Nahrungsergänzungsmittel: Experten warnen vor versteckten Gefahren
24.01.2026 - 07:04:12Der Markt für Vitamine und Mineralstoffe boomt, doch Experten schlagen Alarm. Viele Verbraucher greifen zu Pillen und Pulvern – oft ohne zu wissen, welche Risiken sie eingehen. Denn Nahrungsergänzungsmittel sind keine harmlosen Wundermittel.
Lebensmittel, keine Medikamente: Das große Missverständnis
Ein zentrales Problem ist die rechtliche Einordnung. In der EU gelten die Produkte als Lebensmittel, nicht als Arzneimittel. Sie durchlaufen daher kein strenges Zulassungsverfahren. Hersteller müssen ihre Mittel lediglich anzeigen, tragen aber selbst die Verantwortung für deren Sicherheit.
Die Folge: Die Wirksamkeit gegen Krankheiten wird nicht geprüft. Werbeaussagen, die Heilversprechen suggerieren, sind zwar verboten, finden sich aber dennoch häufig. Die Kontrollen der Lebensmittelüberwachung bleiben stichprobenartig.
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Die Überdosis: Wenn „gut gemeint“ schadet
Die größte Gefahr lauert in der Dosierung. Für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung sind die Präparate meist überflüssig. Eine Überversorgung kann jedoch schaden.
- Vitamin D: Eine langfristige, hochdosierte Einnahme kann das Risiko für Herzprobleme erhöhen.
- Fettlösliche Vitamine: Stoffe wie Vitamin A lagern sich im Körper ein und können bei Überdosierung giftig wirken.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Höchstmengen empfohlen. Viele frei verkäufliche Produkte überschreiten diese Werte jedoch deutlich.
Unbekannte Inhaltsstoffe und gefährliche Wechselwirkungen
Ein weiteres Risiko sind verunreinigte Produkte, besonders aus dem Auslands-Online-Handel. Immer wieder warnen Behörden vor nicht deklarierten oder verbotenen Substanzen.
Gefährlich kann es auch werden, wenn Nahrungsergänzungsmittel auf Medikamente treffen. Bestimmte Inhaltsstoffe können deren Wirkung abschwächen oder verstärken.
Ein bekanntes Beispiel: Johanniskraut kann die Wirkung der Anti-Baby-Pille oder von Herzmedikamenten beeinträchtigen. Experten raten daher immer zur Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.
Der Wunsch nach Gesundheit trifft auf leere Versprechen
Der Markt wächst, angetrieben von Social-Media-Trends und dem Wunsch nach proaktiver Gesundheitsvorsorge. Doch die wissenschaftliche Basis fehlt oft. Studien belegen kaum einen vorbeugenden Nutzen von Antioxidantien wie Vitamin C oder E für gesunde Menschen.
Einige Untersuchungen deuten sogar auf erhöhte Risiken hin. Verbraucherschützer fordern seit langem schärfere EU-weite Regeln und ein Prüfverfahren vor der Markteinführung.
Was kommt? Strengere Regeln und mehr Eigenverantwortung
Ab diesem Jahr könnten EU-weit verbindliche Höchstmengen kommen. Bis dahin liegt die Verantwortung beim Verbraucher. Die Grundregel bleibt: Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf meistens ab. Nahrungsergänzungsmittel sind nur in begründeten Fällen – etwa bei einem nachgewiesenen Mangel – und nach ärztlicher Beratung sinnvoll.
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