Mietmarkt, Befristete

Mietmarkt 2026: Befristete Wohnungen erreichen Rekordhoch

19.01.2026 - 10:09:12

Der deutsche Mietmarkt driftet 2026 weiter auseinander. Während reguläre Wohnungen knapp werden, boomen befristete und möblierte Angebote. Das zeigt der aktuelle GREIX-Mietpreisindex für das vierte Quartal 2025.

Die strukturelle Veränderung des Marktes ist alarmierend. Bundesweit entfallen über 17 Prozent aller Wohnungsinserate auf befristete oder möblierte Verträge – ein neuer Rekord. In den acht größten Städten macht dieses Segment fast ein Viertel des gesamten Angebots aus.

München sticht als Negativ-Spitzenreiter hervor: Hier ist inzwischen rund jedes dritte Inserat befristet oder möbliert. Experten sehen darin eine klare Ausweichreaktion der Vermieter. Das klassische, unbefristete Mietverhältnis wird zunehmend verdrängt.

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Für viele Wohnungssuchende verschärft das die Lage dramatisch. „Insbesondere Geringverdiener, Auszubildende und Studierende stoßen an ihre finanziellen Belastungsgrenzen“, warnt Projektleiter Jonas Zdrzalek vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel). Die verbleibenden Optionen sind oft teurer oder bieten weniger Sicherheit.

Mieten steigen doppelt so schnell wie Inflation

Neben härteren Konditionen ziehen auch die Preise wieder kräftig an. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Angebotsmieten im Jahresvergleich um 4,5 Prozent. Damit wachsen sie etwa doppelt so schnell wie die allgemeine Teuerungsrate.

Die regionalen Unterschiede sind groß:
* Köln verzeichnete den stärksten Zuwachs unter den Metropolen: plus 3,4 Prozent im Quartalsvergleich.
* München bleibt mit 23,35 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter die teuerste Stadt und legte nochmals 1,9 Prozent zu.
* Der bundesweite Durchschnitt liegt nun bei 14,41 Euro pro Quadratmeter.

Langfristig betrachtet haben sich die Mieten seit 2015 um 14 Prozent stärker verteuert als die Verbraucherpreise insgesamt.

Wohnungsangebot bricht dramatisch ein

Ein Haupttreiber der Preise ist die anhaltende Verknappung. Die Zahl verfügbarer Mietinserate ging im vierteljährlichen Jahresvergleich um sieben Prozent zurück. Seit 2015 ist das Angebot sogar um rund 20 Prozent eingebrochen.

Marktbeobachter deuten dies als Zeichen für eine sinkende Fluktuation. Viele Mieter halten an ihren günstigen Altverträgen fest. Gleichzeitig werden mehr Wohnungen „unter der Hand“ vergeben – was die Transparenz weiter mindert.

Keine Trendwende in Sicht

Die Daten lassen für die kommenden Monate wenig Hoffnung auf Entspannung. Die Kombination aus schrumpfendem Angebot, steigenden Preisen und der Flucht in befristete Modelle verhärtet den Markt weiter.

Die Politik gerät zunehmend unter Druck, Regulierungslücken bei möbliertem Wohnen und Befristungen zu schließen. Solange der Neubau aber nicht signifikant anzieht, dürfte der Verteilungskampf um knappen Wohnraum in den Ballungszentren weiter eskalieren. Für Mieter bedeutet das: längere Suche, weniger Auswahl und größere Kompromisse.

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