N26-Kunden, Visier

N26-Kunden im Visier raffinierter Phishing-Angriffe

01.02.2026 - 17:53:12

Cyberkriminelle zielen mit professionellen Phishing-Mails auf Kunden der Neobank N26 ab, um Zugangsdaten zu stehlen. Verbraucherschützer raten zu Vorsicht und klären über Warnsignale auf.

Cyberkriminelle zielen mit täuschend echten Betrugs-E-Mails gezielt auf Kunden der Neobank N26 ab. Sie versuchen, an sensible Zugangsdaten zu gelangen und Konten zu plündern. Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten warnen vor der perfiden Masche und raten zu höchster Vorsicht.

Die gefälschten Nachrichten imitieren das Erscheinungsbild der Bank täuschend echt – inklusive Logo und Schriftarten. Betreffzeilen wie „Ihre aktuelle Transaktion“ sollen Neugier und Dringlichkeit erzeugen. Der Text beschreibt dann eine unbekannte Überweisung oder einen Kauf.

So funktioniert der Betrug

Der psychologische Trick: Aus Sorge vor einem unbefugten Zugriff sollen Nutzer auf einen Button wie „Transaktion prüfen“ klicken. Dieser Link führt jedoch nicht zur echten N26-Website, sondern auf eine gefälschte Login-Seite der Betrüger. Wer dort seine Daten eingibt, übermittelt sie direkt an die Kriminellen.

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Die Professionalität der Fälschungen macht die Erkennung schwer. Doch es gibt klare Warnsignale.

Diese Merkmale verraten die Fälschung

N26 weist darauf hin, dass die Bank Kunden niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwörtern, PINs oder Kartendaten auffordert. Sicherheitsrelevante Aktionen laufen ausschließlich über die offizielle App oder die Web-Anwendung nach dem Login.

Ein entscheidender Hinweis ist die Absenderadresse. Echte N26-Nachrichten kommen nur von Domains wie @n26.com oder @email.n26.com. Weitere Alarmzeichen sind:
* Unpersönliche Anreden („Sehr geehrter Kunde“)
* Rechtschreib- und Grammatikfehler
* Erzeugung von Handlungsdruck durch kurze Fristen oder Drohungen

Phishing ist eine Branchen-Bedrohung

Die Angriffe auf N26-Kunden sind Teil einer breiten Welle von Cyberkriminalität im gesamten Finanzsektor. Verbraucherzentralen warnen regelmäßig vor ähnlichen Kampagnen gegen Kunden verschiedenster Institute. Die Täter nutzen neben E-Mails auch betrügerische SMS („Smishing“) und passen ihre Methoden ständig an.

Experten betonen: Trotz hoher Investitionen der Banken in Sicherheitstechnologien bleibt der Mensch ein zentrales Angriffsziel. Die Sensibilisierung der Nutzer ist der wirksamste Schutz.

Das sollten Betroffene tun

Der beste Schutz ist ein gesundes Misstrauen. Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten Bank-Nachrichten. Prüfen Sie Ihren Kontostatus stattdessen immer direkt in der offiziellen App.

Sollten Sie dennoch auf einen Link geklickt und Daten eingegeben haben, handeln Sie sofort:
1. Kontaktieren Sie umgehend den N26-Support, um das Konto zu sperren und die Zugangsdaten zu ändern.
2. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
3. Prüfen Sie Ihren Anspruch auf Erstattung nicht autorisierter Abbuchungen.

@ boerse-global.de