zeitraubenden Prozess, Roboter für individuelle, variable Aufgaben zu programmieren.
Die Roadmap für 2026 ist ambitioniert. Kann Neura die Ausliefertermine einhalten und wettbewerbsfähige Preise bieten, hat das Unternehmen das Potenzial, sich vom vielversprechenden Startup zu einer tragenden Säule der westlichen Robotik-Industrie zu entwickeln.
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