Mobile-Banking, Betrugswelle

Mobile-Banking: Neue Betrugswelle trifft Thüringer Konten

10.02.2026 - 03:51:12

Kriminelle nutzen raffinierte SMS-Tricks und psychologischen Druck, um an Bankdaten zu gelangen. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor den perfiden Methoden.

Erfurt – Eine neue Welle von Betrugsversuchen im Mobile-Banking beunruhigt aktuell Bankkunden in Thüringen. Kriminelle setzen dabei auf immer raffiniertere Methoden, um an sensible Kontodaten zu gelangen und unberechtigte Abbuchungen vorzunehmen. Verbraucherschützer und die Polizei warnen eindringlich vor den professionell gestalteten Betrugsmaschen, die vor allem auf psychologischen Druck und technische Finesse setzen.

Die derzeitige Betrugswelle zeichnet sich durch eine besonders tückische Vorgehensweise aus. Kriminelle versenden massenhaft SMS-Nachrichten, die scheinbar von der eigenen Bank stammen. In diesen Nachrichten werden Kunden unter einem Vorwand – wie einer angeblichen Kontosperrung – dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Dieser führt auf eine täuschend echte, gefälschte Login-Seite der Bank.

Eine weitere Methode ist das sogenannte „MFA-Bombing“. Dabei werden die Opfer mit einer Flut von Bestätigungsanfragen für die Zwei-Faktor-Authentifizierung überschüttet. Das Ziel: Die Kunden sollen frustriert oder verwirrt in einem unachtsamen Moment eine Anfrage bestätigen und so eine Transaktion freigeben. Experten beobachten zudem eine Zunahme von kleineren, betrügerischen Abbuchungen im höheren zweistelligen Bereich, die oft erst bei genauer Kontrolle auffallen.

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So reagieren Sie richtig bei verdächtigen Nachrichten

Angesichts der zunehmenden Betrugsfälle haben Verbraucherzentrale und Banken ihre Warnungen verschärft. Die oberste Regel lautet: Banken fordern niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe von PIN oder TAN über einen Link auf. Erhalten Sie eine solche Nachricht, sollten Sie sie sofort löschen.

Wer unsicher ist, kontaktiert seine Bank über die offiziell bekannten Kontaktwege – niemals über die in der verdächtigen Nachricht angegebene Nummer. Wer bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben hat, muss den Online-Banking-Zugang und die Karten sofort sperren lassen.

Effektiver Schutz: Prävention ist der beste Weg

Um sich zu schützen, empfehlen Experten ein Bündel von Maßnahmen. Dazu gehören:
* Regelmäßige, sorgfältige Kontrolle der Kontoauszüge
* Die Nutzung sicherer, einzigartiger Passwörter
* Die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
* Bankgeschäfte nur über vertrauenswürdige Netzwerke und die offizielle Banking-App

Bei Verdacht auf Betrug sollte neben der Information an die Bank immer auch eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Erfolg der Betrüger basiert auf einer Mischung aus technischer Raffinesse und psychologischer Manipulation. Die gefälschten Seiten sind oft kaum von echten zu unterscheiden. Die Täter erzeugen gezielt Zeitdruck oder Angst vor finanziellen Verlusten, um ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen zu verleiten.

Die zunehmende Digitalisierung schafft ein großes Angriffsziel. Ein aktueller Fall aus Schlöben zeigt die manipulative Kraft: Ein älteres Ehepaar verlor durch einen 90-minütigen Anruf eines falschen Bankmitarbeiters einen fünfstelligen Betrag. Die Methoden werden also nicht nur digital, sondern auch telefonisch immer aggressiver.

Für Bankkunden bleibt eine dauerhafte Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Nachrichten unerlässlich. Der wirksamste Schutz ist die Kombination aus technischen Sicherheitsvorkehrungen der Banken und dem umsichtigen Verhalten der Nutzer.

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