Microsoft, KI-Suche

Microsoft testet schlankere KI-Suche für Windows 11

02.02.2026 - 06:44:11

Microsoft testet mit "Ask Copilot" eine aufgeräumte, optionale KI-Suche für Windows 11 und signalisiert eine strategische Wende hin zu weniger aufdringlichen, nutzerzentrierten KI-Funktionen.

Microsoft erprobt eine neue KI-gesteuerte Suchfunktion für Windows 11 – und signalisiert damit eine strategische Wende. Das Unternehmen zieht sich von einer aggressiven KI-Durchdringung des Betriebssystems zurück und setzt stattdessen auf nutzerzentrierte, optionale Verbesserungen. Der neue „Ask Copilot“-Modus soll noch in diesem Jahr mit dem großen Update Version 26H2 erscheinen.

Eine sauberere Suche auf Wunsch

In aktuellen Testversionen von Windows 11 taucht eine optionale Alternative zur klassischen Taskleisten-Suche auf: „Ask Copilot“. Erste Eindrücke beschreiben die Oberfläche als deutlich aufgeräumter und flüssiger. Nutzer können in den Preview-Builds selbst entscheiden, ob sie die neue KI-Suche aktivieren oder beim gewohnten Suchfeld bleiben möchten.

Technisch greift die Funktion zwar auf den gleichen lokalen Index für Dateien und Apps zu. Ihr Ziel ist es jedoch, komplexe Anfragen zu beantworten, für die man sonst eine Suchmaschine im Browser öffnen müsste. Gleichzeitig bleibt die Geschwindigkeit der lokalen Suche erhalten. Diese Opt-in-Lösung entspricht dem wachsenden Nutzerwunsch nach Kontrolle über KI-Funktionen.

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Strategische Kehrtwende: Weniger ist mehr

Die Tests fallen in eine Phase der strategischen Neuausrichtung. Intern hat Microsoft laut Berichten vom Januar 2026 eingeräumt, dass die aggressive Platzierung von Copilot-Schaltflächen im gesamten System zu weit gegangen sein könnte. Die Arbeit an neuen KI-Buttons in System-Apps wurde vorerst gestoppt.

Hintergrund sind gemischte Nutzererfahrungen und die Erkenntnis, dass einige KI-Funktionen ihre Versprechen nicht einlösten. Auch das umstrittene „Windows Recall“-Feature wird neu bewertet. Statt KI in jeden Arbeitsablauf zu drängen, konzentriert sich Microsoft nun auf Hintergrundtechnologien wie die semantische Suche und Entwickler-APIs, die einen echten Mehrwert bieten, ohne aufdringlich zu sein.

Der Weg zum Update 26H2

„Ask Copilot“ ist ein zentraler Baustein für das kommende Major-Update Windows 11 Version 26H2, das für später in diesem Jahr erwartet wird. Der aktuelle Preview-Build 26300.7674 gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. Die polierte Suchfunktion zeigt: Microsoft reduziert zwar überflüssige KI-Präsenz, vertieft aber die Fähigkeiten in Kernbereichen wie der Suche.

Die Entwicklung von 26H2 wird die neue KI-Philosophie widerspiegeln. Statt breitflächiger Integration liegt der Fokus auf gezielten Verbesserungen, die das Nutzererlebnis tatsächlich steigern. Die optionale, schlankere Taskleisten-Suche ist ein Paradebeispiel für diesen durchdachteren Ansatz.

Analyse: Reifere KI-Strategie für Windows

Die beiden Entwicklungen – eine verfeinerte KI-Suche und ein strategischer Rückzug bei der Copilot-Überpräsenz – widersprechen sich nicht. Sie markieren vielmehr den Übergang zu einer reiferen KI-Strategie für Windows. Die Phase der schnellen, flächendeckenden Einführung weicht einer bewussteren Fokussierung auf Qualität und echten Nutzen.

Das Feedback zur anfänglichen, aufdringlichen KI-Integration ist offenbar angekommen. „Ask Copilot“ passt perfekt in eine Strategie, die Nutzerwahl und demonstrierbaren Mehrwert über reine Präsenz stellt. Microsoft lernt, seine Ambitionen als KI-Vorreiter mit den praktischen Bedürfnissen seiner riesigen Nutzerbasis in Einklang zu bringen.

Ausblick: Qualität vor Quantität

Bis zur finalen Veröffentlichung von Version 26H2 wird die Entwicklung von „Ask Copilot“ in den Windows-Insider-Programmen genau beobachtet. Die Erwartung ist ein anhaltender Fokus auf Leistung, Stabilität und sinnvolle Nutzerkontrolle.

Für Anwender könnte diese Wende 2026 zu einem kohärenteren und weniger aufdringlichen KI-Erlebnis in Windows führen. Statt in jeder App auf Copilot zu treffen, finden Nutzer die KI möglicherweise leistungsstärker und intuitiver in fundamentale Erfahrungen wie die Suche integriert. Die Zukunft der KI in Windows scheint weniger von der Anzahl der Features abzuhängen als von deren Wirkung und durchdachter Umsetzung.

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