Nahrungsergänzungsmittel: Was wirklich den Stoffwechsel ankurbelt
17.01.2026 - 07:53:12Der Markt für Stoffwechsel-Booster boomt, doch viele Versprechen sind leer. Verbraucherschützer warnen vor Risiken, während die Wissenschaft einige wenige Wirkstoffe hervorhebt. Der Umsatz mit den Pillen und Pulvern liegt inzwischen bei über 1,78 Milliarden Euro.
Etwa ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland nimmt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein. Viele erhoffen sich davon eine bessere Blutzuckerregulation oder eine gesteigerte Fettverbrennung. Aktuelle Studien und Tests zeigen nun ein klares Bild: Nur wenige Substanzen halten, was die Werbung verspricht.
Berberin: Vorsicht vor der Wunderwurzel?
Ein Wirkstoff steht besonders im Fokus: Berberin. Das Pflanzenalkaloid aus der Berberitze wird in der traditionellen Medizin seit Jahrhunderten genutzt. Moderne Forschung deutet auf positive Effekte für den Zucker- und Fettstoffwechsel hin. Eine chinesische Studie konnte mit einem Berberin-Derivat sogar den Langzeitblutzuckerwert bei Diabetes-Patienten senken.
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Doch die Verbraucherzentralen mahnen zur Vorsicht. Für eine spürbare Wirkkeit sind oft sehr hohe Dosen nötig. Diese können erhebliche Nebenwirkungen auslösen:
* Magen-Darm-Beschwerden
* Benommenheit
* Nierenreizungen
Die Qualität der Präparate schwankt stark, eine pauschale Empfehlung ist daher kaum möglich.
Omega-3: Mehr als nur gut fürs Herz?
Auf Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) ruhen große Hoffnungen. Bekannt sind sie für ihren Schutz des Herz-Kreislauf-Systems. Jetzt rückt ihr Einfluss auf den Stoffwechsel in den Blick. Eine brasilianische Tierstudie legt nahe, dass Fischöl die Insulinresistenz abschwächen kann.
Eine Auswertung von 67 Studien bestätigt den Trend: Höhere Omega-3-Spiegel im Blut gingen mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes einher. Konkrete Untersuchungen zeigten verbesserte Insulinsensitivität bei übergewichtigen Personen.
Personalisierung: Die Zukunft der Pillen?
Warum wirkt ein Mittel bei dem einen, beim anderen aber nicht? Experten sind sich einig: Die Antwort liegt in der Individualität. Genetik, Lebensstil und Gesundheitszustand bestimmen die Reaktion auf Nährstoffe.
Der Trend geht deshalb weg von der Pauschal-Pille. Stattdessen empfehlen Fachleute, den eigenen Bedarf erst durch eine Blutanalyse zu ermitteln. Projekte wie “Nutrition for Precision Health” arbeiten an Algorithmen für maßgeschneiderte Empfehlungen. Verbraucher fragen immer stärker nach diesen individuellen Lösungen.
Ein kritischer Markt bleibt
Die Bilanz fällt gemischt aus. Während Substanzen wie Omega-3 und Berberin in Studien punkten, ist der Markt voller überteuerter und teils riskanter Produkte. Viele werben mit unzulässigen Gesundheitsversprechen.
Künftig dürften die regulatorischen Hürden für Hersteller steigen. Der Weg zur personalisierten Supplementierung, gestützt auf Diagnostik, wird sich fortsetzen. Der wichtigste Rat für Verbraucher bleibt: Vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen und auf seriöse Hersteller setzen. Die Basis für einen gesunden Stoffwechsel sind und bleiben eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.
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