Microsoft: Turbulente Woche mit Bugs und Fake-Update-Bedrohung
30.11.2025 - 07:30:12Der November endet für Microsoft mit einem Dreifach-Problem: Systemfehler legen zentrale Windows-Funktionen lahm, Cyberkriminelle nutzen gefälschte Update-Fenster für ausgeklügelte Angriffe – und 500 Millionen PCs verweigern weiterhin den Umstieg auf Windows 11. Was bedeutet das für Nutzer in Deutschland?
Die vergangenen 72 Stunden haben gezeigt: Updates installieren reicht nicht mehr. Wer seine Systeme schützen will, muss deren Echtheit überprüfen und mit instabilen Features rechnen.
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Eine neue Angriffswelle namens “ClickFix” imitiert das Windows-11-Update-Interface täuschend echt. Vollbild-Fake-Screens ahmen sogar Animationen und Schriftarten des Originals nach.
Der perfide Trick? Die gefälschten Fenster fordern Nutzer auf, einen “Fix-Befehl” in die Windows-Eingabeaufforderung oder PowerShell zu kopieren, um das Update “abzuschließen”. Wer dem folgt, lädt Schadsoftware wie Rhadamanthys oder LummaC2 herunter – Programme, die gezielt Zugangsdaten stehlen.
Viele Windows-10-Nutzer machen beim Umstieg auf Windows 11 genau diesen Fehler: Sie vertrauen vermeintlichen Update-Meldungen aus dem Netz oder überspringen wichtige Vorbereitungen – und riskieren so Datenverlust oder Schadsoftware. Der kostenlose Gratis-Report “Windows 11 Komplettpaket” erklärt Schritt für Schritt, wie Sie sicher upgraden, Programme und Dateien übernehmen und betrügerische Update-Fallen erkennen. Ideal für alle, die den Wechsel risikofrei planen wollen. Jetzt Gratis-Report ‘Windows 11 Komplettpaket’ sichern
Die Masche funktioniert psychologisch brillant. Angreifer setzen darauf, dass Nutzer ihre Systeme schützen wollen. Gerade nach den November-Sicherheitsupdates wirkt ein angeblich dringendes Patch-Fenster glaubwürdig.
Besonders raffiniert: Die Kriminellen verstecken Schadcode in PNG-Bilddateien (Steganographie), um Virenscanner zu umgehen. Security-Firmen wie Huntress und Acronis bestätigten die Angriffe Ende letzter Woche.
Die Regel bleibt simpel: Echte Windows-Updates kommen ausschließlich über Einstellungen > Windows Update. Browser-Pop-ups, die System-Patches anbieten? Immer Betrug.
Bestätigte Systemfehler: Startmenü, Taskleiste und Explorer versagen
Wer die echten Updates installiert hat, erlebt ebenfalls Probleme. Microsoft räumte diese Woche offiziell einen kritischen Bug in Windows 11 (Versionen 24H2 und 25H2) ein.
Der Fehler betrifft sogenannte “XAML-Abhängigkeitspakete” – technisch gesprochen versagt die rechtzeitige Registrierung von Interface-Komponenten nach kumulativen Updates. Die Folgen im Alltag:
- Startmenü öffnet nicht oder stürzt sofort ab
- Taskleiste verschwindet oder reagiert nicht
- Explorer schließt unerwartet oder startet nicht
Besonders betroffen sind Nutzer, die sich nach einem Update zum ersten Mal anmelden – sowie Unternehmen mit virtuellen Desktop-Umgebungen.
Gamer trifft es zusätzlich hart. Nach den Oktober- und November-Patches brachen Bildraten in Titeln wie Assassin’s Creed: Shadows um bis zu 50 Prozent ein. NVIDIA veröffentlichte bereits einen Hotfix-Treiber, Microsoft untersucht noch einen Kernel-Konflikt, der offenbar GPU-Leistung ausbremst.
Kann man Microsoft überhaupt noch trauen, stabile Updates zu liefern?
500 Millionen PCs bleiben zurück: Dell enthüllt Migration-Fiasko
Jenseits technischer Pannen wartet ein strategisches Dilemma. Dell-Manager Jeffrey Clarke lieferte am 27. November ernüchternde Zahlen: Die Windows-11-Migration hinkt historischen Umstiegsraten massiv hinterher.
“Wir liegen 10 bis 12 Prozentpunkte hinter dem Tempo früherer Generationen”, erklärte der Dell-COO Investoren. Die harte Realität: Rund 500 Millionen PCs könnten Windows 11 ausführen – bleiben aber bei Windows 10.
Windows-10-Support endete offiziell im Oktober (außer für zahlende Unternehmenskunden mit Extended Security Updates). Diese Verweigerungshaltung schafft ein massives Sicherheitsrisiko: Hunderte Millionen ungepatchter Systeme weltweit.
Was steckt dahinter? Trotz AI-Features in den neuesten Versionen halten Privatnutzer und Firmen länger an bestehenden Umgebungen fest als Microsoft kalkulierte. Für die Sicherheitsstrategie 2026 wird diese Fragmentierung zum echten Problem – vergleichbar mit der Situation, als deutsche Behörden und Unternehmen jahrelang an Windows XP festhielten.
Ausblick: Kontextmenü-Überarbeitung und Store-Updates via Windows Update
Microsoft arbeitet bereits an Verbesserungen. Im aktuellen Insider-Preview-Build (26220.7271) vom 27. November zeigt sich ein überarbeitetes Kontextmenü im Explorer.
Selten genutzte Befehle wie “Drehen” oder “An Gerät übertragen” verschwinden in Untermenüs – eine Reaktion auf Beschwerden über das aufgeblähte Rechtsklick-Menü.
Interessanter für IT-Abteilungen: Microsoft testet die Möglichkeit, Microsoft-Store-Apps direkt über Windows Update zu patchen. Das würde Sicherheitslücken auch dann schließen, wenn der Store selbst deaktiviert ist – eine häufige Praxis in Firmennetzwerken.
Dezember bringt Update-Pause
Microsoft bestätigte: Im Dezember erscheint kein optionales “Preview-Update” wegen der Feiertage. Bis zum nächsten verpflichtenden Patch Tuesday müssen Nutzer mit dem aktuellen Zustand – inklusive aller Bugs – leben.
Die drei Prioritäten bis dahin: Updates ausschließlich über die Windows-Einstellungen beziehen, die offiziellen November-Patches wegen der behobenen Zero-Day-Lücke CVE-2025-62215 installieren – und Geduld mitbringen, während Microsoft die Performance- und Interface-Probleme behebt.
Wer jetzt schläft, riskiert entweder Malware-Infektionen durch gefälschte Updates oder instabile Systeme durch echte. Eine komfortable Situation sieht anders aus.
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