Microsoft, PowerToys

Microsoft testet mit PowerToys eine zweite Taskbar für Windows

31.01.2026 - 19:53:11

Microsoft erprobt mit PowerToys ein frei platzierbares Dock für schnellen Werkzeugzugriff. Das Experiment könnte die Windows-Oberfläche nachhaltig verändern und dient als Testumgebung für zukünftige Systemfunktionen.

Microsoft erprobt mit seinem Tool-Set PowerToys eine radikale Neuerung für die Windows-Oberfläche: Eine frei platzierbare, zweite Taskleiste. Das experimentelle „Command Palette Dock“ soll Power-Usern Werkzeuge und Systeminfos stets griffbereit halten – und könnte den Desktop grundlegend verändern.

Ein Dock für alles: Schneller Zugriff auf Werkzeuge

Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll: Nutzer können das neue Dock an jeden Bildschirmrand heften – oben, unten, links oder rechts. Es fungiert als permanente Schnellzugriffsleiste für die über 25 Erweiterungen der PowerToys-„Command Palette“, einem leistungsstarken Startwerkzeug ähnlich der macOS-Spotlight-Suche. Statt erst ein Fenster zu öffnen, liefert ein Klick auf ein Dock-Icon sofort Mediensteuerung, CPU-Monitor oder die Zwischenablage-Historie.

„Das Ziel ist, den Arbeitsfluss nicht zu unterbrechen“, erklärt Microsoft-Produktmanager Niels Laute im GitHub-Proposal. Das Dock ist hochgradig anpassbar, mit drei Bereichen zum Anordnen von Icons und Optionen für Hintergrund und Design. Der große Vorteil: Alle bestehenden Command-Palette-Erweiterungen sollen sofort funktionieren, ohne dass Entwickler ihren Code anpassen müssen.

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PowerToys als Testlabor für Windows-Innovationen

Das Projekt unterstreicht die strategische Rolle von PowerToys als Innovations-Sandbox. Aus einer simplen Werkzeugsammlung ist eine zentrale Feedback-Schleife für Microsoft geworden. Hier testet der Konzern Ideen an einer Community von Enthusiasten, bevor er sie möglicherweise in das Hauptsystem integriert – ein bewährtes Modell.

Bereits das Fenster-Management-Tool FancyZones aus den PowerToys diente als Blaupause für die verbesserten Fenster-Anordnungsfunktionen in Windows 11. Nun könnte das Dock-Prinzip erfolgreicher anderer Betriebssysteme wie macOS oder Linux den Weg in Windows finden. Die Entwicklung findet öffentlich auf GitHub statt, wo Nutzer den Code kompilieren und direkt Feedback geben können.

Reaktionen: Begeisterung und Kritik am Windows-Design

Die Reaktionen in der Community sind überwiegend positiv, doch das Dock heizt auch eine alte Debatte an: die eingeschränkte Anpassbarkeit der Windows-11-Taskbar. Im Gegensatz zu Windows 10 lässt sich die Haupt-Taskleiste nicht mehr an die Seiten schieben. Für viele Nutzer ist das neue Dock daher nur ein Teil einer Lösung. Sie fordern mehr native Flexibilität im Kernsystem.

Dennoch adressiert Microsoft ein echtes Produktivitätsproblem: den ständigen Kontextwechsel, um ein Werkzeug zu suchen oder Systemdaten zu prüfen. Indem wichtige Funktionen immer sichtbar sind, soll der „Unterbrechungs-Zoll“ minimiert werden. Ein wichtiger Schritt, um Windows 11 für anspruchsvolle Nutzer und Windows-10-Umsteiger attraktiver zu machen.

Ausblick: Wird das Dock zum Standard-Feature?

Ob das Command Palette Dock jemals offiziell erscheint, ist noch ungewiss. Microsoft hat keinen Zeitplan festgelegt. Das Experiment könnte als Nischen-Tool in PowerToys bleiben, als stabiles Feature released werden – oder seine besten Ideen fließen in ein künftiges Windows-Update ein.

Eines zeigt das Projekt deutlich: Microsoft denkt das Desktop-Erlebnis neu und nutzt dafür die PowerToys-Community als agilen Entwicklungspartner. Was heute als kühner Prototyp in einer Tool-Sammlung steckt, könnte morgen schon die Arbeit von Millionen Windows-Nutzern verändern.

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