Microsoft revolutioniert Excel mit KI-Agenten
29.11.2025 - 19:49:12Das Ende manueller Budgetplanung ist eingeläutet. Microsoft hat diese Woche eine Reihe bahnbrechender KI-Funktionen für Excel veröffentlicht, die das Arbeiten mit Tabellen grundlegend verändern. Mit dem am 26. November angekündigten Update bringt der Konzern seinen Agent-Modus auf Windows-Rechner, integriert Anthropics Claude-Modelle und ermöglicht Live-Websuchen direkt in Zellen. Für Finanzprofis und Privatnutzer gleichermaßen könnte das Zeitalter manuell gepflegter Vorlagen vorbei sein.
Wer bisher für seine Jahresplanung 2026 mühsam Inflationsdaten zusammensuchen musste, kann jetzt einfach fragen: Die Tabelle recherchiert selbst. Doch was bedeutet diese Entwicklung konkret für die Arbeitswelt?
Die Hauptneuheit des November-2025-Updates ist die Ausweitung des Agent-Modus von der Webversion auf den Windows-Desktop. Verfügbar ist die Funktion zunächst für “Frontier”-Nutzer – Microsofts Bezeichnung für Teilnehmer am Insider-Programm. Der Agent-Modus erlaubt es, mit Excel in natürlicher Sprache zu kommunizieren.
Das eigentliche Highlight: Die neue Websuch-Funktion ermöglicht den direkten Zugriff auf externe Echtzeitdaten, ohne die Tabelle verlassen zu müssen. Ein Beispiel aus der Praxis: Wer eine Finanzprognose für 2026 erstellt, kann Copilot anweisen, “die aktuellen BIP-Wachstums- und Inflationsdaten der G20-Staaten zu kompilieren”. Der Agent ruft die Informationen ab, formatiert sie und fügt Quellenangaben hinzu – vollautomatisch.
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“Stellen Sie sich vor, Echtzeit-Informationen abzurufen – Markttrends, historische Statistiken, wissenschaftliche Daten – ohne zwischen Browser-Tabs hin- und herzuspringen”, erklärt Microsoft in der offiziellen Ankündigung. Diese Funktion behebt ein langjähriges Problem: die Diskrepanz zwischen statischen Tabellenmodellen und dynamischen wirtschaftlichen Realdaten.
Anthropics Claude als Alternative
In einem überraschenden Schritt zur Offenheit unterstützt der Agent-Modus nun auch Anthropics Claude-Modelle neben OpenAIs GPT-4. Dieser “Multi-Modell”-Ansatz gibt Nutzern die Wahl, wie ihre Daten verarbeitet und erklärt werden.
Erste Tests deuten darauf hin, dass Claude einen ausgeprägten “Chain-of-Thought”-Denkstil bietet, den manche Finanzanalysten für komplexe Abweichungsanalysen oder die Erklärung von Budget-Diskrepanzen bevorzugen könnten. Nutzer können die Option “Claude ausprobieren” im Agent-Modus-Fenster aktivieren, um Ergebnisse zu vergleichen. Diese Flexibilität markiert einen bemerkenswerten Strategiewechsel bei Microsoft und erkennt an, dass verschiedene Modelle für unterschiedliche Produktivitätsaufgaben besser geeignet sein können.
Das Ende statischer Vorlagen?
Während verbesserte statische Vorlagen weiterhin beliebt bleiben, könnten die neuen “konversationellen” Erstellungsfunktionen sie zu einem Nischenprodukt machen. Das Update ermöglicht es, komplexe, vollständig formatierte Budget-Tracker einfach durch Beschreibung zu generieren.
Eine begleitende Demonstration zeigt: Der simple Befehl “Erstelle einen monatlichen Budget-Tracker für eine kleine Marketing-Agentur” veranlasst den Agent-Modus, eine mehrseitige Arbeitsmappe zu erstellen – komplett mit:
- Automatischen Formeln: Summen, Durchschnitte und Abweichungsberechnungen vorausgefüllt
- Bedingter Formatierung: Visuelle Warnungen bei Budgetüberschreitungen
- Kategorisierung: Vordefinierte Ausgabenkategorien, zugeschnitten auf die angeforderte Branche
Statt eine allgemeine “2025-Budget-Vorlage” herunterzuladen und manuell anzupassen, können Nutzer jetzt in Sekunden ein maßgeschneidertes Finanz-Tool erzeugen. Allerdings aktualisierte Microsoft parallel die Liste zertifizierter Vorlagen für 2025, darunter das Tiller Foundation Template – die einzige automatisierte Arbeitsmappe, die offiziell für die Verbindung mit Echtzeit-Bankdaten empfohlen wird.
Mobile Neuerungen: “Liquid Glass” für iOS
Für unterwegs bringt das November-Update eine bedeutende visuelle Überarbeitung von Excel für iOS. Die App zeigt sich nun im “Liquid Glass”-Design, einer modernen Ästhetik, die an die aktuelle iOS-Designsprache angelehnt ist.
Funktional wandert die Suchleiste ans untere Display-Ende – eine Änderung für bessere Einhandbedienung auf größeren iPhones. Diese ergonomische Anpassung soll das schnelle Erfassen von Ausgaben oder Prüfen des Budgetstands unterwegs erleichtern.
Auswirkungen auf die Arbeitswelt
Die Einführung webvernetzter Agenten in Excel stellt einen Wendepunkt für digitale Produktivität dar. Indem Tabellen ihre eigenen Daten abrufen können, verwandelt Microsoft Excel von einem passiven Rechenwerkzeug in einen aktiven Recherche-Assistenten.
“Das ist die ‘Frontier’ der Arbeit”, kommentiert ein Tech-Analyst die Veröffentlichung. “Die Möglichkeit, die Tabelle nicht nur das Budget berechnen, sondern auch die dahinterliegenden Annahmen recherchieren zu lassen – wie Inflationsraten oder Wettbewerberpreise – verändert die Rolle eines Finanzanalysten grundlegend.”
Allerdings ist der Rollout derzeit auf den “Frontier”-(Insider-)Kanal beschränkt. Die meisten Unternehmensnutzer werden diese Funktionen auf ihren Desktops erst Anfang 2026 sehen. Die Unterscheidung zwischen “Current Channel”- und “Frontier”-Nutzern könnte vorübergehend zu einer Kluft innerhalb größerer Organisationen führen.
Ausblick
Für Dezember und Anfang 2026 hat Microsoft angekündigt, dass die Mac-Unterstützung für den Agent-Modus “für später geplant” ist – Apple-Nutzer müssen sich also noch gedulden. Zusätzlich soll der modernisierte “Daten abrufen”-Dialog, der die Verbindung zu komplexen Datenbanken vereinfacht, in den kommenden Wochen einem breiteren Publikum zur Verfügung stehen.
Das November-2025-Update festigt Excels Dominanz durch die Integration der zwei disruptivsten Kräfte der Technikbranche: generative KI und Echtzeit-Webkonnektivität. Nutzer sollten ihre Update-Kanäle prüfen und “Neue Funktionen testen” aktivieren, um sofort Zugriff auf den Agent-Modus zu erhalten.
Daten und Zitate in diesem Artikel basieren auf offiziellen Microsoft-Ankündigungen und Release Notes vom 25. bis 28. November 2025.
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