Microsofts KI-Offensive treibt Umsatz – doch die Kosten schrecken Investoren
04.02.2026 - 09:01:12Microsofts milliardenschwere Wette auf Künstliche Intelligenz zahlt sich finanziell aus, wie die Zahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen. Doch die enormen Investitionskosten lassen Anleger zweifeln.
Der Tech-Riese aus Redmond meldete Ende Januar einen kräftigen Umsatzsprung von 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro. Angetrieben wurde das Wachstum vor allem durch die starke Nachfrage nach KI-gestützten Cloud- und Produktivitätsdiensten. Trotz dieser beeindruckenden operativen Leistung verlor die Aktie in der Folgewoche etwa zehn Prozent an Wert. Der Grund: Investoren blicken besorgt auf die gewaltigen Ausgaben für den Aufbau der KI-Infrastruktur.
Cloud-Sparte knackt erstmals 50-Milliarden-Grenze
Das Geschäft mit der Microsoft Cloud war der Star des Quartals. Es überschritt erstmals die Schwelle von 50 Milliarden Euro Umsatz und landete bei 51,5 Milliarden. Dieser Erfolg unterstreicht, wie gut das Unternehmen KI-Funktionen in seine bestehenden Dienste integriert – insbesondere im Microsoft-365-Ökosystem. Aus dem KI-Hype werden so stetige Einnahmequellen.
Die EU-KI-Verordnung ist seit August 2024 in Kraft – viele Unternehmen unterschätzen ihre Pflichten und riskieren hohe Strafen. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie Sie KI-Systeme (z. B. Copilot oder Azure-Dienste) korrekt klassifizieren, Kennzeichnungspflichten erfüllen und die erforderliche Dokumentation anlegen. Mit praktischen Checklisten, Übergangsfristen und konkreten Maßnahmen für IT- und Rechtsverantwortliche. Gratis-Download per E‑Mail. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden sichern
Der Bereich „Produktivität und Geschäftsprozesse“ legte um 16 Prozent auf 34,1 Milliarden Euro zu. Treiber ist der KI-Assistent Copilot, der rasant von Unternehmen angenommen wird. Microsoft gab bekannt, mittlerweile 15 Millionen bezahlte Copilot-Lizenzen zu haben. Die Neuabschlüsse stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um über 160 Prozent.
KI-Assistent Copilot wird zum Massenphänomen
Die Dynamik beschränkt sich nicht auf kleine Pilotprojekte. Große Konzerne verpflichten sich in bedeutendem Umfang: Die Zahl der Kunden, die mehr als 35.000 Copilot-Lizenzen ordern, hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Zwar machen die 15 Millionen bezahlten Nutzer nur einen Bruchteil der insgesamt 450 Millionen kommerziellen Microsoft-365-Lizenzen aus. Doch die Verzehnfachung der täglich aktiven Copilot-Nutzer zeigt einen klaren Trend: KI hält Einzug in den täglichen Arbeitsablauf.
Noch stärker wuchs der Bereich Intelligent Cloud mit einem Plus von 29 Prozent auf 32,9 Milliarden Euro. Der Cloud-Dienst Azure und andere Cloud-Angebote legten sogar um 39 Prozent zu. Unternehmen strömen auf die Plattform, um die fortschrittlichen KI-Tools und die Infrastruktur zu nutzen. Die Nachfrage übersteige das verfügbare Angebot bei weitem, so das Management – ein klares Signal für weiteres Wachstumspotenzial.
Rekord-Investitionen lassen Anleger zittern
Hinter den glänzenden Umsatzzahlen verbergen sich gewaltige Kosten. Die Investitionsausgaben (CapEx) schossen im Quartal um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro in die Höhe. Dieses Geld fließt vor allem in den Kauf von Hochleistungs-GPUs und den Bau neuer Rechenzentren für die KI-Offensive.
Genau diese Summen bereiten den Anlegern Kopfzerbrechen. Der Aktienkurs fiel, obwohl Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertrafen. Die Botschaft des Marktes ist klar: Starke Zahlen allein genügen nicht mehr. Die Investoren prüfen nun genau, wie effizient das Kapital eingesetzt wird und ob die KI-Gewinne langfristig nachhaltig sind. Die Aktie wird gewissermaßen neu bewertet, um die Risiken dieser langfristigen Mega-Investitionen abzubilden.
Die große Wette: Führungsposition um jeden Preis?
Microsofts Führung bleibt unbeirrt. CEO Satya Nadella betont, man befinde sich erst in der „Anfangsphase der KI-Durchdringung“. Die hohen Ausgaben seien eine notwendige Investition, um in einer technologieschweren Ära eine Führungsposition zu sichern. Ein Indiz für künftige Stabilität ist der beeindruckende Auftragsbestand von 625 Milliarden Euro, der langfristige Kundenbindung signalisiert.
Für das laufende dritte Quartal 2026 erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Euro. Die zentrale Herausforderung der kommenden Monate wird sein, die KI-Infrastruktur weiter auszubauen und gleichzeitig einen klaren Pfad zu hohen Profitmargen aufzuzeigen. Ob der jüngste Aktienrutsch nur eine kurzfristige Delle war, hängt davon ab, wie gut es Microsoft gelingt, seine monumentale KI-Wette in dauerhaften Profit zu verwandeln.
PS: Wenn Unternehmen jetzt nicht aktiv werden, drohen Verzögerungen bei Projekten und mögliche Bußgelder. Dieser kompakte Leitfaden fasst die wichtigsten Anforderungen der KI-Verordnung für Entwickler, Anbieter und Anwender zusammen und zeigt konkret, welche Dokumente, Risikobewertungen und Tests Sie sofort umsetzen sollten, damit Ihre KI-Infrastruktur (inkl. Rechenzentren und GPU-Deployments) rechtssicher bleibt. Kostenlos per E‑Mail. Hier gratis KI-Verordnung-Leitfaden anfordern


