N26, Anstieg

N26 warnt vor drastischem Anstieg gefälschter Support-Anrufe

03.01.2026 - 18:53:12

Betrüger nutzen Call ID Spoofing, um sich als N26-Mitarbeiter auszugeben und an Geld zu gelangen. Die Bank warnt vor unaufgeforderten Anrufen und gibt Verhaltenstipps.

Seit Jahresbeginn häufen sich aggressive Phishing-Angriffe auf Kunden der Direktbank N26. Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen gefälschte Telefonnummern, um an Geld und Zugangsdaten zu gelangen. Verbraucherschützer schlagen Alarm.

Die perfide Masche: Gefälschte Nummer, echter Schaden

Die Täter setzen auf eine Kombination aus technischer Täuschung und psychologischem Druck. Sie nutzen „Call ID Spoofing“, sodass auf dem Display der Opfer die offizielle Banknummer erscheint. Oft beginnen die Angriffe mit einer Warn-SMS vor angeblichen unautorisierten Transaktionen.

Kurz darauf folgt der Anruf. Die vermeintlichen Sicherheitsmitarbeiter sprechen akzentfreies Deutsch und nennen erbeutete persönliche Daten – das schafft Vertrauen. Im Gespräch erklären sie das Konto für kompromittiert und fordern eine sofortige „Sicherheitsmaßnahme“.

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  • Der Kern des Betrugs: Das Opfer soll sein gesamtes Guthaben auf ein angebliches „Sicherheitskonto“ der Bank überweisen. Tatsächlich landet das Geld bei den Kriminellen.
  • Der zweite Angriffsvektor: Parallel fordern die Betrüger Bestätigungscodes (TANs) aus der N26-App an. Damit autorisieren die Opfer unbewusst den Zugriff Fremder auf ihr Konto.

So reagieren Sie richtig: Bank warnt vor klaren No-Gos

N26 und Sicherheitsexperten weisen angesichts der Welle eindringlich auf die offiziellen Kommunikationswege hin. Die Bank betont: Echte Mitarbeiter rufen niemals unaufgefordert an.

Ein Support-Anruf findet nur statt, wenn er zuvor über den gesicherten Chat in der App vereinbart wurde. Seriöse Banken fordern Kunden zudem nie auf, Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen, um es „in Sicherheit zu bringen“.

Das sollten Betroffene tun:
1. Bei einem verdächtigen Anruf sofort auflegen.
2. Den Vorfall umgehend über den offiziellen Chat in der N26-App melden.
3. Bei bereits preisgegebenen Daten: Konto sofort sperren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Branchenweites Problem: Warum Neobanken im Visier stehen

Die Attacken auf N26 sind Teil eines Trends. Sicherheitsanalysten sehen in digitalen Banken mit ihrer jungen, technikaffinen Kundschaft ein lohnendes Ziel. Die Qualität der Angriffe hat sich massiv gesteigert – weg von plumpen Massen-E-Mails hin zu hochprofessionellen Social-Engineering-Attacken.

Die Methode des „Call ID Spoofing“ ist besonders tückisch, weil sie das grundlegende Vertrauen in die angezeigte Rufnummer ausnutzt. Diese Entwicklung stellt die gesamte Branche vor neue Herausforderungen. Können klassische Telefonnummern überhaupt noch als vertrauenswürdiges Authentifizierungsmerkmal gelten?

Blick nach vorn: KI könnte Bedrohungslage verschärfen

Für das Jahr 2026 prognostizieren IT-Sicherheitsexperten eine weitere Zuspitzung. International sind bereits erste Fälle von „AI Vishing“ dokumentiert. Dabei werden Stimmen von echten Mitarbeitern mittels Künstlicher Intelligenz geklont, um Anrufe noch täuschender wirken zu lassen.

Als Reaktion dürften Banken ihre Sicherheitsfeatures in den Apps ausbauen. Denkbar sind etwa verifizierte In-App-Anrufe, die die unsichere klassische Telefonleitung umgehen. Bis solche Systeme flächendeckend eingeführt sind, bleibt die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Verteidigung.

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