Android-Malware, Millionen

Neue Android-Malware bedroht Millionen Geräte

12.02.2026 - 17:22:12

Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Welle von Android-Schadsoftware, die Bankdaten und Passwörter stiehlt. Zehntausende Geräte sind bereits von den Trojanern ZerodayRAT und Arsink betroffen.

Eine neue Welle aggressiver Schadsoftware überrollt derzeit Android-Smartphones. Sicherheitsforscher warnen vor den Trojanern ZerodayRAT und Arsink, die bereits zehntausende Geräte infiziert haben. Die Malware tarnt sich geschickt und stiehlt Bankdaten, Passwörter und private Nachrichten.

ZerodayRAT & Arsink: Die unsichtbaren Datendiebe

Die aktuelle Bedrohungslage ist vielschichtig. Der Spionagetrojaner ZerodayRAT nutzt manipulierte Links in Messengern wie Telegram. Nach der Installation gewährt er Angreifern vollen Zugriff – inklusive Kamera und Mikrofon. Besonders alarmierend: Kriminelle steuern die Software über ein einfaches Web-Interface.

Parallel dazu hat Arsink bereits rund 45.000 Geräte kompromittiert. Der Trojaner tarnt sich als „Pro“-Version beliebter Apps wie TikTok oder Instagram. Er nutzt legitime Dienste wie Google Drive für die Kommunikation mit seinen Steuerungs-Servern.

  • Arsink kann: Anruflisten, SMS, Kontakte und Standortdaten stehlen.
  • Arsink kann: heimlich Tonaufnahmen anfertigen.
  • Arsink kann: den gesamten Gerätespeicher fernlöschen.

Eine dritte Schadsoftware namens TrustBastion erschleicht sich über Android-Bedienungshilfen umfassende Rechte – getarnt als Sicherheits-App.

Ist Ihr Smartphone schon infiziert? Typische Symptome

Malware verrät sich oft durch auffällige Veränderungen. Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen:

  • Leistungseinbruch: Apps stürzen plötzlich ab, der Akku geht rasend leer.
  • Unbekannte Apps: Programme tauchen auf, die Sie nie installiert haben.
  • Aggressive Werbung: Pop-ups erscheinen an ungewöhnlichen Stellen.
  • Hoher Datenverbrauch: Unerklärlicher Traffic deutet auf Datendiebstahl hin.
  • Geänderte Einstellungen: Browser- oder Systemeinstellungen ändern sich von selbst.

Schritt-für-Schritt: So entfernen Sie die Schadsoftware

Bei Verdacht auf eine Infektion handeln Sie sofort. So gehen Sie vor:

  1. Starten Sie im abgesicherten Modus. Dadurch werden schädliche Drittanbieter-Apps deaktiviert.
  2. Deinstallieren Sie verdächtige Apps. Prüfen Sie die App-Liste in den Einstellungen und löschen Sie Unbekanntes.
  3. Entziehen Sie Administratorrechte. Unter „Sicherheit“ > „Geräteadministrator-Apps“ können Sie verdächtigen Apps die Rechte entziehen.
  4. Scannen Sie mit einer Antiviren-App. Nutzen Sie eine seriöse Sicherheitslösung aus dem Play Store für einen Vollscan.
  5. Setzen Sie das Gerät zurück. Als letzte Lösung hilft ein Werksreset. Sichern Sie vorher Ihre wichtigen Daten.
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Viele Android-Nutzer übersehen diese fünf einfachen, aber wirkungsvollen Schutzmaßnahmen – genau die Lücken, die Trojaner wie ZerodayRAT oder Arsink ausnutzen. Ein kostenloser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Play Protect richtig nutzen, App-Berechtigungen prüfen, sichere Installationsquellen wählen und Ihr Gerät dauerhaft härten – inklusive praktischer Checklisten für Banking-Apps und Messenger. Gratis-Sicherheitspaket: Die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android-Smartphone herunterladen

So schützen Sie sich proaktiv vor Angriffen

Die beste Verteidigung ist, eine Infektion von vornherein zu verhindern. Halten Sie sich an diese Grundregeln:

  • Nur offizieller Play Store: Laden Sie Apps niemals aus dubiosen Quellen oder als APK-Datei herunter.
  • Berechtigungen prüfen: Misstrauen Sie Apps, die unnötig viele Rechte fordern.
  • Updates sofort installieren: Halten Sie Android und alle Apps stets aktuell.
  • Play Protect aktivieren: Nutzen Sie die integrierte Sicherheitsfunktion von Google.
  • Zusatzschutz erwägen: Eine renommierte Sicherheits-App bietet Echtzeitschutz.

Warum Android im Fokus der Cyberkriminellen steht

Das offene Android-Ökosystem mit seinem riesigen Marktanteil bleibt ein lukratives Ziel. Aktuelle Trends zeigen eine zunehmende Professionalisierung der Angreifer. Sie nutzen ausgeklügelte Methoden:

  • Dropper-Technik: Schädlicher Code wird erst nach der Installation der App nachgeladen, um Play-Store-Prüfungen zu umgehen.
  • Missbrauch legitimer Dienste: Cloud-Speicher oder Systemfunktionen werden zur Tarnung genutzt.
  • Schwerere Erkennung: Diese Techniken machen traditionelle Antiviren-Scans oft wirkungslos.

Der Wettlauf zwischen Sicherheitsupdates und neuen Angriffsmethoden wird auch in Zukunft andauern. Für Nutzer bleiben Wachsamkeit und grundlegende Sicherheitshygiene die entscheidenden Schutzfaktoren.

@ boerse-global.de

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