Mittelstand stellt Regierung vernichtendes Zeugnis aus
08.02.2026 - 05:09:12Deutschlands mittelständische Unternehmen sehen in der Bürokratie die größte Wachstumsbremse. Eine neue Umfrage zeigt massive Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik.
Die berühmten deutschen Mittelständler, das Rückgrat der Volkswirtschaft, haben ein vernichtendes Urteil gefällt. Laut einer aktuellen Ifo-Umfrage identifizieren sie übermäßige Bürokratie als das Haupthemmnis für Investitionen und Wachstum 2026. Für viele Firmen ist Papierkram heute ein drängenderes Problem als Steuern oder Energiepolitik.
Durchgefallen: Note 4,2 für Wirtschaftspolitik
Die am 5. Februar veröffentlichte Erhebung des Ifo-Instituts zeigt ein Bild flächendeckender Frustration. Die Unternehmen bewerten die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung mit der Durchschnittsnote 4,2 – auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). Keine einzige Branche vergab ein „Gut“.
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Durchgefallen: Note 4,2 für Wirtschaftspolitik
Wo sollen die Prioritäten liegen? Für 40,4 Prozent der Befragten steht Bürokratieabbau an erster Stelle. Steuerreformen folgen mit 37,1 Prozent, während Fachkräftesicherung (24,6%) und Energiepolitik (23,3%) nachrangig erscheinen. Die Kritik zieht sich durch alle Sektoren, von Industrie bis Dienstleistungen.
62 Milliarden Euro: Der Preis des Papierkriegs
Hinter der Unzufriedenheit stehen handfeste Kosten. Das Statistische Bundesamt beziffert die direkten Bürokratiekosten für deutsche Unternehmen auf etwa 62 Milliarden Euro jährlich. Mitarbeiter verbringen statt mit produktiver Arbeit Stunden mit Steuererklärungen, Statistiken und Umweltberichten.
Verbandsvertreter von BDI und DIHK warnen seit langem vor diesem Wettbewerbsnachteil. Eine aktuelle KPMG-Studie bestätigt: Ohne tiefgreifende Reformen sei kein Aufschwung zu erwarten. Selbst der Familienunternehmerverband stellt fest: „Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig.“
Investitionslähmung durch Genehmigungsstau
Die Bürokratie lähmt besonders Zukunftsinvestitionen. Eine Horvath-Studie vom Januar 2026 zeigt: Administrative Hürden und mangelnde Digitalisierung bremsen KI-Projekte in Mittelständlern aus. Viele Firmen reduzieren ihre Investitionen in künstliche Intelligenz.
Doch das Problem geht weiter. Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren für Industrievorhaben bleiben massive Barrieren. Gleichzeitig schaffen komplexe ESG-Regeln neue bürokratische Hürden, die insbesondere ausländische Investoren abschrecken.
Regierungsversprechen gegen Unternehmerrealität
Die Bundesregierung zeigt sich problembewusst. Im Jahreswirtschaftsbericht 2026 kündigte sie Ende Januar an, „übermäßige Bürokratie“ abbauen zu wollen. Ein konkreter Schritt: Ein Gesetzentwurf soll Berichtspflichten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) streichen.
Doch viele Mittelständler bleiben skeptisch. Die angekündigten Reformen seien nicht mutig genug, um spürbare Entlastung zu bringen. Während die Regierung für 2026 ein Wachstum von 1,0 Prozent prognostiziert, treibt vor allem öffentliche Investitionen diese Zahl. Der Außenhandel soll noch nicht als Wachstumsmotor wirken.
Wettlauf gegen die Zeit
Deutschlands Mittelstand steht 2026 an der Weggabelung. Seine Innovationskraft droht im Regelwerk zu ersticken. Ob die Stimmung sich nachhaltig erholt, hängt entscheidend davon ab, ob Deregulierungsversprechen endlich Realität werden.
Die Bewährungsprobe kommt in den kommenden Monaten: Wird die Reform des Lieferkettengesetzes zügig umgesetzt? Nimmt die Politik die hunderten Entbürokratisierungsvorschläge der Verbände auf? Ohne entschlossenes Handeln bleibt Deutschlands Wirtschaftsmotor auf Standby – gefangen im Papierkrieg statt im Wachstumsmodus.
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