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New York Schluss: Klare Verluste - Sorgen um hohe Bewertungen

06.11.2025 - 22:33:35

Nach der moderaten Erholung vom Vortag sind die US-Aktienmärkte am Donnerstag wieder stärker eingeknickt.

Während die laufende Berichtssaison die Stimmung wieder nicht eindeutig prägen konnte, werden die hohen Bewertungen von Technologieaktien zunehmend hinterfragt.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 schloss mit einem Minus von 0,84 Prozent bei 46.912,30 Punkten. Der S&P 500 US78378X1072 verlor 1,12 Prozent auf 6.720,39 Zähler. Der Nasdaq 100 US6311011026 sackte um 1,91 Prozent auf 25.130,04 Punkte ab.

Aus Branchensicht standen vor allem Aktien von Tech-Unternehmen unter Druck, die im Boom-Thema Künstliche Intelligenz engagiert sind. Sie litten unter Sorgen um eine Überbewertung und eine womöglich deutlichere Korrektur. So büßten die Anteilsscheine der "Schwergewichte" Salesforce US79466L3024, Nvidia US67066G1040 und AMD US0079031078 zwischen 3,7 und 7,3 Prozent ein.

Ansonsten prägten erneut Unternehmensberichte das Bild. Der Smartphone-Chiphersteller Qualcomm US7475251036 konnte die Anleger mit seinem Ausblick nicht überzeugen. Experte Christopher Danely von Citigroup US1729674242 schrieb, das Unternehmen plane zwar mit einem Umsatz über der Konsensschätzung, die Gewinnprognose liege aber kostenbedingt darunter. Die Aktie verlor 3,6 Prozent.

Außerhalb des Chipsektors legten die Aktien von Metsera US59267L1070 um gut 14 Prozent zu. Im Übernahmekampf um das Adipositas-Startup hat Novo Nordisk DK0062498333 Medienberichten zufolge sein Angebot erneut erhöht, nachdem Rivale Pfizer US7170811035 gleichgezogen hatte.

Die Titel von Boeing US0970231058 drehten nach anfänglich klaren Gewinnen ins Minus und endeten 0,6 Prozent tiefer. Der Flugzeugbauer muss nach einer US-Gerichtsentscheidung keine weitere Strafverfolgung wegen zweier tödlicher Abstürze von Flugzeugen des Typs 737 Max mehr fürchten. Der zuständige Richter im Bundesstaat Texas billigte eine entsprechende Vereinbarung zwischen Boeing und dem US-Justizministerium. Boeing wird als Teil der Vereinbarung weitere gut 1,1 Milliarden Dollar zahlen.

Die Titel von Snap US83304A1060 schnellten um knapp 10 Prozent nach oben. Der Betreiber der Kommunikationsapp Snapchat überzeugte nicht nur mit seinen Quartalszahlen. Als Kurstreiber kam eine Partnerschaft im KI-Bereich mit Perplexity AI hinzu. Durch die Zusammenarbeit sollen Snapchat-Nutzer die KI-Suchmaschine des Unternehmens nutzen können.

Der Fahrdienstvermittler Lyft US55087P1049 überzeugte mit seinen Zahlen. Das Unternehmen gehe mit einer optimistischen Prognose an das Weihnachtsquartal heran, hieß es. Lyft-Papiere legten um 5,8 Prozent zu.

Die Anteile von Doordash US25809K1051 sackten um mehr als 17 Prozent ab. Die Investitionen des Lieferservices drückten auf die Margen, bemängelte JPMorgan US46625H1005.

Aktien des Sprachlern-Anbieters Duolingo US26603R1068 brachen sogar um mehr als ein Viertel ein. Der Ausblick enttäuschte. Das Unternehmen konzentriere sich zu stark auf das Nutzerwachstum, hieß es.

@ dpa.de

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