Monkey 47 Gin im Test: Warum dieser Schwarzwald-Gin gerade alle anderen in den Schatten stellt
02.01.2026 - 07:55:12Wenn Gin plötzlich nach nichts schmeckt
Stell dir vor: Samstagabend, Freunde sind da, die Playlist sitzt, das Eis klirrt im Glas. Du greifst zur schicken Gin-Flasche, die du neulich im Angebot mitgenommen hast. Tonic drauf, Limette rein, kurz anstoßen, ein Schluck – und dann: Flaute. Ein bisschen Wacholder, etwas Bitterkeit, aber vor allem eins – Langeweile.
Genau hier beginnt das eigentliche Problem in der modernen Gin-Welt: Es gibt inzwischen hunderte Marken, hübsche Etiketten ohne Ende, Limited Editions mit Goldfolie und Samtkarton. Aber wie viele davon bleiben dir wirklich im Gedächtnis, wenn du die Augen schließt? Wie viele haben einen Charakter, den du wiedererkennst – blind im Tasting, im Longdrink, im Negroni?
Die ehrliche Antwort vieler Gin-Fans auf Reddit, in Foren und unter YouTube-Kommentaren: Überraschend wenige. Und genau deswegen taucht ein Name immer wieder auf, wenn es um „Gin mit Wiedererkennungswert“ geht: Monkey 47.
Die Lösung aus dem Schwarzwald: Monkey 47 Gin
Monkey 47 ist nicht einfach „der mit dem Affen auf der Flasche“. Es ist ein Dry Gin aus dem Schwarzwald, der mit 47 Botanicals und 47% Vol. antritt, um genau dieses Problem zu lösen: Er will nicht im Tonic verschwinden, sondern im Glas eine eigene Geschichte erzählen. Und zwar eine ziemlich laute.
Seit Jahren ist Monkey 47 in Blindverkostungen, Blogs und YouTube-Reviews ein Dauerbrenner. Während viele Gins nett, gefällig und austauschbar sind, wird dieser Gin fast immer so beschrieben: intensiv, komplex, eigenständig. Kein Zufall – sondern das Ergebnis einer ziemlich radikalen Produktphilosophie.
Hergestellt wird Monkey 47 im Schwarzwald, mit regionalem Quellwasser und einer ungewöhnlichen Botanical-Mischung, die klassische Wacholdernoten mit floralen, fruchtigen und kräuterigen Aromen kombiniert. Hinter der Marke steht heute der Spirituosenkonzern Pernod Ricard S.A. (ISIN: FR0000120693), der für internationale Premiumbrands bekannt ist – doch die Rezeptur und der Charakter des Gins bleiben bewusst eigen.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Lass uns ehrlich sein: Monkey 47 ist kein Schnäppchen-Gin. Du zahlst bewusst mehr als für Standardware aus dem Supermarkt-Regal. Also muss er im Alltag liefern – nicht nur im Marketing.
- 47 Botanicals – was bringt dir das?
Auf dem Papier klingt es wie eine Zahl fürs Etikett. In der Realität bedeutet es: Du bekommst keinen plumpen Wacholder-Hammer, sondern ein vielschichtiges Aromaspiel. Beerige Noten, Zitrus, Kräuter, florale Nuancen – perfekt, wenn du Gin nicht nur „mit Tonic runterspülen“, sondern wirklich schmecken willst. - 47% Vol. Alkohol – mehr als nur „stärker“
Der höhere Alkoholgehalt ist kein Macho-Move, sondern sorgt dafür, dass die Aromen im Drink nicht vom Tonic verwässert werden. Gerade im Gin & Tonic oder Negroni bleibt Monkey 47 präsent, wo andere Gins abtauchen. - Schwarzwald-DNA – nicht nur ein Marketing-Gag
Ein Teil der Botanicals stammt aus dem Schwarzwald, kombiniert mit exotischen Zutaten. Ergebnis: ein klarer, kühler Kern in der Aromatik, der hervorragend mit klassisch bitteren oder herben Komponenten wie Tonic oder Vermouth harmoniert. - Unverwechselbares Aroma – Wiedererkennungswert im Glas
Viele Nutzer beschreiben auf Reddit und in Tastings denselben Eindruck: „Blind erkenne ich Monkey 47 sofort“. Wenn du einen Gin suchst, der nicht nur „auch ganz gut“ ist, sondern eine eigene Signatur hat, liegst du hier richtig. - Vielseitig mixbar – aber kein Background-Statist
Monkey 47 funktioniert im Gin & Tonic, aber auch in anspruchsvolleren Drinks wie Negroni, Martini oder Gin Sour. Er bringt dabei so viel Charakter mit, dass du im Grunde mit sehr wenigen Zutaten beeindruckende Drinks bauen kannst. - Premium-Flasche – Geschenk, das Eindruck macht
Die kleine Apothekerflasche mit Vintage-Label ist in so vielen Wohnzimmern und Bars, weil sie sofort wiedererkannt wird. Als Geschenk wirkt sie wie ein Statement: „Ich hab mir wirklich was dabei gedacht.“
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| 47 Botanicals | Extrem komplexes Aromaprofil, das selbst erfahrene Gin-Trinker überrascht und im Tonic nicht untergeht. |
| 47% Vol. Alkohol | Intensiver Geschmack auch in gemixten Drinks, der nicht verwässert oder flach wirkt. |
| Herkunft: Schwarzwald (Deutschland) | Regionale Identität, klares Quellwasser und ein unverwechselbares Terroir im Glas. |
| Stil: Dry Gin | Trocken, ohne zugesetzte Süße – ideal für klassische Cocktails und anspruchsvolle Gin & Tonics. |
| Apothekerflasche mit Korkverschluss | Iconisches Design, wertiges Gefühl in der Hand und perfektes Geschenk für Gin-Fans. |
| Premium-Preisniveau | Qualität und Charakter, die deutlich über Standard-Supermarkt-Gins liegen – spürbar im ersten Schluck. |
| Starke Präsenz in Bars & Tastings | Bewährter Favorit von Barkeepern und Gin-Nerds – minimiert dein Risiko, daneben zu greifen. |
Das sagen Nutzer und Experten
Scrollst du durch Reddit-Threads oder YouTube-Kommentare zu Monkey 47, tauchen ein paar Begriffe ständig auf: „complex“, „unique“, „berry notes“, „one of the best“. Viele Nutzer erzählen, dass Monkey 47 der erste Gin war, bei dem sie bewusst verschiedene Aromen erkennen konnten – statt nur „Gin halt“.
Was wird geliebt?
- Die Komplexität im Glas: Viele beschreiben Noten von Preiselbeeren, Zitrus, Kräutern und floralen Akzenten – ohne dass es parfümiert wirkt.
- Performance im Gin & Tonic: Selbst mit Standard-Tonic bleibt der Gin deutlich erkennbar. Mit hochwertigen Tonics (z.B. Dry oder Mediterranean) entsteht laut vielen Reviews ein „Wow-Effekt“.
- Wiedererkennungswert: In Blindverkostungen wird Monkey 47 oft erstaunlich sicher erkannt, was in der überfüllten Gin-Welt selten ist.
- Geschenk-Faktor: Auf Social Media wird die Flasche oft als „Go-to-Geschenk“ für Gin-Liebhaber genannt, weil sie edel wirkt und fast immer gut ankommt.
Wo gibt es Kritik?
- Preis: Häufigster Kritikpunkt. Viele Nutzer sagen klar: „Teuer, aber seinen Preis wert.“ Andere sehen ihn eher als „Special Occasions“-Gin statt Daily Driver.
- Sehr aromatisch: Wer extrem klassische, geradlinige London-Dry-Profile liebt, kann Monkey 47 als „zu verspielt“ empfinden.
Expertenmeinungen aus Blogs und Tastings gehen in dieselbe Richtung: Monkey 47 wird oft als Referenz für modernen, komplexen Gin eingeordnet. Einige Bartender nutzen ihn gezielt für Signature-Drinks, weil sein Charakter Drinks eine eigene Handschrift verleiht.
Alternativen vs. Monkey 47 Gin
Natürlich ist Monkey 47 nicht der einzige Premium-Gin auf dem Markt. In derselben Liga spielen etwa Produkte wie Hendrick's, The Botanist oder Tanqueray No. Ten. Also: Warum trotzdem Monkey 47?
- Gegenüber klassischen London Dry Gins (z.B. Tanqueray, Beefeater):
Diese sind oft günstiger, geradliniger, aber auch weniger einprägsam. Wenn du „einfach einen guten Gin & Tonic“ willst, reichen sie. Wenn du einen Erlebnis-Gin willst, der im Gedächtnis bleibt, punktet Monkey 47 mit Komplexität. - Gegenüber anderen Premium-Gins:
Hendrick's hat seine Gurke-Rosen-Signatur, The Botanist seine Islay-Kräuter – Monkey 47 hingegen liefert eine dichte, beerenbetonte und kräuterige Aromatik, die sich speziell im Tonic sehr klar durchsetzt. Viele Tastings sehen ihn als eine der komplexesten Optionen im Regal. - Preis-Leistung:
Ja, Monkey 47 kostet mehr als viele Konkurrenten. Aber: Du brauchst oft weniger Menge im Drink, um dieselbe Geschmacksintensität zu erreichen. Und du bekommst einen Gin, der sowohl Bar-Standard als auch Geschenk-Statement sein kann. - Image & Story:
Während manche Marken sehr glatt und global wirken, erzählt Monkey 47 bewusst die Geschichte vom Schwarzwald-Gin mit britischer Navy-Anmutung und Apotheker-Flair. Für viele Käufer ist das ein zusätzlicher emotionaler Trigger – gerade im DACH-Markt.
Am Ende hängt die Wahl von deinem Use Case ab: Willst du deinen Haus-Gin für den schnellen Feierabend-G&T, tut es oft ein solider Mittelklasse-Gin. Willst du einen Gin, bei dem Gäste nach dem zweiten Schluck fragen: „Was IST das?“, spielt Monkey 47 seine Stärken aus.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Monkey 47 ist kein Gin für nebenbei. Er ist kein „läuft schon“-Produkt, das man schnell in den Einkaufswagen wirft. Er ist eine bewusste Entscheidung: für intensiven Geschmack, für einen klaren Charakter im Glas und für eine Flasche, die nicht im Barregal verschwindet.
Wenn du Gin vor allem mit Tonic mischst und dir wichtig ist, dass der Gin wirklich durchkommt, bekommst du mit Monkey 47 eine der spannendsten Optionen auf dem Markt. Wenn du gerne neue Aromen entdeckst, dich an feinen Nuancen erfreust und auch mal pur oder im Martini degustierst, wirst du sehr wahrscheinlich verstehen, warum dieser Schwarzwald-Gin so kultisch verehrt wird.
Ja, er kostet mehr. Aber statt drei durchschnittliche Flaschen zu kaufen, die alle gleich schmecken, könntest du eine Flasche kaufen, die du nicht vergisst. Am Ende bleibt nur eine Frage: Willst du einfach nur Gin – oder eine Geschichte im Glas?


