Neuer Metabolischer BMI deckt versteckte Gesundheitsrisiken auf
12.01.2026 - 17:10:11Ein neuer metabolischer BMI kann bei Normalgewichtigen gefährliche Stoffwechselstörungen erkennen. Das zeigt eine aktuelle Studie in “Nature Medicine”. Der neue Wert basiert auf Blutwerten und ist dem veralteten Body-Mass-Index deutlich überlegen.
Bis zu 30 Prozent der normalgewichtigen Menschen haben laut der Forschung bereits einen krankhaft veränderten Stoffwechsel. Ihr Risiko für Diabetes oder eine Fettleber ist bis zu fünfmal höher als bei Personen mit einem gesunden Metabolismus. Der herkömmliche BMI, der nur Größe und Gewicht vergleicht, übersieht diese “unsichtbar Kranken” komplett.
Warum der alte BMI oft danebenliegt
Seit Jahrzehnten teilt der Body-Mass-Index Menschen in Kategorien wie Unter-, Normal- oder Übergewicht ein. Doch er hat einen großen blinden Fleck: Er unterscheidet nicht zwischen Fett und Muskeln. Ein durchtrainierter Sportler kann so als übergewichtig gelten, während eine schlanke Person mit viel schädlichem Bauchfett als gesund eingestuft wird.
Dieses Phänomen ist als “Normal Weight Obesity” bekannt – “dünn außen, krank innen”. Genau hier setzt der neue metabolische BMI (metBMI) an. Er misst nicht das Gewicht, sondern bewertet die tatsächliche Stoffwechselaktivität anhand von Blutwerten.
Viele Patienten und Ärztinnen übersehen, welche Blutwerte wirklich Aufschluss über den Stoffwechsel geben – Studien wie der neue metBMI zeigen das klar. Ein kostenloser 25‑seitiger PDF‑Report erklärt leicht verständlich, welche Laborwerte besonders aussagekräftig sind, wie Sie Fehldiagnosen vermeiden und wann spezialisierte Tests sinnvoll sind. Der Report kommt sofort per E‑Mail und gibt konkrete Fragen, die Sie beim Hausarzt stellen können. Jetzt den Laborwerte‑Report anfordern*
So funktioniert der Stoffwechsel-Check
Für den metBMI analysieren Forscher hunderte winziger Stoffwechselprodukte, sogenannter Metaboliten, im Blut. Ein KI-Algorithmus hat aus über 1.000 dieser Moleküle eine Kerngruppe von 66 identifiziert, die besonders aussagekräftig für die Gesundheit sind.
Die Entwicklung basiert auf Daten von fast 2.000 Teilnehmern schwedischer Bevölkerungsstudien. Die Analyse dieser Blutmarker gibt Aufschluss darüber, wie effizient der Körper Nährstoffe verarbeitet – und ob bereits krankhafte Prozesse im Gange sind.
Lebensstil ist entscheidender als Gene
Die Studie bringt eine weitere wichtige Erkenntnis: Umweltfaktoren und der persönliche Lebensstil beeinflussen den metBMI stärker als die Gene. Das unterstreicht die enorme Bedeutung von Ernährung und Bewegung für die Stoffwechselgesundheit – unabhängig vom Gewicht.
Ein weiteres Ergebnis betrifft Patienten nach Magen-OPs: Bei denen mit einem hohen metBMI war der Gewichtsverlust rund 30 Prozent geringer. Der Stoffwechselzustand beeinflusst also maßgeblich den Erfolg von Therapien.
Wann kommt der Test in die Praxis?
Der nächste Schritt ist die Überführung aus dem Forschungslabor in die klinische Routine. Die Wissenschaftler arbeiten daran, das Analyseverfahren zu vereinfachen und kostengünstiger zu machen. Ziel ist ein Standard-Check für Hausarztpraxen.
Langfristig könnte dieser präzisere Blick in den Stoffwechsel die Gesundheitsvorsorge revolutionieren. Risikopatienten ließen sich frühzeitig identifizieren und gezielt behandeln, noch bevor chronische Krankheiten ausbrechen.
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