Mohn und Sesam: Die neuen Calcium-Champions
04.01.2026 - 15:23:12Mohn und Sesam liefern mehr Calcium als Milch. Während der Veganuary-Trend boomt, rücken die Saaten als natürliche Lösung für die pflanzliche Mineralstoffversorgung in den Fokus. Ernährungsexperten warnen vor der „Calcium-Lücke“ bei unangereicherten Milchalternativen.
Die versteckte Gefahr im Pflanzen-Trend
Der Markt für Hafer- und Mandeldrinks wächst rasant. Doch viele dieser pflanzlichen Alternativen enthalten von Natur aus kaum Calcium. Während Kuhmilch konstant etwa 120 mg pro 100 ml liefert, liegen unangereicherte Drinks oft nahe null. Diese Lücke könnte Millionen von Menschen betreffen, die im Rahmen des „Veganuary“ auf tierische Produkte verzichten. Die Lösung kommt nicht aus dem Labor, sondern vom Feld.
Mohn: Der unterschätzte Spitzenreiter
Schlafmohn ist die unangefochtene Nummer eins unter den pflanzlichen Calciumquellen. Mit bis zu 1.460 mg pro 100 Gramm übertrifft er den Mineralstoffgehalt von Milch um mehr als das Zehnfache.
- Bereits zwei Esslöffel (20 g) liefern fast ein Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.
- Die Lebensmittelbranche reagiert: Mohn findet sich zunehmend in Energy Balls, Smoothies und sogar als eigene „Poppy Milk“.
- Ein entscheidender Tipp: Frisch gemahlen oder gequetscht ist Mohn besser verdaulich, da so die harte Schale aufgebrochen wird.
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Sesam: Das Kraftpaket mit Tradition
Dicht auf folgt Sesam mit 700 bis 975 mg Calcium pro 100 Gramm. Vor allem Tahini, das cremige Sesammus, wird zum Star in der veganen Küche.
Doch Vorsicht: Die Zubereitung ist entscheidend. Ungeschälter Sesam enthält mehr Calcium, aber auch mehr Oxalsäure, die die Aufnahme hemmen kann. Durch Einweichen, Rösten oder Fermentieren wird diese Säure abgebaut – die Mineralstoffe können dann besser vom Körper genutzt werden.
Die Aufnahme macht den Unterschied
Kritiker monieren oft, dass pflanzliches Calcium schlechter aufgenommen werde. Diese pauschale Aussage ist überholt. Zwar ist Calcium aus Spinat tatsächlich schlecht verfügbar, doch Mohn und Sesam zeigen bei richtiger Verarbeitung gute Werte.
Die Bioverfügbarkeit lässt sich weiter steigern:
* Kombination mit Vitamin D (z.B. durch Supplemente)
* Verzehr von oxalsäurearmem Gemüse wie Brokkoli oder Grünkohl
* Nutzung von calciumreichen Mineralwässern
Back to Origins: Der neue Markttrend
Die Renaissance der Saaten ist Teil eines größeren Trends: Verbraucher wollen „Clean Label“ und natürliche Zutaten statt synthetischer Anreicherungen. Die Nachfrage nach hochwertigem Bio-Mohn und Tahini steigt. Lebensmittelhersteller positionieren ihre Produkte bereits neu – nicht mehr nur als Geschmacksgeber, sondern explizit als natürliche Calciumquelle.
Die Botschaft ist klar: Für eine sichere Calciumversorgung ohne Milch lohnt der Blick in die Gewürzmühle. Mohn und Sesam sind die neuen Superstars auf dem Teller.


