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Neat Pad Pro: Neuer Raum-Controller mit KI-Audio und offenem Ökosystem

03.02.2026 - 12:13:12

Neat erweitert sein Portfolio für hybride Meetings mit einem leistungsstarken 10-Zoll-Controller und einer offenen Softwareplattform. Die Neuheiten zielen auf bessere Audioqualität und mehr Flexibilität in Konferenzräumen.

Neat erweitert seine Hardware für hybride Meetings um einen leistungsstarken 10-Zoll-Controller und eine offene Softwareplattform. Die Neuheiten zielen auf bessere Audioqualität und mehr Flexibilität in Konferenzräumen.

Der Video-Technologie-Pionier Neat hat auf der Messe Integrated Systems Europe (ISE) 2026 in Barcelona zwei strategische Produkte vorgestellt: den Neat Pad Pro, einen neuen Meeting-Raum-Controller, und die Softwareplattform Neat Open. Die Offensive soll hybride Arbeitsumgebungen mit KI-gestützter Audioverarbeitung und offener App-Integration modernisieren. Für deutsche Unternehmen, die in flexible Bürokonzepte investieren, könnte dies eine interessante Alternative zu etablierten Lösungen bedeuten.

Neat Pad Pro: Der Controller mit Gehör und Umwelt-Sinn

Das Herzstück der Ankündigung ist der Neat Pad Pro. Das Gerät löst den Vorgänger Neat Pad ab und bietet mit einem 10-Zoll-Anti-Reflex-Touchscreen eine größere Bedienfläche für Raumsteuerung und Terminplanung. Die Rechenleistung soll laut Herstellerangaben achtmal höher sein als beim alten Modell.

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Die eigentliche Innovation steckt jedoch im Audio-Bereich. Anders als herkömmliche Controller, die nur als Touch-Interface dienen, verfügt der Pad Pro über ein leistungsstarkes Mikrofon-Array und KI-gestützte Audioverarbeitung. Dadurch fungiert er als zusätzlicher „Abhörpunkt“ im Raum. In Kombination mit einer Front-of-Room-Lösung wie der Neat Bar soll so sichergestellt werden, dass auch Teilnehmer am Ende langer Konferenztische für Remote-Kollegen klar verständlich sind – ein bekanntes Problem in vielen Büros.

Nachhaltiges Design mit integrierten Sensoren

Über die Steuerungsfunktionen hinaus dient der Pad Pro als Umweltmonitor. Integrierte Sensoren erfassen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität, etwa den CO2-Gehalt. Diese Daten können in IT-Dashboards fließen und Facility-Managern Echtzeit-Einblicke in Raumklima und Energieverbrauch geben.

Neat betont auch die Nachhaltigkeit: Das Gehäuse besteht zu 100 % aus recyceltem Aluminium, davon 60 % aus Post-Consumer-Material. Das Verpackungsvolumen wurde im Vergleich zu Vorgängermodellen um 66 % reduziert.

Neat Open: Die offene Plattform für alle Meeting-Apps

Parallel zur Hardware launcht Neat die Cloud-Plattform Neat Open. Sie soll die Lücke zwischen Bring-Your-Own-Device (BYOD) Workflows und nativen Raumlösungen schließen. Kern ist der „Neat App Hub“, über den Unternehmen eine kuratierte Auswahl an Video- und Kollaborations-Apps auf Neat-Geräten nutzen können.

Das Ziel ist klar: Der frustrierende Wechsel zwischen verschiedenen Meeting-Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet auf dedizierten Raumgeräten soll der Vergangenheit angehören. Die Plattform integriert zudem KI-Funktionen wie automatische Meeting-Notizen und drahtloses Multi-User-Screen-Sharing. Ein Early-Access-Programm startet im März 2026, die allgemeine Verfügbarkeit ist für das zweite Quartal geplant.

Strategische Partnerschaft mit Microsoft

Ein wichtiges technisches Detail ist die Anbindung an die Microsoft Developer Ecosystem Platform (MDEP). Der Pad Pro nutzt diese Plattform für seine Terminplanungsfunktionen. Diese Entscheidung signalisiert eine tiefere Integration in Microsofts Ökosystem und soll IT-Abteilungen mehr Sicherheit und zentrale Verwaltbarkeit bieten.

Für große Unternehmen, die strenge Device-Management-Richtlinien benötigen, ist das relevant: Der Controller kann so gemeinsam mit anderen Microsoft-Assets verwaltet werden, was den Lifecycle-Management-Aufwand für hunderte Konferenzräume vereinfacht.

Marktkontext: Vom Tablet zum intelligenten Edge-Gerät

Der Launch erfolgt zu einer Zeit, in der sich der Markt für Raum-Controller grundlegend wandelt. Aus einfachen Tablets werden intelligente Edge-Geräte mit Sensoren und eigener Rechenleistung. Neat geht mit der aktiven Audio-Komponente jedoch einen Schritt weiter als viele Wettbewerber.

Der Fokus auf ein offenes App-Ökosystem spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: Weg von geschlossenen Systemen, hin zu Hardware, die nahtlos mit mehreren Kollaborationsplattformen funktioniert. Genau diese Flexibilität fordern Unternehmen heute, die unterschiedliche Tools für interne und externe Meetings nutzen.

Verfügbarkeit und Ausblick

Der Neat Pad Pro soll im zweiten Quartal 2026 auf den Markt kommen. Die Industrie wird beobachten, wie sich die dezentrale KI-Audioverarbeitung auf die Meeting-Qualität auswirkt. Können Algorithmen Sprache besser von Hintergrundgeräuschen trennen und einzelne Sprecher identifizieren, könnte Hardware mit verteilten Mikrofon-Arrays wie der Pad Pro zum Standard für mittlere bis große Konferenzräume werden.

Für IT-Entscheider bedeutet das Angebot eine Option zur Modernisierung veralteter Raumsteuerungen – besonders dort, wo Audioqualität ein Problem ist. Der zusätzliche Nutzen durch Umweltanalytik könnte auch für Organisationen attraktiv sein, die ihre Return-to-Office-Strategien auf Mitarbeiterwohlbefinden und Gebäudeeffizienz ausrichten.

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