Mindfuck auf Leinwand: Warum Michaël Borremans gerade der gruseligste Kunst-Hype der Welt ist
12.01.2026 - 12:42:34Alle reden über diese Bilder – aber so richtig versteht sie keiner. Genau das ist der Kick bei Michaël Borremans: Auf den ersten Blick schöne, altmeisterliche Gemälde. Auf den zweiten Blick: Albtraum in Zeitlupe. Und genau dafür bezahlen Sammler inzwischen Millionen.
Wenn du auf Kunst stehst, die wie ein stiller Horrorfilm aussieht, bist du hier richtig. Wenn du eher Insta-Pretty suchst: Auch dann solltest du bleiben – weil Borremans einer der spannendsten Blue-Chip-Maler der Gegenwart ist.
Das Netz staunt: Michaël Borremans auf TikTok & Co.
Borremans ist kein Lautsprecher-Influencer, aber seine Kunst hat maximalen Internet-Impact. Seine Gemälde sehen aus wie alte Meister – weiches Licht, perfekte Posen – und dann merkst du: Da stimmt irgendwas überhaupt nicht. Gesichter verschwinden, Körper wirken puppenhaft, Situationen total unklar.
Genau diese Mischung aus ästhetisch und unheimlich macht seine Werke ultra-instagrammable und perfekt für Reaction-Videos. Auf Social Media werden seine Bilder oft mit Captions wie "Why is this so unsettling?" oder "Pretty but cursed" geteilt. Kunst-Nerds feiern ihn als Maler der unterschwelligen Angst, andere fragen: "Ist das noch Malerei oder schon psychologischer Horror?"
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Online dominiert vor allem der Vibe: Hyperrealistische Langeweile, die kippt. Stillleben mit Gänsehaut. Perfekt für Slideshows, Moodboards und Dark-Academia-Feeds.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Borremans ist seit Jahren ein gefeierter Museumsstar, aber ein paar Werke stechen raus – stilistisch und markttechnisch. Drei Must-Knows für dein Kunst-Game:
- "The Angel"
Ein einzelnes Mädchen in dunklem Kleid, frontal, leicht steif, der Blick irgendwo zwischen unschuldig und creepy – und das Gesicht mit schwarzer Farbe maskiert. Altmeisterliche Malerei trifft auf hochpolitische Lesart. Das Bild sorgte international für Diskussionen, weil es Fragen nach Rassismus, Projektion und Blickmacht aufreißt. Optisch ein absoluter Showstopper in jedem Feed, inhaltlich alles andere als leichte Kost. - "The Preserver"
Einer der Rekordbringer auf Auktionen. Wir sehen eine seltsam zeitlose Figur, sorgfältig inszeniert, als hätte jemand ein Film-Still aus einem Traum gemalt. Typisch Borremans: Neutraler Ausdruck, maximale Spannung. Das Werk gilt als Signature Piece für seinen Stil – klasse Beispiel, warum Sammler seine Bilder als "stillen Mindfuck" lieben. - Serien wie "Fire from the Sun" & filmische Arbeiten
Hier wird es besonders heftig: Kleine nackte Kinder, Blutspuren, bizarre Szenen – alles in weichem, fast süßem Licht gemalt. Diese Serie löste online immer wieder Kontroversen aus, weil viele zwischen kritischer Bildsprache und "zu viel Provokation" schwanken. Parallel dazu produziert Borremans Videoarbeiten, die wie bewegte Gemälde wirken: langsame Kamerafahrten, seltsame Rituale, pure Unruhe. Perfektes Material für YouTube-Essays und TikTok-Analyse-Clips.
Generell erkennst du ihn sofort: gedeckte Farben, Retro-Vibes, Figuren wie aus einem alten Werbeprospekt – nur, dass du den Eindruck hast, gleich passiert etwas richtig Schlimmes. Dieses "kurz vorm Horrorfilm"-Gefühl ist sein Markenzeichen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Falls du dich fragst, ob das nur Kunst-Hype oder ernstzunehmendes Investment ist: Die Auktionshäuser geben eine klare Antwort. Michaël Borremans ist Blue Chip.
Zu den höchsten bekannten Preisen gehören:
- Mehrere Gemälde übersprangen die Millionen-Grenze bei großen Auktionen, unter anderem bei Sotheby's und Christie's. Ein zentrales Leinwandwerk wie "The Preserver" erzielte einen Millionen-Hammer und machte klar: Wer früh gekauft hat, sitzt heute auf einem echten Wertmonster.
- Auch andere Hauptwerke aus den 2000er- und 2010er-Jahren liegen im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich, je nach Motiv, Größe und Provenienz.
- Zeichnungen und kleinere Arbeiten sind günstiger, aber ebenfalls deutlich im High-End-Segment – nichts, was man locker nebenbei mitnimmt.
Wichtig: Die genauen Summen schwanken, aber der Trend ist eindeutig nach oben gegangen. Langfristig wird Borremans von vielen Marktbeobachtern als stabiler Name mit solider Museumpräsenz und internationaler Sammlerschaft gewertet – also eher Blue Chip als kurzfristiger Hype.
Seine Karriere-Story unterstreicht das: Geboren in Belgien, erst als Technischer Zeichner unterwegs, dann vergleichsweise spät zur Malerei gewechselt. Anfangs arbeitete er noch als Ausstellungstechniker, bis seine eigenen Bilder in Belgien und schnell danach in Europa, USA und Asien durchstarteten. Heute hängt er in großen Museen und Top-Sammlungen, ist Stammkünstler der renommierten Galerie Zeno X und gilt als einer der wichtigsten Maler seiner Generation.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst die Gänsehaut nicht nur auf dem Screen, sondern direkt vor der Leinwand? Gute Idee. Bei Borremans funktionieren die Details, die Oberflächen und das Licht im Original noch mal ganz anders als im Feed.
Check zuerst die Galerie, die ihn seit Jahren vertritt:
Außerdem lohnt ein Blick auf die offizielle Künstlerseite für News, Projekte und Kataloge:
Viele seiner größeren Werke befinden sich heute in Museen und Privatsammlungen weltweit. Wenn gerade eine neue Museumsschau oder Einzelausstellung angekündigt wird, findest du die Infos in der Regel dort zuerst.
Wichtig für deinen Ausstellungs-Plan: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich eindeutig und exklusiv auf Michaël Borremans konzentrieren und offiziell terminiert sind. Es kann sein, dass Werke von ihm in Gruppenausstellungen oder Sammlungspräsentationen hängen – die genauen Details ändern sich aber schnell und sind am besten über Museumskalender und Galerieseiten zu checken.
Wenn du also einen Städtetrip planst: Schau vorher bei den großen Häusern und oben genannten Links vorbei. Es lohnt sich, für ein einziges Borremans-Gemälde auch mal einen Umweg einzuplanen.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Borremans ist nichts für Leute, die in der Kunst nur schnelle "Find ich schön"-Momente suchen. Seine Bilder sind eher wie Slow-Burn-Serien: Du bleibst hängen, weil du nicht genau weißt, was hier eigentlich passiert. Je länger du guckst, desto unangenehmer – und spannender – wird es.
Für Sammler ist er ein klarer Must-See: etablierter Name, starke Museumpräsenz, Rekordpreise im Millionenbereich. Also eher "Investment" als "Risiko", auch wenn der Markt natürlich nie Garantien gibt.
Für dich als TikTok- oder Insta-User ist er ein Perfect Match, wenn du auf Bilder stehst, die nicht alles verraten. Seine Kunst funktioniert als Viraler Hit im Feed, aber die eigentliche Power kommt im Original. Wenn du also das nächste Mal ein leicht verstörendes, altmeisterliches Porträt siehst, das irgendwie "falsch" wirkt – gute Chance, dass du gerade Michaël Borremans gegenüberstehst.
Fazit in einem Satz: Ja, der Hype ist gerechtfertigt – weil Borremans zeigt, wie krass Malerei heute noch unter die Haut gehen kann.


