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Microsoft Teams: KI-Assistent „Facilitator“ durch massive Latenz lahmgelegt

05.02.2026 - 09:53:12

Ein massiver Anstieg von Authentifizierungsanfragen verursacht bei Microsofts KI-Meeting-Assistenten 'Facilitator' Antwortzeiten von bis zu 25 Sekunden und beeinträchtigt die Echtzeit-Kollaboration weltweit.

Ein schwerwiegender Leistungsabfall bei Microsofts KI-Meeting-Assistenten „Facilitator“ in Teams stört weltweit die Echtzeit-Zusammenarbeit in Unternehmen. Nutzer berichten von Antwortzeiten von bis zu 25 Sekunden.

Authentifizierungs-Flut als Ursache

Die Probleme, die seit Ende Januar andauern, haben laut Microsoft eine klare Ursache: einen unerwarteten Ansturm von Anfragen an die Authentifizierungsprotokolle. Dieser erzeugt einen Flaschenhals, sobald der „Facilitator“ offene Fragen aus Meeting-Chats verarbeiten soll. Die Referenznummern CP1221896 und TM1221897 dokumentieren den Vorfall. Zwar funktioniert der Agent noch, doch die Verzögerung macht ihn für den schnellen Meeting-Fluss praktisch unbrauchbar. Gegenmaßnahmen konzentrieren sich derzeit auf die Infrastruktur in der Asien-Pazifik-Region.

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Echtzeit-Kollaboration ausgehebelt

Der Wert des „Facilitator“ liegt in seiner Geschwindigkeit. Als autonomer Meeting-Teilnehmer soll er live Notizen generieren und Fragen zum Gespräch beantworten. Eine Latenz von einer halben Minute zerstört dieses Versprechen. „Bitte fassen Sie den letzten Punkt zusammen“ – auf eine solche Anfrage jetzt so lange zu warten, unterbricht den Gesprächsfluss fundamental. Nutzer verlieren das Vertrauen und greifen wieder zu manuellen Notizen, wie Berichte von IT-Administratoren zeigen. Besonders betroffen sind große, komplexe Meetings mit vielen Fragen.

Komplexe Behebung dauert an

Microsoft stuft den Vorfall als „andauernd“ ein und hat noch keinen Zeitpunkt für eine vollständige Lösung genannt. Die Behebung des zugrundeliegenden Problems in den Authentifizierungsabläufen sei komplex und zeitaufwendig. Organisationen wie das britische Gesundheitssystem NHS raten ihren Mitarbeitern bereits, den „Facilitator“ für kritische Echtzeit-Anfragen vorübergehend nicht zu nutzen. Der Ausfall trifft Microsoft in einer sensiblen Phase, in der das Unternehmen die Einführung autonomer, „agentischer“ KI vorantreibt.

Stresstest für die KI-Infrastruktur

Experten sehen in dem Vorfall einen Beleg für die Skalierungsherausforderungen autonomer Agenten. Wenn KI von reinen Chatbots zu aktiven Workflow-Teilnehmern wird, muss die Infrastruktur ein exponentielles Wachstum authentifizierter Echtzeit-Anfragen bewältigen können. Microsoft wird weitere Updates zu den Gegenmaßnahmen geben. Bis die Engpässe beseitigt sind, bleibt der „Facilitator“ für seinen Hauptzweck – die sofortige Meeting-Unterstützung – erheblich beeinträchtigt. Unternehmen beobachten die Service-Dashboards nun besonders in den betroffenen Regionen Asien und Europa.

@ boerse-global.de