Mineralölbranche, Diesel

Mineralölbranche 2025: Diesel fällt, Heizöl steigt überraschend

31.12.2025 - 13:21:12

Die österreichische Mineralölwirtschaft schließt das Jahr mit einer überraschenden Trendwende ab. Während der Dieselverbrauch deutlich sank, legte Heizöl erstmals wieder zu. Die neuen Jahresdaten zeigen eine Energiewende auf zwei Geschwindigkeiten.

Dieselverbrauch bricht um fünf Prozent ein
Der Absatz von Dieselkraftstoff fiel 2025 auf 5,41 Millionen Tonnen. Das ist ein Minus von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe sind die konjunkturelle Abkühlung und effizientere Fahrzeuge, besonders im gewerblichen Transport. Der private Verbrauch an der Tankstelle blieb dagegen stabil.

Heizöl erlebt unerwartetes Comeback
Entgegen allen Erwartungen stieg der Heizölabsatz um 2,3 Prozent auf 712.000 Tonnen. Experten sehen darin einen Nachholeffekt: Nach dem massiven Preisrutsch 2024 füllten viele Haushalte 2025 ihre nahezu leeren Tanks wieder auf. Für eine echte Renaissance der Ölheizung ist es aber wohl zu früh.

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Während Diesel verliert, hält sich der Benzinverbrauch hartnäckig. Er stieg leicht um 0,8 Prozent auf 1,68 Millionen Tonnen. Diese Stabilität wirft eine Frage auf: Warum schlägt die Elektromobilität nicht stärker auf den Verbrauch durch?

Die Antwort liefern die Zahlen selbst. Der Umstieg auf E-Autos verläuft langsamer als erhofft. Zudem stützten stabile Kraftstoffpreise trotz höherer CO₂-Abgabe die Nachfrage. Der “große Umbruch” an den Tankstellen lässt weiter auf sich warten.

Eine Ära endet: Aus FVMI wird FVEK

Mit dem Jahreswechsel vollzieht die Branche einen symbolträchtigen Schritt. Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) heißt ab morgen Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK).

Die Umbenennung ist mehr als Kosmetik. Sie spiegelt die Transformation der Mitgliedsunternehmen wider, die zunehmend in Zukunftstechnologien investieren:
* Wasserstoff
* Synthetische E-Fuels
* Geothermie

Der Verband betont so seinen Anspruch, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig den Energieumbau voranzutreiben.

Was die Daten wirklich bedeuten

Die Bilanz für 2025 offenbart die praktischen Hürden der Energiewende. Der Gesamtkraftstoffverbrauch sank zwar, aber nicht schnell genug für die Klimaziele.

Der Dieselrückgang wirkt wie ein Fieberthermometer für die Wirtschaft. Das Heizöl-Plus zeigt dagegen, wie sensibel Verbraucher auf Preise reagieren. Fossile Energieträger bleiben attraktiv, solange sie als günstige Alternative wahrgenommen werden.

Für 2026 erwarten Analysten einen weiter sinkenden Dieselverbrauch. Beim Heizöl könnte sich der Absatz nach dem Lageraufbau wieder normalisieren. Eines ist klar: Fossile Energieträger bilden auch im neuen Jahr noch das Rückgrat der Versorgung – auch wenn der Name des Verbands jetzt moderner klingt.

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