Microsoft, Teams

Microsoft Teams führt Meldetaste für verdächtige Anrufe ein

03.02.2026 - 17:13:12

Microsoft integriert eine direkte Meldefunktion für verdächtige Anrufe in Teams, um der wachsenden Vishing-Bedrohung zu begegnen. Die Meldungen fließen in das Sicherheitsökosystem ein.

Microsoft stattet sein Kollaborationstool Teams mit einer direkten Meldemöglichkeit für verdächtige Anrufe aus. Damit reagiert der Konzern auf die wachsende Bedrohung durch sogenanntes Voice-Phishing (Vishing), bei dem Angreifer über Telefonanrufe sensible Daten erbeuten.

Die neue Funktion „Anruf melden“ soll Nutzern ab Mitte März 2026 schrittweise zur Verfügung stehen. Sie ermöglicht es, potenziell betrügerische Einzelgespräche von externen Kontakten direkt aus der Anrufliste der Desktop- und Web-Client zu kennzeichnen. Bisher fehlte in vielen Unternehmen ein formaler Mechanismus, um solche verdächtigen Aktivitäten auf der Plattform zu verfolgen.

Einfache Bedienung mit Datenschutz im Fokus

Die Meldung ist bewusst einfach gehalten und soll nahtlos in den Arbeitsablauf integriert werden. Wird ein Anruf als Phishing-Versuch, Betrug oder Spam eingestuft, kann er mit wenigen Klicks gemeldet werden. Anschließend werden Metadaten wie Zeitstempel, Dauer und Anruferkennung an die Sicherheitsadministratoren des Unternehmens und an Microsoft übermittelt.

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Zum Schutz der Privatsphäre wird der Audio-Inhalt der Gespräche nicht mitgesendet. Die Funktion ist standardmäßig für alle Organisationen aktiviert, Administratoren können sie jedoch bei Bedarf im Teams Admin Center deaktivieren.

Integration in das Microsoft-Sicherheitsökosystem

Die gemeldeten Vorfälle fließen direkt in das Microsoft Defender-Portal ein, sofern das Unternehmen über ein entsprechendes Abonnement verfügt. Dies verschafft Security-Operations-Teams eine zentrale Übersicht und ermöglicht eine schnelle Untersuchung und Reaktion auf Vishing-Kampagnen.

Vor dieser Neuerung hatten viele Sicherheitsteams kaum Einblick in verdächtige Anrufaktivitäten auf der Plattform. Die Integration verwandelt die Nutzermeldungen nun in handfeste Bedrohungsinformationen, die präventive Maßnahmen erlauben.

Doppelte Absicherung gegen Identitätsbetrug

Die Meldemöglichkeit ist Teil einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie. Parallel rollt Microsoft ab Mitte Februar 2026 den „Schutz vor Markenimitation“ aus. Dieses proaktive System analysiert eingehende VoIP-Anrufe von erstmaligen externen Kontakten automatisch.

Erkennt die KI einen möglichen Identitätsdiebstahl – etwa die Vortäuschung eines IT-Support-Mitarbeiters – warnt Teams den Nutzer bereits vor der Annahme des Anrufs. Die automatische Erkennung bildet so die erste, die manuelle Meldung die zweite, menschliche Verteidigungslinie.

Hintergrund: Warum Vishing zur Top-Gefahr wird

Die neuen Funktionen sind eine direkte Antwort auf die sich wandelnde Cyber-Bedrohungslage. Kriminelle nutzen zunehmend Kollaborationsplattformen wie Teams für ihren ersten Kontakt, um die Sicherheitsfilter traditioneller E-Mail-Systeme zu umgehen.

Durch die klaren, integrierten Meldewege fördert Microsoft nicht nur die Erkennung, sondern auch eine Kultur der Sicherheitsawareness. Nutzer werden zu aktiven Teilnehmern der Unternehmensverteidigung. Branchenbeobachter halten solche Features für unverzichtbar, da sich hybride Arbeitsmodelle durchsetzen und die Kommunikation zunehmend auf integrierte Plattformen verlagert.

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