Nationwide warnt 16 Millionen Kunden vor drastischem Anstieg von Liebesbetrug
24.01.2026 - 06:00:12Die britische Nationwide Building Society warnt ihre 16 Millionen Kunden vor einem alarmierenden Anstieg von hochsophistizierten Liebesbetrugsmaschen. Die finanziellen Schäden für die Opfer sind verheerend. Die Genossenschaft spricht von einem “riesigen Problem für Online-Dating”.
Allein im ersten Halbjahr 2025 verloren Briten laut Branchenverband UK Finance rund 24 Millionen Euro durch sogenannte Romance Scams. Das ist ein dramatischer Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Betrüger investieren oft Wochen oder Monate, um über Dating-Apps und soziale Medien ein scheinbar vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen, bevor sie um Geld bitten.
Die Masche folgt einem bewährten Muster: Nachdem das emotionale Band geknüpft ist, inszenieren die Täter eine akute Notlage. Ein plötzlicher medizinischer Notfall in der Familie oder dringend benötigte Reisekosten für ein erstes Treffen sind typische Vorwände. “Diese Geschichten sind erfunden und die Personen hinter den Profilen existieren nicht”, stellt Nationwide klar.
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Die Betrüger werden immer raffinierter. Sie nutzen zunehmend künstliche Intelligenz (KI), um überzeugende Fake-Profile zu erstellen und täuschend echte Gespräche zu führen. Das macht es für Opfer und Sicherheitssysteme immer schwerer, die Fälschung zu erkennen.
Eine nationale Bedrohung mit hoher Dunkelziffer
Das Problem ist systemisch. Im britischen Finanzjahr 2024/25 summierte sich der Schaden durch Liebesbetrug laut National Fraud Intelligence Bureau auf über 124 Millionen Euro. Das durchschnittliche Opfer verlor mehr als 13.000 Euro. Die tatsächlichen Zahlen dürften jedoch weit höher liegen, denn viele Betroffene schämen sich, zur Polizei zu gehen.
Auch Aufsichtsbehörden wie die Financial Conduct Authority (FCA) kritisieren Banken. Diese verpassten oft Chancen, einzugreifen. Eine große Hürde: Opfer, die emotional manipuliert wurden, nennen gegenüber ihrer Bank selten den wahren Grund für die Überweisung.
So schützen Sie sich vor digitalen Herzensdieben
Die Warnung der Nationwide ist eindeutig: Geld sollte niemals Teil einer Online-Beziehung sein. Die Genossenschaft rät, jede Bitte um finanzielle Unterstützung abzulehnen – egal wie überzeugend oder dramatisch die Schilderung klingt.
Experten raten zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
* Seien Sie sparsam mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken. Betrüger nutzen diese Informationen für maßgeschneiderte Angriffe.
* Vorsicht bei der Verlagerung der Kommunikation von einer Dating-Plattform zu privaten Messenger-Apps.
* Hinterfragen Sie Perfektion. Seien Sie misstrauisch gegenüber Partnern, die “zu gut um wahr zu sein” wirken, sich stets persönlichen Treffen oder Videoanrufen entziehen oder versuchen, Sie von Freunden und Familie zu isolieren.
KI als Brandbeschleuniger für Betrug
Die Zukunft sieht düster aus. Mit fortschreitender Technologie werden die Betrugsmaschen komplexer. Experten prognostizieren den vermehrten Einsatz von KI-gesteuerten Bots, die menschliche Emotionen und Konversationen täuschend echt imitieren können. Dies würde den Betrug sowohl finanziell als auch psychologisch noch verheerender machen.
Als Reaktion hat die britische Strafverfolgung kürzlich den Meldeservice “Action Fraud” durch “Report Fraud” ersetzt. Das Ziel: ein effektiveres System für Opfer und eine bessere Reaktion der Polizei auf die steigende Flut von Fällen. Der Kampf gegen diesen Betrug erfordert eine koordinierte Anstrengung von Finanzinstituten, Strafverfolgungsbehörden und den Tech-Unternehmen, deren Plattformen ausgenutzt werden.
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