Nestlé, Säuglingsnahrung

Nestlé ruft Säuglingsnahrung BEBA und ALFAMINO zurück

21.01.2026 - 22:47:12

Nestlé ruft Säuglingsnahrung wegen möglicher Cereulid-Verunreinigung zurück. Verbraucherschützer kritisieren eine zeitliche Verzögerung der öffentlichen Warnung und fordern Aufklärung.

Ein Rückruf von Nestlé-Säuglingsnahrung verunsichert Eltern in Europa. Auslöser ist der mögliche Giftstoff Cereulid in Produkten der Marken BEBA und ALFAMINO. Kritik entzündet sich an einer vermuteten Verzögerung der öffentlichen Warnung.

Umfangreicher Rückruf wegen Giftstoff-Gefahr

Nestlé rief Anfang Januar spezifische Chargen vorsorglich zurück. Der Grund: eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid. Dieses hitzestabile Toxin kann bei Säuglingen zu Erbrechen und Durchfall führen. Der Konzern betont, die Sicherheit der Kinder habe oberste Priorität. Eltern sollten die Chargennummern auf den Dosen prüfen.

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Betroffene Produkte:
* BEBA
* BEBA expert
* ALFAMINO

Die Artikel wurden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden verkauft. Sie können in den Geschäften zurückgegeben werden, auch ohne Kassenbon.

Kritik: Warnung kam Wochen zu spät?

Laut der Verbraucherschutzorganisation foodwatch wussten Behörden schon deutlich früher Bescheid. Österreichische Kontrolleure sollen das Toxin bereits Mitte Dezember in Proben aus deutscher Produktion nachgewiesen haben. Diese Information wurde über das europäische Schnellwarnsystem RASFF geteilt.

Dennoch erfolgte die öffentliche Warnung erst am 5. Januar. Foodwatch fordert nun eine lückenlose Aufklärung dieser Verzögerung von Nestlé und den Behörden. Warum dauerte es so lange, bis die Information die Eltern erreichte?

Ein Weckruf für das Sicherheitsnetz?

Der Fall zeigt die Verletzlichkeit der Lieferketten. Die potenziell belastete Ware wurde aus Deutschland in rund 30 Länder exportiert. Experten sehen in der verzögerten Kommunikation einen Angriff auf das Vertrauen der Verbraucher. In solchen Fällen ist schnelle Transparenz entscheidend, um Gesundheitsschäden zu minimieren.

Nestlé untersucht derzeit die Ursache der Kontamination. Das Auftreten des Giftstoffs in den verwendeten Ölen gilt als ungewöhnlich. Der Vorfall dürfte die Debatte über strengere Kontrollen und schnellere Meldewege befeuern.

@ boerse-global.de