MoCA-Test, Standard

MoCA-Test wird zum Standard für Demenz-Früherkennung

04.02.2026 - 19:31:12

Der Montreal Cognitive Assessment (MoCA) löst ältere Tests ab und erkennt leichte kognitive Beeinträchtigungen früher. Digitale Versionen sollen die Früherkennung in der Praxis weiter vereinfachen.

Der Montreal Cognitive Assessment (MoCA)-Test etabliert sich als zentrales Werkzeug für Hausärzte. Er erkennt frühe Warnzeichen einer Demenz präziser als ältere Methoden. Damit verschafft er Betroffenen wertvolle Zeit für Therapien und Planung.

Warum der MoCA-Test den alten Standard ablöst

Im Vergleich zum verbreiteten Mini-Mental-Status-Test (MMST) hat der MoCA eine entscheidende Stärke: höhere Sensitivität. Während der MMST oft erst bei fortgeschrittener Demenz anschlägt, fängt der MoCA bereits subtile Defizite ein. Der etwa 15-minütige Test prüft:
* Exekutive Funktionen
* Visuospatiale Fähigkeiten
* Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sprache

Ein Ergebnis unter 26 von 30 Punkten kann auf eine behandlungsbedürftige leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) hindeuten – eine häufige Vorstufe von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen.

Digitale Versionen beschleunigen den Check-up

Die fortschreitende Digitalisierung erfasst auch die Demenzdiagnostik. Neue Tools wie der MoCA XpressO Professional sollen den Praxisalltag entlasten. Dabei handelt es sich um einen digitalen Selbsttest, den Patienten in etwa sieben Minuten absolvieren. Eine automatisierte Auswertung liefert dem Arzt dann eine erste Einschätzung. Das Ziel: Die Hürde für ein regelmäßiges Screening weiter senken.

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Früherkennung wird zur gesellschaftlichen Notwendigkeit

Die wachsende Bedeutung standardisierter Tests wird durch die demografische Entwicklung untermauert. Steigende Fallzahlen und eine wachsende Belastung für das Gesundheitssystem machen frühes Handeln entscheidend. Der MoCA-Test, empfohlen in der maßgeblichen S3-Leitlinie „Demenzen“, bildet dafür die Grundlage.

Er ermöglicht es Hausärzten, Verdachtsfälle niederschwellig abzuklären und Patienten bei Auffälligkeiten gezielt an Spezialisten zu überweisen. Während die Forschung an KI-gestützten Sprachanalysen und neuen Therapien arbeitet, bleibt diese verlässliche Früherkennung der erste, unverzichtbare Schritt.

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