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Microsoft Publisher: Das Ende naht – Word rüstet für die Übernahme

30.12.2025 - 14:42:12

Der Countdown für Microsoft Publisher läuft: Im Oktober 2026 wird das Desktop-Publishing-Programm endgültig eingestellt. Doch für professionelle Anwender hat der Umstieg auf Alternativen wie Word bereits jetzt an Fahrt aufgenommen. Neue Funktionen und dringende Appelle von Experten machen die Migration zur Chefsache.

Microsoft bereitet Word gezielt auf die Zeit nach Publisher vor. Im Dezember 2024 rollte das Unternehmen entscheidende Updates aus, die Sicherheit und Gestaltungsmöglichkeiten betreffen. Das wichtigste neue Feature ist Dynamic Watermarking. Es nutzt Sensitivity Labels aus Microsoft Purview, um automatisch benutzer- oder datumsbezogene Informationen als Wasserzeichen in Dokumentenhintergründe einzubetten. Für Agenturen und Marketingabteilungen schließt dies eine kritische Sicherheitslücke bei der Weitergabe von Entwürfen.

Ein weiterer Schritt zur besseren Zusammenarbeit ist die offizielle Unterstützung des OpenDocument Format (ODF) 1.4. Komplexe Formatierungen wie Tabellen oder frei platzierte Bilder bleiben nun auch beim Austausch mit Nutzern anderer Office-Pakete – etwa LibreOffice – weitgehend erhalten. Dies war lange ein Schmerzpunkt im cross-plattform Workflow.

Optisch rückt Word mit dem neuen Office 2024-Design näher an moderne Gestaltungsstandards heran. Das überarbeitete Interface mit angepasster Farbpalette und Typografie bietet eine „sauberere“ Arbeitsfläche, die bei layoutintensiven Projekten Ablenkungen reduziert.

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Experten warnen: „Warten und absehen“ ist keine Option

Führende Tech-Publikationen haben kurz vor Jahresende 2024 den Handlungsbedarf für Unternehmen unterstrichen. Office Watch betonte in einem Bericht vom 23. Dezember, dass der Umstieg viel Zeit braucht. Zwar ende der Support erst im Oktober 2026, doch Publisher könnte schon früher aus neuen Microsoft-365-Installationen verschwinden. Die Experten raten dringend, jetzt mit der Inventarisierung und Konvertierung der .pub-Dateien zu beginnen.

PCMag legte am 29. Dezember nach und analysierte die Alternativen-Landschaft. Das Fazit: Für Standard-Business-Material wie Flyer, Newsletter und Berichte ist Word aufgrund seiner weiten Verbreitung und verbesserten Layout-Engine die primäre Wahl. Für hochwertige Druckerzeugnisse bleibe jedoch Profi-Software wie Adobe InDesign unverzichtbar. Die einhellige Empfehlung lautet, 2025 zum „Jahr der Migration“ zu machen.

Künstliche Intelligenz soll Layout-Probleme lösen

Microsoft setzt bei der Nachfolge vor allem auf Microsoft Copilot in Word. Die Roadmaps zeigen neue KI-Fähigkeiten für 2025 auf, die bereits in der Vorschau getestet werden. „Draft on Selection“ soll es ermöglichen, einen ausgewählten Text- oder Layoutbereich von der KI neu gestalten oder anpassen zu lassen. Dies imitiert die intelligenten Text-Anpassungen, die ein Markenzeichen von Publisher waren.

Zudem integriert Microsoft den Grafik-Assistenten Microsoft Designer immer enger in Word. Nutzer können so direkt in der Anwendung passende Visuals generieren, statt nach Cliparts oder Stockfotos zu suchen. Das Ziel ist klar: Die Hürden für einfache Layout-Arbeiten sollen sinken, damit Word die „Light“-Desktop-Publishing-Aufgaben souverän übernehmen kann.

Analyse: Der Zwang in die Cloud

Die Einstellung von Publisher ist kein Einzelfall, sondern Teil eines großen Trends. Das Programm war eine Desktop-Anwendung und passte nicht zum modernen, kollaborativen Arbeiten in Echtzeit, wie es Cloud-Dienste ermöglichen. Word hingegen ist von Grund auf für Co-Authoring gebaut.

Für die allermeisten Unternehmensanwendungen – Schätzungen gehen von 90 Prozent aus – reichen die Fähigkeiten von Word inzwischen aus. Die neuen Enterprise-Features zeigen, dass Microsoft sein Flaggschiff vom einfachen Textverarbeiter zum designfähigen Profi-Tool aufwerten will. Für die IT-Abteilungen bringt die Konsolidierung auf eine Anwendung Vorteile: weniger Sicherheitslücken und ein vereinfachtes Update-Management. Die Last liegt nun bei den Anwendern, die sich in Words manchmal eigenwillige Layout-Engine einarbeiten müssen.

Was kommt als Nächstes?

Die Roadmap für das erste Quartal 2025 verspricht weitere Verbesserungen für das Layout in Word. Im Fokus stehen „Canvas-basierte“ Funktionen, die mehr Drag-and-Drop-Freiheit ermöglichen sollen. Die Lücke zwischen Textverarbeitung und Seitenlayout wird damit Stück für Stück kleiner.

Für Unternehmen bleibt die Handlungsanweisung eindeutig: Bestände erfassen und mit der Konvertierung beginnen. Die technischen Werkzeuge dafür sind da. Die Zeit schwindet jedoch. Das Aus für Publisher ist keine ferne Ankündigung mehr, sondern eine akute betriebliche Herausforderung.

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