Neue Phishing-Welle nutzt Smartphone-Verbindungen aus
21.01.2026 - 00:32:12Eine neue Welle hochentwickelter Phishing-Angriffe zielt auf Smartphone-Nutzer in Deutschland ab. Die sogenannten Cross-Device-Methoden nutzen die Verknüpfung mehrerer Geräte aus, um sensible Daten zu stehlen. Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer warnen aktuell vor den raffinierten Taktiken, die QR-Codes und Messenger-Dienste manipulieren.
QR-Code-Falle: Das steckt hinter “Quishing”
Cyberkriminelle setzen vermehrt auf “Quishing” – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Der Vorteil für Angreifer: Die bösartige Ziel-URL bleibt bis zum Scan unsichtbar.
Die gefälschten Codes tauchen nicht nur digital, sondern auch im öffentlichen Raum auf. In mehreren deutschen Städten klebten manipulierte QR-Code-Aufkleber auf Parkautomaten. Wer sie scannt, um zu bezahlen, landet auf einer betrügerischen Seite zur Abfrage von Kreditkartendaten. Auch an E-Auto-Ladesäulen und in gefälschten Bankbriefen wurden solche Codes entdeckt.
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WhatsApp-Hack: So funktioniert “Ghost Pairing”
Eine besonders tückische Methode zielt auf die Übernahme von WhatsApp-Konten ab. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor “Ghost Pairing”.
Der Angriff missbraucht die offizielle Funktion zur Gerätekopplung:
* Das Opfer erhält eine Phishing-Nachricht, oft von einem bekannten, bereits gehackten Konto.
* Diese leitet auf eine gefälschte Webseite, die zur Bestätigung der Telefonnummer auffordert.
* Mit dieser Nummer initiieren die Angreifer im Hintergrund die WhatsApp-Funktion “Gerät über Telefonnummer verknüpfen”.
* Das Opfer erhält eine echte Kopplungsanfrage in seiner WhatsApp-App. Gibt es den Code auf der Phishing-Seite ein, erhält der Kriminelle vollen Zugriff auf das Konto.
Da eine legitime App-Funktion ausgenutzt wird, bleibt der Angriff oft lange unbemerkt.
Selbst Hochsicherheitssysteme sind gefährdet
Die fortschrittlichsten Angriffe können sogar Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) mit FIDO-Sicherheitsschlüsseln aushebeln. Bei dieser “Adversary-in-the-Middle”-Attacke agiert der Angreifer als unsichtbarer Vermittler.
Der Nutzer gibt seine Daten auf einer perfekten Phishing-Seite ein. Die Angreifer leiten sie in Echtzeit an den echten Dienst weiter. Dieser generiert einen legitimen QR-Code zur Identitätsprüfung, den die Phishing-Seite abfängt und dem Opfer zeigt. Scannt der Nutzer diesen Code mit seinem Smartphone, erteilt er in Wahrheit der Sitzung des Angreifers die Freigabe.
Experten betonen: Das ist kein Fehler im FIDO-Protokoll, sondern ein Missbrauch der Komfortfunktion, besonders wenn keine zusätzlichen Näherungsprüfungen per Bluetooth erzwungen werden.
So schützen Sie sich vor Cross-Device-Angriffen
Der Erfolg der Angriffe beruht auf der Ausnutzung von Gewohnheit und Vertrauen. Schutz bietet eine Kombination aus Vorsicht und technischen Maßnahmen:
- Seien Sie misstrauisch: Scannen Sie keine unaufgefordert zugesandten oder physisch überklebten QR-Codes.
- Prüfen Sie die URL: Nach dem Scannen immer die Web-Adresse im Browser genau kontrollieren, bevor Sie Daten eingeben.
- Aktivieren Sie 2FA: Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung für alle wichtigen Konten, besonders für Messenger.
- Handeln Sie schnell: Bei Verdacht auf einen Angriff sofort die Bank kontaktieren und bei der Polizei Anzeige erstatten.
Die Verlagerung von reinen E-Mail-Angriffen hin zu interaktiven, geräteübergreifenden Methoden stellt eine erhebliche Eskalation dar und erfordert ein neues Maß an Wachsamkeit.
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