Microsoft stärkt Windows 11 mit kritischen Setup-Updates
07.02.2026 - 22:22:12Microsoft hat zwei zentrale Dynamic Updates für Windows 11 veröffentlicht, die Zuverlässigkeit von Installation und Systemwiederherstellung erhöhen sollen. Die als KB5074110 und KB5074111 bezeichneten Pakete richten sich besonders an IT-Administratoren.
Die am 29. Januar 2026 veröffentlichten Updates sind keine herkömmlichen Monatspatches. Es handelt sich um gezielte Pakete für die Setup- und Wiederherstellungsumgebung des Betriebssystems. Sie sollen verhindern, dass Installationen neuer Features oder Clean-Installs aufgrund veralteter Komponenten scheitern.
KB5074110: Vorbereitung auf Secure Boot-Änderungen
Das erste Update erneuert Kernkomponenten des Windows-Setups. Sein Fokus liegt auf Secure Boot, einer Sicherheitsfunktion, die den Startvorgang vor Schadsoftware schützt.
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Eine Schlüsseländerung betrifft den Boot-Manager. Auf Geräten mit dem „Windows UEFI CA 2023“-Zertifikat ersetzt das Update eine alte Boot-Manager-Datei aus dem Jahr 2011 durch eine aktuell signierte Version. Damit bereitet Microsoft den Auslaufprozess älterer Secure Boot-Zertifikate vor, der Mitte 2026 beginnen soll.
Microsoft warnt jedoch vor einem seltenen Problem: Wird die Secure Boot Signature Database nach dem Update zurückgesetzt, kann es zu einer „Secure Boot violation“ kommen. Das Unternehmen rät zur vorherigen Erstellung von Wiederherstellungsmedien.
KB5074111: Reparatur der Windows-Wiederherstellungsumgebung
Das zweite Update verbessert die Windows Recovery Environment (WinRE). Diese Minimalversion des OS startet, wenn Windows selbst nicht mehr bootet, und ermöglicht Reparaturen oder Zurücksetzungen.
KB5074111 behebt zwei konkrete Probleme: Ein Fehler, bei dem bestimmte Kernel-Debugging-DLLs nicht mehr reagieren konnten, wurde behoben. Zudem startet die Barrierefreiheitsfunktion Narrator nach dem Update zuverlässig, wenn Windows von einer ISO-Datei installiert wird. Die WinRE-Image-Version wird auf 10.0.26100.7701 aktualisiert.
Gezielte Wartung für kritische Momente
Dynamic Updates haben eine Sonderrolle im Windows-Ökosystem. Sie werden auf Windows-Images vor der Bereitstellung angewendet. So stellen sie sicher, dass die Installations- und Reparaturdateien selbst auf dem neuesten Stand sind.
Das verhindert Ausfälle in den heikelsten Phasen des OS-Lebenszyklus – etwa beim Upgrade auf eine neue Version oder nach einem Systemcrash. Die Updates bewahren auch benutzerinstallierte Sprachpakete während eines Upgrades.
Ihre Veröffentlichung folgt auf einen Januar-Patchzyklus, der bei einigen Nutzern zu Boot- und Verbindungsproblemen führte. Das unterstreicht die Bedeutung gründlicher Tests.
Ausblick: Zertifikatswechsel steht bevor
Die Updates verbinden akute Zuverlässigkeitsverbesserungen mit Vorbereitungen für die Zukunft. Die Änderungen am Secure Boot-Zertifikat sind vorausschauend. Sie sollen einen reibungslosen Übergang ermöglichen, der für viele Geräte ab Juni 2026 entscheidend wird.
Für Administratoren gelten die Updates als obligatorisch für die Image-Pflege. Best Practice ist der Download der eigenständigen Pakete aus dem Microsoft Update-Katalog, das Einspielen in Testumgebungen und umfangreiche Tests von Wiederherstellungs- und Upgrade-Prozessen.
Erst dann sollte die breite Bereitstellung folgen. Die Updates sind auch über Windows Update und Windows Server Update Services (WSUS) erhältlich.
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