MSI MPG Ai1600TS: Netzteil mit aktiver Schutzschaltung gegen GPU-Brandgefahr
10.01.2026 - 11:30:12MSI präsentiert auf der CES 2026 ein revolutionäres 1600-Watt-Netzteil mit Echtzeit-Überwachung, das gefürchtete Kabelbrandschäden bei Highend-Grafikkarten verhindern soll.
Las Vegas – Ein Albtraum für jeden PC-Enthusiasten: Schmelzende Stromanschlüsse an teuren Grafikkarten. Dem will der Hardware-Hersteller MSI jetzt mit einem intelligenten Netzteil ein Ende setzen. Der neue MPG Ai1600TS Titanium PCIE5 führt eine aktive Sicherheitstechnologie namens GPU Safeguard+ ein. Sie soll kritische Zustände erkennen, bevor es zu teuren Schäden kommt.
Das Herzstück des neuen Flaggschiffs ist das GPU Safeguard+-System. Es überwacht in Echtzeit die Stromverteilung über jeden einzelnen Pin der modernen 12V-2×6-GPU-Stromkabel. Erkennt die integrierte Elektronik Unregelmäßigkeiten – etwa durch einen nicht richtig eingesteckten Stecker –, startet es eine mehrstufige Reaktion.
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Zuerst warnt eine Software im MSI Center den Nutzer. Parallel ertönt ein akustischer Alarm direkt aus dem Netzteilgehäuse. Entwickeln sich die Messwerte in einen kritischen Bereich, schaltet sich das System nach spätestens drei Minuten automatisch ab. So soll verhindert werden, dass Hitzeentwicklung die teure Hardware zerstört.
Die Entwicklung ist eine direkte Antwort auf den immensen Stromhunger der nächsten GPU-Generation. Auf der CES wurden kommende Grafikkarten wie die NVIDIA GeForce RTX 5090 gezeigt. Spezielle Modelle wie die “Lightning Z” sollen unter Volllast bis zu 1.000 Watt ziehen können – eine enorme Belastung für die Stromversorgung.
Server-Technik für den Gaming-PC
Neben der Sicherheitsfunktion setzt MSI bei den verbauten Komponenten neue Maßstäbe. Das Netzteil verwendet Infineon SiC-MOSFETs (Siliziumkarbid). Diese Bauteile sind sonst vor allem in Server- und Industrieanwendungen zu finden. Der Vorteil: Sie reduzieren die Abwärme um etwa zehn Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen. Das trägt zur hohen Effizienz bei, die mit der 80 PLUS Titanium-Zertifizierung bestätigt wird.
Die vollständig digitale Architektur ermöglicht eine präzise Spannungsregelung. Japanische Kondensatoren, spezifiziert für 105°C, sollen auch unter Dauerlast für Zuverlässigkeit sorgen. Mit zwei nativen 12V-2×6-Anschlüssen ist das Netzteil für Multi-GPU-Setups oder extreme Highend-Karten ohne Adapterkabel gerüstet.
Vernetzung und Daten für Enthusiasten
Das “S” im Modellnamen steht für die Software-Integration. Über eine USB-Verbindung zum Mainboard kommuniziert das Netzteil mit der MSI-Center-Software. Dort können Anwender Echtzeitdaten wie Wirkungsgrad, Lüfterdrehzahl und Stromaufnahme pro Stromschiene einsehen. Ein Logbuch protokolliert alle Leistungsereignisse – eine wertvolle Hilfe bei der Fehlersuche.
Für Nutzer, die auf das Software-Monitoring verzichten können, bietet MSI parallel die Modelle MAG A1200PLS und A1000PLS an. Sie verfügen über eine abgespeckte “Safeguard”-Version mit akustischem Alarm und Abschaltfunktion, aber ohne die umfangreiche Datensammlung.
Marktstart und Perspektive
Die Einführung des MPG Ai1600TS fällt in eine Phase, in der sich die ATX-3.1- und PCIe-5.1-Standards etablieren. Der 12V-2×6-Anschluss selbst war bereits eine Reaktion auf Probleme des Vorgängers 12VHPWR. MSIs aktive Überwachung geht nun einen Schritt weiter. Branchenbeobachter halten es für möglich, dass solche intelligenten Schutzschaltungen bald zum Premium-Standard für Workstations und Enthusiasten-PCs werden.
Ein konkreter Veröffentlichungstermin und regionale Preise nannte MSI bis zum 10. Januar noch nicht. Der Marktstart ist für das erste Quartal 2026 geplant, zeitlich abgestimmt auf die Verfügbarkeit der nächsten Grafikkarten-Generation.
Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend: Netzteil-Hersteller müssen über reine Leistungsangaben hinausdenken. Angesichts stetig steigender Stromaufnahmen – Stichwort 1.000-Watt-Grafikkarte – wird intelligenter Schutz immer wichtiger. Konkurrenten dürften noch in diesem Jahr mit ähnlichen Technologien nachziehen. Was heute ein exklusives Feature ist, könnte morgen schon zur Pflicht für jeden Spitzen-Gaming-PC werden.
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