Millionen, Smartphones

Millionen Smartphones verlieren Zugang zu wichtigen Apps

01.02.2026 - 03:13:12

Beliebte Apps wie WhatsApp und Banking-Dienste stellen den Support für veraltete Android- und iOS-Versionen ein. Grund sind Sicherheitsrisiken und hohe Wartungskosten.

Für Millionen Nutzer in Deutschland funktionieren beliebte Apps auf älteren Smartphones nicht mehr. Messenger, Banking-Apps und soziale Netzwerke stellen den Support für veraltete Android- und iOS-Versionen ein. Betroffen sind Geräte, die keine aktuellen Updates mehr erhalten.

Warum Entwickler den Stecker ziehen

Die Hauptursache ist die Sicherheit. Sobald Google oder Apple den Support für eine Betriebssystemversion einstellen, werden keine Sicherheitslücken mehr geschlossen. App-Entwickler können dieses Risiko für sensible Daten wie Bankinformationen nicht tragen. Auf einer unsicheren Basis lässt sich keine verlässliche Sicherheit aufbauen.

Hinzu kommen technische und wirtschaftliche Gründe. Neue Funktionen benötigen moderne Programmierschnittstellen, die alte Systeme nicht bieten. Die Pflege der Kompatibilität mit vielen alten Versionen ist extrem aufwendig und kostspielig. Die Ressourcen fehlen dann für die Weiterentwicklung der Apps für die Mehrheit der Nutzer.

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Diese Apps und Geräte sind betroffen

Die Liste der Apps, die ältere Systeme aussperren, wird länger und umfasst prominente Namen:

  • WhatsApp verlangt aktuell mindestens Android 5.0 oder iOS 15.1. Ältere Geräte wie das iPhone 6 sind ausgeschlossen.
  • Banking-Apps fordern oft die neuesten oder vorletzten Betriebssystemversionen, um sichere Transaktionen zu gewährleisten.

Konkret verlieren Geräte, die auf Android 8 „Oreo“ oder iOS 14 stehengeblieben sind, zunehmend den Zugang. Da Hersteller den Software-Support meist nur für drei bis fünf Jahre garantieren, sind Millionen funktionsfähiger Smartphones betroffen. Nutzer können in den Systemeinstellungen unter „Über das Telefon“ oder „Softwareupdate“ prüfen, welche Version installiert ist.

Was können betroffene Nutzer tun?

Die Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt. Die einfachste, aber teure Lösung ist der Kauf eines neuen Smartphones. Bevor man diesen Schritt geht, lohnt ein Blick auf Alternativen.

Für einige Dienste wie Messenger kann der Zugriff über den mobilen Webbrowser eine Notlösung sein. Das ist jedoch unbequem und für Banking-Apps keine Option. Technisch versierte Nutzer könnten ein alternatives Betriebssystem wie LineageOS installieren, um die Lebensdauer zu verlängern. Das erfordert aber Know-how.

Eine riskante Notlösung für Android ist das Herunterladen älterer App-Versionen (APK-Dateien) aus inoffiziellen Quellen. Diese Dateien können mit Schadsoftware infiziert sein.

Das Dilemma: Sicherheit versus Ausgrenzung

Das Ende des App-Supports ist ein zweischneidiges Schwert. Es treibt die technische Entwicklung voran und erhöht die Sicherheit für die Mehrheit. Gleichzeitig fördert es eine Wegwerfmentalität und kann Menschen digital ausgrenzen, die sich nicht alle paar Jahre ein neues Gerät leisten können oder wollen.

Die Industrie steht in der Pflicht, nachhaltigere Lösungen zu finden. Ansätze wie die von Google und Samsung, Updates für sieben Jahre zu garantieren, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Müssen sie aber zum Branchenstandard werden?

Längere Update-Zyklen als Lösung?

Der Druck auf Nutzer älterer Geräte wird nicht nachlassen, denn die Mindestanforderungen für KI und Sicherheit steigen weiter. Die entscheidende Veränderung muss von den Herstellern kommen.

Jüngste Ankündigungen von Qualcomm und Google, die Grundlage für bis zu acht Jahre Updates zu schaffen, sind ein vielversprechendes Signal. Setzen sich solche langen Support-Zeiträume durch, könnten Verbraucher ihre Geräte deutlich länger sicher nutzen. Das würde Kosten senken und Elektroschrott reduzieren. Bis dahin bleibt vielen nur die unliebsame Erkenntnis: Ihr funktionierendes Gerät ist durch fehlende Updates künstlich veraltet.

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