Mütter-Burnout 2025: Warum der Advent zur Gefahr wird
30.11.2025 - 20:09:12Mütter in Deutschland steuern auf einen Burnout-Höhepunkt zu. Aktuelle Studien der Medizinischen Hochschule Hannover und großer Krankenkassen belegen: Die Vorweihnachtszeit wird für viele Eltern zur psychischen Belastungsprobe.
Die Datenlage ist eindeutig: 63 Prozent der Mütter tragen die Hauptverantwortung für das Familienmanagement. Noch dramatischer fällt die psychische Bilanz aus. Laut der Pronova BKK Familienstudie stufen 55 Prozent der Mütter ihr Burnout-Risiko als “mäßig bis hoch” ein. Bei den Vätern sind es lediglich 46 Prozent.
Experten sehen einen kumulativen Effekt. Die Reserven sind nach einem fordernden Jahr aufgebraucht, während die Erwartungen an das perfekte Weihnachtsfest steigen.
Die unterschätzte Gefahr: Innere Ansprüche
Eine Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) brachte im Spätsommer überraschende Ergebnisse. Die Elternrolle ist der größte Einflussfaktor auf die mentale Gesundheit von Müttern – noch vor finanziellen Sorgen oder beruflichem Stress.
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Mütter, die sich in ihrer Rolle unsicher fühlen, weisen ein signifikant höheres Stresslevel auf. Angststörungen machen 21 Prozent der diagnostizierten mentalen Störungen aus. Der selbstgebastelte Adventskalender wird so zur psychischen Belastungsprobe.
Generation Perfektion unter Druck
Besonders betroffen ist die jüngere Elterngeneration. Zwei Drittel der “Generation Z” leiden unter Versagensängsten. “Junge Eltern haben oft den Anspruch, alles perfekt zu machen”, erklärt Familienpsychologin Nina Grimm. “Dieser Perfektionismus kollidiert im Dezember frontal mit der Realität.”
Die Diskrepanz zwischen Instagram‑Ideal und Familienalltag wird zum toxischen Stressfaktor. Verschütteter Kakao, überdrehte Kinder und Zeitmangel lassen das Selbstbild bröckeln.
Strukturelles Problem statt Einzelschicksal
Das Müttergenesungswerk feiert 2025 sein 75-jähriges Bestehen – und warnt vor einer Versorgungslücke. Zwei Millionen Mütter gelten als kurbedürftig, doch nur 50.000 pro Jahr nehmen tatsächlich an Maßnahmen teil.
Die “Sandwich-Generation”, die Kinderbetreuung und Pflege vereint, braucht mehr als Entspannungstipps. Strukturelle Entlastung und medizinische Rehabilitation werden dringend benötigt.
Drei Strategien gegen den Dezember-Stress
Was können betroffene Mütter tun? Experten empfehlen konkrete Schritte:
- Standards senken: “Gut genug ist das neue Perfekt” – wissenschaftlich belegt schützt diese Einstellung vor Depressionen
- Mental Load sichtbar machen: Aufgaben komplett abgeben, inklusive Planungsverantwortung
- Hilfe annehmen: Bei chronischer Erschöpfung den Hausarzt konsultieren
Die wichtigste Empfehlung für den ersten Advent? Füße hochlegen und das Chaos einfach mal Chaos sein lassen.
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