München: Aussterbende Kaufhäuser werden zu neuen Stadtquartieren
24.01.2026 - 22:32:12Ehemalige Warenhäuser in München verwandeln sich in lebendige Stadtviertel. Getrieben durch Insolvenzen und verändertes Konsumverhalten entstehen an zentralen Standorten wie Hauptbahnhof und Stachus gemischte Nutzungskonzepte. Statt reiner Verkaufsflächen kombiniert man nun Einzelhandel, Büros, Gastronomie und Wohnen.
Die Krise des traditionellen Warenhausmodells beschleunigte diesen Wandel. Die Insolvenz der Signa Holding, Eigentümerin vieler dieser Immobilien, zwang zum Umdenken. Die neuen Konzepte setzen auf Durchlässigkeit und sollen Orte der Begegnung werden. Kann diese Vielfalt die Innenstadt gegen den Online-Handel stärken?
Flaggschiffprojekt: Das “Tietz” am Hauptbahnhof wird neu gedacht
Eines der bedeutendsten Projekte ist das Areal des ehemaligen Karstadt am Hauptbahnhof. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude von 1905 wird saniert. Ein Erweiterungsbau aus den 1970ern weicht einem Neubau nach Plänen von David Chipperfield Architects.
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Der Stadtrat ebnete Ende 2025 den Weg für den Bebauungsplan. Geplant ist ein Quartier mit:
* Schwerpunkt auf Büroflächen
* Modernem Einzelhandel im Erdgeschoss
* Neuen Fußwegen und öffentlichen Dachgärten
Nach der Signa-Insolvenz steht die Immobilie zum Verkauf. Ein neuer Investor könnte frischen Schwung in die Realisierung bringen.
Neuer Glanz am Stachus: Aus Kaufhof wird Mixed-Use-Juwel
Auch der ehemalige Galeria Kaufhof am Stachus, seit 2022 leer, wird umgestaltet. Bis voraussichtlich 2026 entsteht in dem Denkmal aus den 1950ern ein modernes Mehrzweckgebäude.
Die Pläne von Steidle Architekten sehen auf 23.000 Quadratmetern vor:
* Einzelhandel und Gastronomie
* Flexible Büro- und Coworking-Flächen
* Ein Boutique-Hotel
Ein Highlight wird die öffentliche Dachterrasse im neunten Stock. Sie soll ein neuer Anziehungspunkt werden. Die historische Fassade bleibt erhalten, während das Innere komplett modernisiert wird.
Weitere Hotspots: Rotkreuzplatz und Neuhauser Straße
Die Transformation erfasst auch andere Lagen. Am Rotkreuzplatz wurde das ehemalige Kaufhof-Gebäude zum Verkauf gestellt. Pläne für ein Mischkonzept mit Einzelhandel, Büros und Wohnungen liegen bereits vor. Berichten zufolge wurde mit der OFB Projektentwicklung ein Käufer gefunden.
Ein bereits realisiertes Vorbild ist das ehemalige Karstadt Sports in der Neuhauser Straße. Im heutigen “Herzog Max”-Gebäude sind im Erdgeschoss Läden und Gastronomie eingezogen, die oberen Etagen dienen als moderne Büros.
Ein Paradigmenwechsel für die Innenstadt
Die Umnutzung markiert einen tiefgreifenden Wandel. Galten große Warenhäuser einst als unangefochtene Ankerpunkte, zwingt ihr Niedergang zum Umdenken. Experten sehen in der gemischten Nutzung eine große Chance.
Die Kombination aus Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Freizeit schafft lebendigere Quartiere, die zu verschiedenen Tageszeiten belebt sind. Das steigert die Attraktivität und diversifiziert das wirtschaftliche Risiko für Eigentümer. Die Stadt München begleitet den Prozess aktiv und setzt städtebauliche Ziele durch.
Münchens City erfindet sich neu
Die kommenden Jahre sind entscheidend. Während der Umbau am Stachus einen konkreten Zeitplan hat, hängt die Geschwindigkeit bei den ehemaligen Signa-Immobilien vom Verkauf an neue Investoren ab.
Für Bürger und Besucher ändert sich das Stadtbild: Geschlossene Konsumfassaden weichen offeneren, zugänglicheren Gebäuden. Langfristig könnte diese Entwicklung die Münchner Innenstadt widerstandsfähiger machen. Die Revitalisierung der Kaufhaus-Ikonen wird zum Prüfstein für die Zukunftsfähigkeit deutscher Innenstädte.
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