Microsofts, Patch-Tag

Microsofts erster Patch-Tag 2026 stürzt Windows 11 ins Chaos

21.01.2026 - 12:13:12

Microsofts erster Sicherheitspatch 2026 führt zu weitreichenden Systemproblemen. Nutzer berichten von Black Screens, lahmgelegten Outlook-Clients und kritischen Unternehmensausfällen.

Microsofts erster Sicherheitsupdate-Tag des Jahres hat sich für Millionen Windows-11-Nutzer zum Albtraum entwickelt. Statt Schutz brachte der Patch weitverbreitete Black Screens, lahmgelegte Outlook-Clients und kritische Unternehmensausfälle – trotz eiliger Notfall-Updates.

Kritische Fehler trotz Notfall-Patches

Der Ärger begann mit dem kumulativen Update KB5074109 vom 13. Januar, das eigentlich über 100 Sicherheitslücken schließen sollte. Stattdessen führte es zu schwerwiegenden Stabilitätsproblemen. Bereits am Folgetag überschlugen sich die Beschwerden in Foren und sozialen Medien. Microsoft hat zwar zwischen dem 17. und 19. Januar eilig Notfall-Updates nachgeschoben, doch viele Alltagsprobleme bleiben ungelöst. Das Unternehmen wirkt, als spiele es „Hau-den-Maulwurf“ mit den Fehlern.

Black Screens und verschwindende Hintergründe

Besonders sichtbar ist ein Display-Fehler, der den Desktop zeitweise unbenutzbar macht. Nutzer berichten von plötzlichen Black-Screen-Episoden: Der Bildschirm friert ein und wird für ein bis zwei Sekunden schwarz, bevor das System wieder reagiert. In hartnäckigen Fällen setzt sich der Desktop-Hintergrund komplett auf schwarz zurück. Nutzer müssen dann mühsam ihre Wallpaper-Einstellungen neu vornehmen.

Technische Analysen deuten auf ein Problem im Windows Desktop Window Manager (DWM) hin, das sowohl NVIDIA- als auch AMD-Grafikkarten betrifft. Einige Nutzer fanden vorläufige Abhilfe, indem sie die DisplayPort-Einstellungen ihrer Monitore von Version 1.4 auf 1.2 zurücksetzten – allerdings auf Kosten der Bildqualität. Eine offizielle Lösung für den Hintergrund-Bug steht noch aus.

Outlook Classic: Geister-Prozess legt E-Mail lahm

Für produktive Arbeit ist ein skurriler Bug in Outlook Classic ein großes Hindernis. Das Januar-Update zerstörte die Funktionalität für Nutzer von POP-Postfächern – einem veralteten, aber gerade bei Kleinunternehmen noch weit verbreiteten Protokoll.

Nach dem Schließen von Outlook beendet sich der Prozess outlook.exe im Hintergrund nicht. Versucht der Nutzer, das Programm neu zu starten, passiert nichts, weil das System es für bereits laufend hält. Der einzige Ausweg: Den „Geister“-Prozess im Task-Manager manuell beenden – und das nach jeder Nutzung. Zudem stürzt Outlook bei einigen Nutzern ab, wenn sie E-Mails beantworten oder weiterleiten. Microsoft bestätigte den POP-Bug, lieferte aber bis Mittwochmorgen keinen umfassenden Patch.

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Unternehmen kämpfen mit RDP-Ausfällen

Während Display- und Outlook-Probleme vor allem lästig sind, legte das Update in Unternehmen kritische Systeme lahm. Das zwang Microsoft zum raschen Handeln:

  1. RDP-Authentifizierung gebrochen: Das Update verhinderte Anmeldungen bei Azure Virtual Desktop und Windows 365. Der Notfall-Patch KB5077744 soll die Verbindungsprobleme für Windows 11 24H2 und 25H2 beheben.
  2. Shutdown-Loops bei Secure Launch: Systeme mit der Sicherheitsfunktion „Secure Launch“ starteten neu, anstatt herunterzufahren. Dagegen richtet sich der Patch KB5077797.

Systemadministratoren wurden aufgefordert, diese Notfall-Updates sofort manuell zu installieren, da der Standard-Update-Mechanismus sie nicht überall automatisch bereitstellt.

Schlechte Tradition: Updates als Stabilitätsrisiko

Der holprige Start ins Jahr 2026 setzt eine unrühmliche Serie fort. Bereits im Januar 2025 brach ein Update die Audio-Wiedergabe für Nutzer externer USB-DACs. Das gesamte Jahr über plagten Windows 11 weitere Pannen: kaputte VPN-Verbindungen, einbrechende SSD-Performance und der berüchtigte BitLocker-Reporting-Bug.

Fachmedien wie TechSpot fragen sich, ob Microsofts aggressiver Push für KI-Features wie Copilot auf Kosten der Kern-Stabilität geht. Dass grundlegende Funktionen wie Desktop-Darstellung und E-Mail-Client immer wieder brechen, wirft ein schlechtes Licht auf das aktuelle Windows Insider-Testverfahren.

Warten auf den Februar-Patch

Stand 21. Januar hat Microsoft die kritischen RDP- und Shutdown-Probleme entschärft. Die „Quality-of-Life“-Bugs für Desktop und Outlook bleiben jedoch bestehen. Betroffene Nutzer sollten, wenn möglich, nicht-sicherheitsrelevante Updates pausieren.

Beobachter erwarten, dass Microsoft die verbleibenden Fehlerbehebungen in den Patch-Tag im Februar 2026 packt – oder noch in diesem Monat einen weiteren Vorab-Update liefert. Bis dahin müssen POP-Nutzer weiterhin den Task-Manager als Türsteher für ihren Posteingang bemühen.

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