Mikroplastik, Darmentzündungen

Mikroplastik verstärkt chronische Darmentzündungen

30.01.2026 - 21:40:12

Studien belegen erhöhte Mikroplastikwerte bei CED-Patienten. Die Partikel schädigen die Darmbarriere, fördern Entzündungen und stören die Darmflora.

Mikroplastik im Darm kann Entzündungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa anheizen. Neue Studien zeigen: Betroffene haben mehr der winzigen Partikel im Stuhl – und die schädigen die Darmbarriere.

Höhere Belastung bei CED-Patienten

Die Fakten sind alarmierend. Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) tragen signifikant mehr Mikroplastik in sich als gesunde Personen. Eine chinesische Studie wies nach, dass die Konzentration der Partikel unter fünf Millimetern bei CED-Patienten deutlich erhöht ist.

Tierversuche bestätigen den Zusammenhang: Mikroplastik kann dort Darmentzündungen auslösen und das empfindliche Gleichgewicht der Darmbakterien stören. Die winzigen Kunststofffragmente gelten damit als ein bisher unterschätzter Umweltfaktor für die Entstehung und den Verlauf dieser Krankheiten.

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So schädigen die Partikel den Darm

Die Wirkung von Mikroplastik im Verdauungstrakt ist komplex. Forschungen, unter anderem an der Medizinischen Universität Wien, zeigen einen zweifachen Effekt:
* Die Partikel schwächen die Darmbarriere.
* Sie verstärken bestehende Entzündungsreaktionen.

Besonders in einem bereits geschädigten Darm werden mehr Mikroplastikpartikel aufgenommen. Im Gewebe aktivieren sie dann entzündungsfördernde Immunzellen. Zudem verändert Mikroplastik die Darmflora: Der Säuregehalt steigt, nützliche Bakterien gehen zurück und schädliche Arten werden begünstigt.

Wie gelangt das Plastik in unseren Körper?

Die Aufnahme erfolgt täglich und meist unbemerkt. Hauptquellen sind:
* Lebensmittelverpackungen
* Plastikflaschen
* Sogar einige Teebeutel

Die Partikel lösen sich von diesen Materialien und werden mit der Nahrung verschluckt. Besonders bedenklich: Nanoplastik kann die Darmwand überwinden und in den Blutkreislauf gelangen. Von dort aus reichert es sich in Organen wie Leber, Nieren und Gehirn an – mit noch weitgehend unerforschten Folgen.

Ein neuer Faktor für die Medizin

Die Erkenntnisse zwingen zum Umdenken. Bisher konzentrierte sich die CED-Forschung vor allem auf Genetik und Immunsystem. Jetzt rücken Umweltfaktoren stark in den Vordergrund. Der weltweite Anstieg der Erkrankungen fällt zeitlich mit der massiven Plastikverschmutzung zusammen.

Experten gehen davon aus, dass eine hohe Mikroplastik-Belastung zusammen mit anderen Faktoren entzündungsfördernd wirkt. Künftig könnte es nötig werden, die individuelle Belastung mit Umweltgiften in die Diagnostik einzubeziehen – besonders bei schwer behandelbaren Fällen.

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