Multiverse kauft StackFuel für KI-Offensive in Deutschland
27.01.2026 - 11:56:16Der britische Edtech-Riese Multiverse übernimmt den Berliner Trainingsanbieter StackFuel. Mit der milliardenschweren Transaktion will das Unternehmen die deutsche Wirtschaft bei der Qualifizierung für Künstliche Intelligenz voranbringen.
Die Übernahme markiert den strategischen Markteintritt des britischen EduTech-Unicorns in Europa größte Volkswirtschaft. Multiverse, 2016 von Euan Blair gegründet und mit einer Bewertung von rund 1,7 Milliarden US-Dollar, baut damit seinen europäischen Fußabdruck massiv aus. Das gemeinsame, ehrgeizige Ziel: 100.000 deutsche Arbeitnehmer in KI- und Datenkompetenzen schulen.
Deutscher Markt im Fokus
Für Multiverse ist der Kauf von StackFuel ein entscheidender Schritt. Bisher war das Unternehmen vor allem in Großbritannien und den USA aktiv. Mit dem Berliner Unternehmen übernimmt es nun eine etablierte Infrastruktur in Deutschland – inklusive der wertvollen AZAV-Zertifizierung der Bundesagentur für Arbeit.
StackFuel hat sich unter den Gründern Leo Marose und Stefan Berntheisel als führender Anbieter für Online-Daten- und KI-Trainings einen Namen gemacht. Zu den Kunden zählen Konzerne wie Mercedes-Benz, IAV und Telefónica. Beide Gründer werden im fusionierten Unternehmen im Senior Leadership Team verbleiben und die Expansion leiten.
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Wettlauf gegen den Fachkräftemangel
Der Deal kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Deutsche Unternehmen drängen darauf, KI in ihre Prozesse zu integrieren. Studien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen: Die effektive Nutzung von KI könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in den nächsten 15 Jahren um bis zu 4,5 Billionen Euro steigern.
Doch dieses Potenzial bleibt ungenutzt, wenn das nötige Know-how fehlt. „Die Ausstattung der Belegschaft für das KI-Zeitalter ist eine wirtschaftliche Priorität“, betonte Multiverse-CEO Euan Blair. Die Partnerschaft soll StackFuels Erfolgsmodell – mit einer Abschlussquote von 92 Prozent – nun massiv skalieren.
Zwei Kompetenzen verschmelzen
Die Fusion vereint zwei komplementäre Ansätze: Multiverse bringt sein „Applied Learning“-Modell mit Fokus auf Ausbildung und Lernen am Arbeitsplatz ein. StackFuel steuert seinen datenzentrierten Lehrplan bei. „Zusammenzuarbeiten gibt uns die Ressourcen, um in der nötigen Geschwindigkeit und im erforderlichen Umfang auszubilden“, so StackFuel-CEO Leo Marose.
Analysten sehen den Zeitpunkt als ideal. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels setzen Unternehmen zunehmend auf die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter statt auf externe Rekrutierung. Die Kombination aus lokalisiertem Content und globaler Plattform könnte deutschen Firmen eine umfassende Lösung bieten.
Konsolidierung im Edtech-Markt
Für Multiverse ist dies der nächste strategische Kauf. Erst im April 2024 übernahm das Unternehmen das US-Rekrutierungssoftware-Unternehmen Searchlight. Der Kauf von StackFuel unterstreicht nun den Aufbau einer paneuropäischen Präsenz mit Deutschland als Drehscheibe.
Der Edtech-Sektor konsolidiert sich, während Anbieter ganzheitliche Lösungen für Corporate Training anbieten wollen. Mit einem starken Standbein in Deutschland kann Multiverse künftig aggressiver mit anderen globalen Playern im Bereich Corporate Learning konkurrieren.
Die erweiterten Trainingsprogramme sollen sofort starten und sowohl Großkonzerne als auch den für Deutschland so wichtigen Mittelstand ansprechen. Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell deutsche Unternehmen diese neuen Lernmodelle in ihre Digitalisierungsstrategien integrieren. Im globalen Wettlauf um KI-Kompetenz könnte die Fähigkeit, Belegschaften schnell zu qualifizieren, über die wirtschaftliche Zukunft ganzer Volkswirtschaften entscheiden.
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