Modupeola, Bamisade

Modupeola Bamisade: 500 Millionen Naira Betrug mit gefälschten Apple-Deals

08.01.2026 - 05:28:12

Polizei in Lagos nahm eine 35-jährige Händlerin fest, die über 100 Käufer mit nicht existierenden iPhones betrog. Sie nutzte aggressive Influencer-Werbung und unrealistische Rabatte.

Eine mutmaßliche Betrügerin hat über 100 Opfer mit nicht-existierenden iPhones und iPads um umgerechnet rund 850.000 Euro gebracht. Ihr Trick: aggressives Influencer-Marketing und unrealistische Rabatte.

Lagos – Die Polizei der nigerianischen Metropole Lagos hat eine 35-jährige Online-Händlerin festgenommen. Sie soll in einem groß angelegten Betrugssystem mehr als 100 Menschen um über 500 Millionen Naira (rund 850.000 Euro) betrogen haben. Die Verdächtige, Modupeola Bamisade, wurde diese Woche nach Ermittlungen zu einem angeblichen Betrug mit Gadget-Verkäufen über soziale Medien festgenommen.

Festnahme und Vorwürfe: Systematischer Online-Betrug

Die Behörden bestätigten die Festnahme am Donnerstag, dem 8. Januar 2026. Der Vorwurf: Bamisade habe ein ausgeklügeltes Online-Betrugssystem aufgebaut, das gezielt Käufer von Highend-Elektronik anlockte. Laut Polizeiangaben spezialisierte sie sich auf Apple-Produkte wie die neuesten iPhones und iPads, die sie über verschiedene digitale Kanäle vermarktete.

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Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Verdächtige mehr als 100 ahnungslose Käufer betrogen haben soll. Sie kassierte demnach Zahlungen für Waren, die nie geliefert wurden. Nach ihrer Festnahme suchten mehrere Opfer die Polizeidirektion auf, um die Verdächtige zu identifizieren und ihre Aussagen zu den nicht erfolgten Lieferungen zu machen.

Das System: Influencer und utopische Rabatte

Wie konnte der Betrug so lange funktionieren? Die Ermittler haben die mutmaßliche Taktik rekonstruiert. Bamisade soll gezielt Social-Media-Influencer engagiert haben, um ihre Verkäufe aggressiv zu bewerben. Dies schuf ein trügerisches Vertrauensverhältnis und enorme Reichweite. Ein Polizeisprecher erklärte, die Händlerin habe Kunden mit Apple-Produkten zu einem massiven Rabatt von 50 Prozent gelockt – einem deutlich unter dem Marktwert liegenden Preis.

Diese „zu gut, um wahr zu sein“-Strategie, kombiniert mit der Empfehlung von Social-Media-Persönlichkeiten, trieb den Traffic auf ihre Verkaufskanäle. Nach den Zahlungen folgten laut Polizei nur Verzögerungstaktiken und fadenscheinige Ausreden. Manchmal behauptete sie, Zusteller hätten niemanden angetroffen – eine Aussage, die die Opfer entschieden bestreiten.

Das Ende kam durch einen Influencer

Das Betrugssystem brach zusammen, als einer der engagierten Influencer misstrauisch wurde. Nach einer Flut von Beschwerden zahlreicher Kunden, die ihre Bestellungen nie erhielten, erstattete der Influencer selbst Anzeige bei der Polizei. Diese Meldung leitete die Ermittlungen ein, die zur Festnahme führten.

Die Dimension wird an Einzelschicksalen klar: Ein Opfer soll allein eine Million Naira für ein nie geliefertes Gerät überwiesen haben. Der Fall zeigt die Risiken des kaum regulierten Social-Media-Handels, bei dem Glaubwürdigkeit durch bezahlte Drittempfehlungen vorgetäuscht werden kann.

Kontext: Besorgniserregender Trend in Nigeria

Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe besorgniserregender Cyber-Betrugsfälle in der nigerianischen Wirtschaftsmetropole. Die Nutzung sozialer Medien als Plattform für betrügerische Geschäfte bereitet Cybersicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden zunehmend Kopfzerbrechen.

Analysten verweisen auf den „Vertrauens-Transfer“-Mechanismus: Verbraucher vertrauen einem Händler, weil sie dem Influencer vertrauen, der für ihn wirbt. Diese Schwachstelle wird von Kriminellen zunehmend ausgenutzt. Bereits Ende 2025 warnte die Polizei des Bundesstaates Ogun vor der Zunahme von Online-Betrug, darunter gefälschte Dating- und Visum-Abzocke. Ein weiterer spektakulärer Fall im August 2025 betraf ein Syndikat, das Opfer in einem Visum-Betrug um 500 Millionen Naira brachte.

Was folgt jetzt?

Die Ermittlungen dauern an, ein Gerichtsverfahren gegen Modupeola Bamisade wird in Kürze erwartet. Die Polizei von Lagos kündigte an, die Verdächtige nach Abschluss der Ermittlungen vor Gericht zu bringen. Die Behörden werden sich voraussichtlich auf die Rückerstattung der veruntreuten Gelder konzentrieren, obwohl die Aussichten auf eine vollständige Entschädigung der Opfer derzeit ungewiss sind.

Der Fall dürfte die Kontrolle des Handels über soziale Medien verschärfen und Forderungen nach strengeren Regeln für Influencer-Marketing und die Überprüfung von Online-Händlern nach sich ziehen. Die Strafverfolgungsbehörden raten Verbrauchern dringend, bei hochpreisigen Online-Transaktionen äußerste Vorsicht walten zu lassen und die Authentizität von Händlern über deren bloße Social-Media-Präsenz hinaus zu überprüfen.

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