Motorola, Razr

Motorola Razr Fold: Vom Klapp- zum Falt-Handy

07.01.2026 - 03:12:12

Motorola wagt den Sprung in den Markt für große Falt-Handys und stellt dem Galaxy Z Fold Konkurrenz.

Las Vegas – Der Smartphone-Hersteller Motorola hat auf der Technikmesse CES 2026 eine strategische Kehrtwende vollzogen. Mit dem neuen Motorola Razr Fold steigt das Unternehmen offiziell in den hart umkämpften Markt für großformatige Falt-Handys ein. Damit verlässt es die Nische der kompakten Klapphandys und greift etablierte Rivalen wie Samsung und Google direkt an.

Der Name „Razr“ stand jahrelang für elegante Klapphandys. Mit der Vorstellung des Razr Fold am 6. Januar in Las Vegas dehnt Motorola die Marke nun auf horizontale Faltgeräte aus, die für Produktivität konzipiert sind. Das Gerät verfügt über ein 6,6 Zoll großes Außendisplay, das im geschlossenen Zustand ein normales Smartphone-Erlebnis bietet. Aufgefaltet entfaltet sich ein riesiges 8,1 Zoll großes 2K-LTPO-Innendisplay – eine Leinwand in Tablet-Größe. Die Maße positionieren das Razr Fold damit direkt gegen die aktuellen Großformat-Faltphones und bieten mehr Bildschirmfläche als viele Alternativen.

Hardware für Profis und Kreative

Besonderes Augenmerk legt Motorola auf die Kameraausstattung, ein häufiger Schwachpunkt bei Falt-Handys. Das Razr Fold setzt auf ein dreifaches 50-MP-Rückkamera-System:
* Einen 50-MP-Hauptsensor mit Sony-LYTIA-Technologie.
* Ein 50-MP-Ultraweitwinkel- und Makro-Objektiv.
* Ein 50-MP-Periskop-Teleobjektiv mit 3-fachem optischem Zoom.

Diese durchgängig hochauflösende Ausstattung zielt auf vielseitige Content-Erstellung ab. Zudem präsentierte Motorola den Moto Pen Ultra, einen kompatiblen Stift. Damit adressiert das Unternehmen gezielt Geschäftsanwender und Kreative, die präzise Eingaben benötigen – ein Feature, das Samsung erfolgreich etabliert hat.

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KI und ein reifer Markt

Das Razr Fold wird mit einer Reihe von KI-Tools ausgeliefert, die die große Bildschirmfläche optimal nutzen sollen. Funktionen wie „Flexible Layouts“ sollen Multitasking effizienter machen. Die Markteinführung 2026 kommt spät: Samsung und Google haben den Markt bereits geprägt. Doch Analysten sehen die Strategie als notwendige Evolution. Motorola hat mit seinen Klapphandys zwar einen bedeutenden Marktanteil erobert, das Premium-Segment der großen Faltgeräte aber bislang links liegen lassen. Durch die Nutzung des starken Razr-Namens hofft das Unternehmen, bestehende Kunden zu halten, die mehr Bildschirmfläche benötigen.

Verfügbarkeit und Ausblick

Motorola gab bekannt, dass das Razr Fold „noch in diesem Jahr“ auf den Markt kommen soll. Konkrete Preise und regionale Verfügbarkeit sind noch nicht bestätigt. Angesichts der Top-Spezifikationen rechnen Marktbeobachter mit einem Preis auf Flaggschiff-Niveau, der die 1.700-Euro-Marke überschreiten dürfte. Die größte Herausforderung für Motorola wird nun sein, die Software optimal auf das neue Großformat anzupassen – eine Hürde, an der schon andere Hersteller gescheitert sind. Weitere Details zum Prozessor und zur Akkukapazität werden in den kommenden Monaten erwartet.

@ boerse-global.de