Millionen-Investitionen, Digitale

Millionen-Investitionen: Digitale Revolution für Senioren nimmt Fahrt auf

29.11.2025 - 11:09:12

Kanada, Großbritannien und China setzen gleichzeitig auf die digitale Integration älterer Menschen. Doch während die Technologie rasant voranschreitet, wird eine Sache immer klarer: Ohne digitale Kompetenz bleiben selbst die intelligentesten Geräte nutzlos.

Zwischen dem 26. und 29. November 2025 markierten drei Entwicklungen einen Wendepunkt. Es geht nicht mehr nur um Internetzugang, sondern um „Smart Living” – ein ganzheitliches Konzept, das altersgerechte Technologie mit den notwendigen Fähigkeiten verbindet, sie auch tatsächlich zu nutzen. Die globale Alterung der Gesellschaft zwingt Politik und Wirtschaft zum Handeln.

Den Anfang machte das Centre for Aging + Brain Health Innovation (CABHI) am Freitag mit einer beachtlichen Finanzspritze. Umgerechnet 2,8 Millionen Euro fließen über das „Fuel”-Programm an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Lösungen für Alterung und Gehirngesundheit entwickeln.

Die Investition zielt darauf ab, Prototypen in marktreife Produkte zu verwandeln. Dr. Allison Sekuler, Chefwissenschaftlerin bei CABHI, betonte die Dringlichkeit: Kanada altere „schneller als je zuvor”. Die geförderten Projekte reichen von Biotechnologie bis zu Fintech-Lösungen – ein oft übersehener Aspekt der digitalen Kompetenz im Alter.

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Was bedeutet das konkret? Der Fokus auf Kommerzialisierung zeigt einen Marktwandel. Investoren suchen nicht mehr nach cleveren Gadgets, sondern nach skalierbaren Systemen, die sich in den Alltag von Senioren und Pflegekräften integrieren lassen.

Großbritannien warnt vor digitaler Überforderung

Während Kanada Geld lockermacht, kämpft Großbritannien mit den Grundlagen. Das Social Care Institute for Excellence (SCIE) veröffentlichte am Mittwoch eine brisante Analyse zum 10-Jahres-Gesundheitsplan der Regierung.

Die zentrale Botschaft: Der „Wechsel ins Digitale” könnte scheitern, wenn der menschliche Faktor ignoriert wird. SCIE-Chefin Kathryn Marsden warnte vor einer persistierenden digitalen Kluft zwischen NHS und Pflegesektor. Ein erheblicher Teil des Pflegepersonals, das Senioren bei der Technologienutzung unterstützen soll, verfügt selbst nicht über ausreichende digitale Fähigkeiten.

„Beziehungen statt nur Infrastruktur” – so lautet die Forderung an lokale Behörden. Denn was nützt die beste KI-gestützte Fallverwaltung, wenn weder Pflegekräfte noch Patienten sie bedienen können? Besonders brisant: Die Abschaltung analoger Festnetzanschlüsse läuft bereits, während Millionen älterer Briten noch nicht für die digitale Welt gerüstet sind.

Chinas „Silberne Wirtschaft” setzt auf Staatskontrolle

China verfolgt einen radikal anderen Ansatz. Berichte vom Freitag zeigen, wie Peking die „Silberne Wirtschaft” mit staatlicher Koordination vorantreibt. Das 15-Minuten-Quartier-Konzept vernetzt Smart-Home-Geräte, tragbare Gesundheitsmonitore und Service-Roboter zu einem lückenlosen Unterstützungssystem.

Anders als im Westen setzt China nicht auf private Innovation, sondern auf zentralisierte Standards für die „intelligente Altenpflege”. Die neuesten Direktiven fokussieren auf „KI-Plus”-Geschäftsmodelle – künstliche Intelligenz in Reha-Geräten bis hin zu Essenslieferungs-Apps.

Doch auch die Volksrepublik stößt an dieselbe Grenze wie westliche Staaten: die Akzeptanz bei den Nutzern. Erstmals räumt Peking offiziell ein, dass Hardware nur so effektiv ist wie die Fähigkeit der Senioren, sie zu bedienen. Die Strategie umfasst nun explizit Maßnahmen zur Verbesserung der „digitalen Konsumfähigkeiten” älterer Menschen.

Die unsichtbare Barriere: Vom Zugang zur Nutzung

Diese Entwicklungen bauen auf Vorarbeiten vom Oktober auf. North Carolina veröffentlichte landesweite Standards für digitale Fähigkeiten, während der Bericht „Aging Connected 2025″ von OATS und AARP ein ernüchterndes Bild zeichnete: Die Zugangslücke schließt sich zwar, doch die „Nutzungslücke” bleibt enorm. Millionen Senioren besitzen Geräte, die sie sich nicht zutrauen zu bedienen.

Genau hier zeigt sich die Ironie der aktuellen Investitionswelle. Kanada pumpt Millionen in innovative Technologie, während Großbritannien davor warnt, dass diese ohne digitale Bildung wirkungslos bleibt. China versucht, das Problem durch staatliche Standardisierung zu lösen – mit ungewissem Ausgang.

Ausblick: Wenn KI die Bedienung übernimmt

Die Branche reagiert bereits. Für Dezember und Anfang 2026 zeichnet sich ein trend zu „unsichtbarer” Technologie ab – Geräte, die kaum aktive Bedienung erfordern:

Sprachgesteuerte Schnittstellen rücken in den Vordergrund, um komplexe visuelle Interfaces zu umgehen. Proaktive Gesundheitsüberwachung trackt Gehirnfunktion und Mobilität passiv, ohne Nutzereingriff. Die CABHI-Förderung deutet genau in diese Richtung.

Gleichzeitig wächst der Druck auf internationale Regulierung. Chinas Silver-Economy-Standards könnten globale Harmonisierung bei Datenschutz für Senioren erzwingen – ein Thema, das am 29. November im Kontext digitaler Identitätsverifizierung erneut aufflammte.

Die Entwicklungen dieser Woche bestätigen: Der Smart-Living-Sektor verlässt die Experimentierphase. Multimillionen-Investitionen treffen auf eine ernüchternde Realität – ihr Erfolg hängt vollständig davon ab, ob die Zielgruppe die Technologie überhaupt nutzen kann. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Antwort in besserer Bildung oder in selbsterklärender Technologie liegt.

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