Mundgesundheit, Alzheimer-

Mundgesundheit beeinflusst Alzheimer- und Parkinson-Risiko

02.02.2026 - 19:24:12

Forschungsergebnisse zeigen, dass ein gestörtes Gleichgewicht der Mundbakterien das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson erhöhen kann.

Neue Forschungsergebnisse zeigen eine direkte Verbindung zwischen der Mundflora und der Gesundheit des Gehirns. Ein gestörtes Gleichgewicht der Bakterien im Mund kann offenbar das Risiko für Alzheimer, Parkinson und sogar psychische Erkrankungen erhöhen. Die sogenannte orale Dysbiose fördert systemische Entzündungen, die bis ins Gehirn vordringen und dort Nervenzellen schädigen können.

Die unterschätzte „Mund-Hirn-Achse“

Während die „Darm-Hirn-Achse“ bereits bekannt ist, rückt nun die direkte Verbindung zwischen Mund und Gehirn in den Fokus. Chronische Entzündungen wie Parodontitis öffnen schädlichen Bakterien die Tür in den Blutkreislauf. Von dort können sie die schützende Blut-Hirn-Schranke überwinden.

Einmal im Gehirn angekommen, lösen Erreger wie Porphyromonas gingivalis – ein Hauptverursacher von Zahnfleischentzündungen – gefährliche Entzündungsreaktionen aus. Diese Bakterien wurden bereits im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten nachgewiesen. Sie könnten dort die Bildung der typischen Amyloid-Plaques fördern.

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Wie Entzündungen das Gehirn angreifen

Der Schlüsselmechanismus heißt Neuroinflammation. Gelangen orale Krankheitserreger ins zentrale Nervensystem, aktivieren sie die Immunzellen des Gehirns. Diese schütten entzündungsfördernde Botenstoffe aus, die einen chronischen Entzündungszustand aufrechterhalten.

Die Folgen sind gravierend:
* Schädigung von Nervenzellen
* Beeinträchtigung der synaptischen Funktion
* Beschleunigung des kognitiven Verfalls

Dieser Prozess wird nicht nur mit Alzheimer, sondern auch mit Parkinson und Stimmungsstörungen wie Depressionen in Verbindung gebracht.

Studien belegen den Zusammenhang

Eine wachsende Zahl von Untersuchungen stützt diese Verbindung. Eine aktuelle japanische Studie verglich Speichelproben von Schizophrenie-Patienten mit gesunden Kontrollpersonen. Das Ergebnis: Eine geringere mikrobielle Vielfalt im Mund korrelierte mit schlechteren kognitiven Leistungen.

Weitere Forschungen zeigen:
* Nützliche Bakterien wie Neisseria stehen mit besserer Gedächtnisleistung in Verbindung.
* Schädliche Gattungen wie Porphyromonas korrelieren mit nachlassenden kognitiven Fähigkeiten.

Prävention durch bessere Zahnhygiene?

Die Erkenntnisse könnten die Gesundheitsvorsorge verändern. Experten sehen in der Mundgesundheit einen potenziell modifizierbaren Risikofaktor für neurodegenerative Erkrankungen. Könnte eine konsequente Zahnpflege also das Demenz-Risiko senken?

Die Behandlung von Parodontitis und der Erhalt einer gesunden Mundflora rücken als mögliche Präventionsmaßnahmen in den Blick. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen wären demnach nicht nur für die Zähne, sondern auch für den Erhalt der geistigen Fitness wichtig. Einige Wissenschaftler kritisieren bereits, dass wichtige Berichte zu Demenz-Risikofaktoren die Mundgesundheit bisher übersehen haben.

Offene Fragen der Forschung

Die aktuellen Ergebnisse zeigen vor allem Zusammenhänge – den endgültigen kausalen Beweis müssen erst Langzeitstudien erbringen. Muss sich die Forschung also fragen: Führt eine schlechte Mundgesundheit wirklich zu kognitivem Verfall? Oder ist sie vielleicht eine frühe Folge davon?

Zukünftige Therapieansätze könnten auf die gezielte Wiederherstellung eines gesunden oralen Mikrobioms abzielen, etwa durch spezielle Probiotika. Das Ziel ist klar: Zahnärztliche Prophylaxe soll fester Bestandteil eines umfassenden Demenz-Präventionskonzepts werden.

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