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Microsoft zwingt Nutzer zu KI-gesteuerter Dokumenten-Konvertierung

22.01.2026 - 09:32:13

Microsofts neues Sicherheitsupdate blockiert veraltete Automatisierungstools und erzwingt den Umstieg auf KI-gestützte oder cloudbasierte Methoden für die Konvertierung von Word zu PowerPoint.

Microsofts neue Sicherheitsrichtlinien machen klassische Automatisierungstools unbrauchbar und erzwingen den Umstieg auf KI-gestützte Methoden für die Umwandlung von Word-Dokumenten in PowerPoint-Präsentationen. Die jüngsten Updates markieren einen strategischen Wechsel hin zu modernen, cloudbasierten Workflows.

Drei Wege zur sicheren Konvertierung

Mit den Sicherheitsupdates vom 21. Januar 2026 blockiert Microsoft gezielt veraltete Automatisierungskomponenten wie MSGraph.Application. Diese Maßnahme soll Angriffsvektoren schließen, macht aber auch zahlreiche Legacy-Skripts und Makros unbrauchbar. Gleichzeitig sorgt das Update Version 2601 für stabilere Cloud-Workflows.

Methode 1: Der KI-Ansatz mit Copilot

Die effizienteste Lösung bietet Microsoft Copilot. Seit den Januar-Updates 2026 inklusive neuer Sprachsteuerung generiert die KI automatisch ansprechende Präsentationen aus Word-Dokumenten.

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So funktioniert es:
1. Öffnen Sie das Word-Dokument in der Web- oder Desktop-Version
2. Klicken Sie auf das Copilot-Symbol im Menüband
3. Geben Sie den Befehl ein: „Erstellen Sie eine PowerPoint-Präsentation aus dieser Datei“
4. Verfeinern Sie die Vorgabe mit Details wie Folienanzahl oder gewünschtem Ton
5. Nutzen Sie optional die neue Sprachsteuerung für weitere Anpassungen

Die Voraussetzung: Das Quelldokument muss in OneDrive oder SharePoint gespeichert sein – genau jene Cloud-Integration, die Microsoft nun forciert.

Methode 2: Web-Export ohne Copilot-Lizenz

Für Nutzer ohne KI-Lizenz bleibt der „Export zu PowerPoint“-Button in Word für das Web die Standardlösung. Diese cloudbasierte Methode entspricht den neuen Sicherheitsvorgaben, die HTTPS-Protokolle priorisieren.

Der Workflow:
1. Öffnen Sie das Dokument im Browser (Edge oder Chrome)
2. Navigieren Sie zu Datei > Exportieren
3. Wählen Sie „Zu PowerPoint-Präsentation exportieren“
4. Wählen Sie ein Design-Thema aus
5. Klicken Sie auf „Exportieren“

Das Ergebnis landet automatisch im OneDrive-Hauptordner. Für optimale Ergebnisse sollten Überschriften im Word-Dokument mit den Formatvorlagen „Überschrift 1“ und „Überschrift 2“ formatiert sein.

Methode 3: Manuelle Gliederungs-Übernahme

Die sicherste – wenn auch arbeitsintensivste – Methode nutzt die „Folien aus Gliederung“-Funktion in PowerPoint. Sie umgeht komplett die blockierten Legacy-Schnittstellen.

Schritt für Schritt:
1. Formatieren Sie das Word-Dokument mit Überschrift-1 für Folientitel und Überschrift-2 für Aufzählungspunkte
2. Speichern und schließen Sie das Dokument
3. Öffnen Sie PowerPoint und starten Sie eine leere Präsentation
4. Gehen Sie zu Start > Neue Folie > Folien aus Gliederung
5. Wählen Sie Ihr formatiertes Word-Dokument aus

Diese Methode liefert zwar kein fertiges Design, gewährleistet aber maximale Kontrolle über die Inhaltsstruktur und volle Kompatibilität mit den neuen Sicherheitsprotokollen.

Hintergrund: Microsofts Sicherheits-Offensive

Die neuen Richtlinien verfolgen eine „Secure-by-Design“-Philosophie. Analysten sehen darin einen gezielten Schlag gegen „Shadow IT“ – inoffizielle Makros und Skripts, mit denen Mitarbeiter seit Jahren Daten zwischen Office-Anwendungen transferierten.

Indem Microsoft diese Legacy-Schnittstellen blockiert oder als statische Bilder darstellt, zwingt das Unternehmen Anwender zu modernen, API-gesteuerten Methoden. Das parallel veröffentlichte Update Version 2601 behebt zudem einen störenden Bug bei der OneDrive-Integration und ebnet den Weg für reibungslose Cloud-Workflows.

Ausblick: Autonome Agenten im Anmarsch

Der Microsoft-365-Fahrplan deutet auf kommende „Agentic Workflows“ hin. Während Copilot heute einfache Konvertierungen übernimmt, sollen zukünftige Agenten mehrstufige Prozesse autonom abwickeln – von der Dokumentenumwandlung über die Teamverteilung bis zur Terminplanung.

Die Botschaft an Unternehmen ist klar: Wer nicht auf moderne Konvertierungsmethoden umsteigt, riskiert Sicherheitslücken und inkompatible Workflows. Der Wechsel zu KI-gestützten oder cloudbasierten Lösungen ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

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