Microsoft, KI-PCs

Microsoft setzt 2026 auf KI-PCs und holt „Recall“ zurück

12.01.2026 - 09:22:12

Microsoft positioniert die einst umstrittene Recall-Funktion als zentrales Kaufargument für KI-PCs und integriert KI tiefer in Windows 11, unter anderem in Barrierefreiheitstools.

Microsoft startet mit einer Offensive für KI-gesteuerte „Copilot+ PCs“ ins neue Jahr und stellt die einst umstrittene „Recall“-Funktion wieder in den Mittelpunkt. Die Strategie zielt darauf ab, KI zur Standardausstattung jedes Windows-Rechners zu machen – und treibt damit den Wettlauf um das „AI PC“-Zeitalter voran.

Recall: Vom Problemkind zum Vorzeigefunktion

Nach monatelanger Zurückhaltung rückt Microsoft die umstrittene „Recall“-Funktion wieder ins Rampenlicht. Das Tool, das regelmäßig Bildschirmfotos erstellt, um eine durchsuchbare Chronik der Nutzeraktivitäten anzulegen, soll nun zum entscheidenden Kaufargument für KI-fähige PCs werden.

Die Kehrtwende in der Kommunikation ist bemerkenswert. Nach heftiger Kritik an Datenschutzlücken bei der Vorstellung 2024 hatte Microsoft die Funktion zunächst zurückgestellt, überarbeitet und schließlich im April 2025 mit strengen Datenschutzauflagen veröffentlicht. Dass der Konzern „Recall“ nun wieder prominent bewirbt, deutet auf großes Vertrauen in die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen hin.

„Alle Prozesse laufen lokal auf der Hardware ab“, betont Microsoft. Die Nutzdaten verließen niemals den eigenen Rechner und würden durch die Windows Hello-Authentifizierung geschützt. Zudem sei „Recall“ jetzt eng mit neuen „agentischen“ KI-Fähigkeiten verzahnt, die natürliche Sprachbefehle wie „Woran habe ich letzte Woche gearbeitet?“ verstehen.

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KI wird zur Barrierefreiheit: Copilot im Narrator

Parallel zur Marketing-Offensive liefert Microsoft technische Neuerungen nach. Das erste Windows 11 Insider Preview-Update 2026 integriert die KI direkt in die Barrierefreiheitswerkzeuge des Systems.

Die wichtigste Neuerung: Copilot unterstützt jetzt den „Narrator“. Die Sprachausgabe kann damit Bilder und Bildschirminhalte präzise beschreiben – ohne auf vordefinierte Alt-Texte angewiesen zu sein. Für sehbehinderte Nutzer bedeutet das einen erheblichen Fortschritt hin zu einem wirklich kontextbewussten Assistenten.

Unternehmen erhalten Kontrolle über Copilot

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Akzeptanz in Unternehmen. Auf Druck von IT-Abteilungen führt Microsoft eine neue Richtlinie ein: Administratoren können die Copilot-App automatisch entfernen lassen, wenn sie über einen festgelegten Zeitraum – standardmäßig 28 Tage – nicht genutzt wird.

Dieser Schritt soll Bedenken bezüglich Ablenkung oder überflüssiger Software entgegenkommen. Analysten sehen darin eine strategische Maßnahme, um die Akzeptanz von Windows 11 in Firmenflotten zu erhöhen. Klarstellung: Die Richtlinie betrifft nur die separate App, nicht tief ins System integrierte Funktionen wie „Recall“.

Hintergrund: Ein langer Weg zur Akzeptanz

Der aktive Vorstoß folgt einer turbulenten zweijährigen Entwicklung. Nach dem holprigen Start von „Recall“ wuchs die Akzeptanz für Copilot+ Hardware langsam aber stetig. Berichten zufolge stellten diese Geräte im Weihnachtsgeschäft 2024 bereits etwa 15 Prozent der Premium-Laptop-Verkäufe.

Die aktuelle Kampagne ist zeitlich auf eine neue Generation von Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm abgestimmt. Indem Microsoft jetzt die Software-Seite betont, schafft es Argumente für die anstehenden Hardware-Upgrades.

Ausblick: KI-PCs werden zum Standard

Die Botschaft aus Redmond ist klar: Das Experimentierstadium ist vorbei, KI-PCs werden zum neuen Standard. Die Preview-Funktionen sollen in den kommenden Monaten in stabile Versionen einfließen, voraussichtlich mit den „Moment“-Updates im Frühjahr 2026.

Ob die Strategie aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, ob der praktische Nutzen von Funktionen wie „Recall“ die anhaltenden Datenschutzbedenken in der Breite überwiegt. Microsoft geht das Wagnis ein – und setzt damit den Kurs für das gesamte Jahr.

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