MicroVision übernimmt Schlüssel-Assets von insolventem Luminar
02.02.2026 - 00:40:12MicroVision festigt mit einem 33-Millionen-Euro-Deal seine Marktposition im umkämpften Lidar-Sektor. Der US-Technologiepionier hat die wesentlichen Assets des insolventen Konkurrenten Luminar Technologies erworben. Die Übernahme soll die kommerzielle Strategie in Robotik und Automatisierung beschleunigen.
Strategischer Zukauf in der Konsolidierungsphase
Der Deal, der heute nach Gerichts- und Auktionsverfahren abgeschlossen wurde, umfasst geistiges Eigentum, Lagerbestände und Personal für Luminars anerkannte Iris- und Halo-Lidarsensoren. Auch ausgewählte Kundenverträge gehen an MicroVision. Das Unternehmen setzte sich in einer Auktion nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts mit einem Barangebot von 33 Millionen Euro durch und überbot damit unter anderem Quantum Computing Inc.
Für MicroVision-CEO Glen DeVos ist der Kauf eine gezielte Chance. „Die Integration dieser Assets ermöglicht es uns, unser Portfolio zu erweitern und effizienter zu operieren“, so die strategische Logik. Die Übernahme von Schlüssel-Ingenieuren soll zudem die typischen Integrationsprobleme nach einer Akquisition mildern.
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Lidar-Markt unter Druck: Starke übernehmen Schwache
Die Transaktion spiegelt den harten Konsolidierungsdruck in der Lidar-Branche wider. Hohe Entwicklungskosten und eine langsamere als erhoffte Verbreitung autonomer Fahrzeuge haben Unternehmen wie Luminar in die Insolvenz getrieben. Nun sammeln finanzstärkere Player wie MicroVision Technologie und Talent auf.
Diese Marktbereinigung wird sich voraussichtlich fortsetzen. Am Ende könnten weniger, aber breiter und stabiler aufgestellte Anbieter übrig bleiben. Für MicroVision verbessert der Zukauf die Chancen im Wettbewerb um große Automotive- und Mobilitätsaufträge erheblich.
Fokus liegt nun auf Integration und Wachstum
Mit dem Abschluss der Übernahme beginnt für MicroVision jetzt die entscheidende Phase: die nahtlose Eingliederung der Assets und Mitarbeiter in die eigenen Strukturen. Die Führung verspricht, dabei die operative Effizienz im Blick zu behalten.
Die Branche beobachtet gespannt, wie das kombinierte Technologie-Portfolio in neue Verträge und die nächste Generation von Perceptions-Systeme mündet. Weitere finanzielle Details will MicroVision im nächsten Quartalsbericht liefern. Gelingt die Integration, könnte sich das Unternehmen als führender Anbieter sensorischer Schlüsseltechnologien für die autonome Zukunft positionieren.


