Mietbetrug: AK warnt vor neuer Betrugswelle auf Wohnungsmarkt
09.01.2026 - 15:23:12Die Arbeiterkammer (AK) schlägt Alarm: Der angespannte Wohnungsmarkt 2026 befeuert eine neue Welle raffinierter Mietbetrugsmaschen. Kriminelle nutzen die Verzweiflung von Wohnungssuchenden systematisch aus – mit immer professionelleren Methoden.
Die perfide Vorkasse-Falle
Im Zentrum stehen modernisierte Versionen des klassischen Vorkasse-Betrugs. Betrüger ködern Opfer mit Traumwohnungen in Top-Lagen zu unrealistisch günstigen Preisen. Die Masche folgt einem klaren Muster:
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- Die Kommunikation verlagert sich schnell von Plattformen auf E-Mail oder Messenger.
- Die angeblichen Vermieter geben sich als seriöse Eigentümer aus, die sich “beruflich im Ausland” befinden.
- Eine Besichtigung sei daher nicht möglich – erst nach einer Vorauszahlung für Kaution und erste Miete.
Ein drastischer Fall aus Wien zeigt das Risiko: Eine Suchende sollte über 1.400 Euro überweisen, ohne die Wohnung je gesehen zu haben. Nur die Intervention der AK verhinderte den Schaden.
Wohnungsnot als Katalysator für Kriminalität
Die Betrugswelle ist kein Zufall. Aktuelle Marktanalysen bestätigen das Risiko:
- Prognosen für 2026 sagen steigende Preise bei knappem Angebot voraus.
- Die Nachfrage übersteigt den Neubau deutlich.
- Dieser Druck macht Suchende anfällig für “unkomplizierte” Angebote.
Betrüger setzen gezielt auf den “Fear of Missing Out” (FOMO). Die Kombination aus Zeitdruck und professionell gefälschten Unterlagen macht die Täter erfolgreich.
Neue Gefahr: Identitätsdiebstahl und KI
Neben dem finanziellen Verlust droht eine weitere Gefahr: Identitätsdiebstahl. Für angebliche Vertragsunterlagen fordern Betrüger oft Kopien von Reisepässen, Gehaltszetteln und Meldezetteln an. Diese Daten nutzen sie für weitere Straftaten.
Experten warnen zudem vor dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI):
- Wohnungsfotos in Fake-Inseraten sind oft KI-generiert – eine Bilderrückwärtssuche schlägt dann fehl.
- KI-Übersetzungstools machen die Kommunikation sprachlich fehlerfrei und vertrauenserweckender.
Ein strukturelles Problem verschärft sich
Die Warnwelle ist Symptom eines grundlegenden Ungleichgewichts. Betrüger weichen auf weniger regulierte Marktplätze in sozialen Medien aus. Die strafrechtliche Verfolgung gestaltet sich schwierig, da Täter oft im Ausland sitzen und Gelder über Kryptowährungen verschieben.
So schützen Sie sich vor Betrug
Für 2026 ist keine Entspannung am Markt in Sicht. Die AK intensiviert ihre Aufklärung. Diese Schutzmaßnahmen sind entscheidend:
- Keine Vorauskasse: Nie Kaution oder Miete überweisen, bevor die Wohnung besichtigt und der Vertrag unterschrieben ist.
- Vorsicht bei “Auslands-Geschichten”: Ein nicht auftauchender Vermieter ist fast immer ein Betrugsindiz.
- Preis prüfen: Liegt das Angebot weit unter dem Mietspiegel, ist es wahrscheinlich fake.
- Recherchieren: Namen und Fotos der Anzeige im Internet suchen. Oft tauchen dieselben Bilder bei verschiedenen Adressen auf.
Wer Opfer geworden ist, sollte umgehend Polizei und Bank kontaktieren. Die AK bietet kostenlose Beratung zur Prüfung verdächtiger Inserate an.


