Microsoft Planner: Neues Task-Chat und Templates, alte Features fallen weg
14.01.2026 - 07:00:12Microsoft startet eine umfassende Modernisierung seines Planner-Dienstes. Bis Mitte Februar 2026 erhalten alle Nutzer eine neue Task-Kollaboration und wiederverwendbare Projekt-Templates. Gleichzeitig streicht der Konzern veraltete Integrationen, um sein Ökosystem zu straffen.
Die wichtigste Neuerung betrifft die Teamkommunikation. Der klassische Kommentarbereich wird durch einen modernen Task-Chat ersetzt. Dieser ermöglicht Formatierungen und direkte @Erwähnungen von Kollegen, um gezieltere Benachrichtigungen zu senden. Alte Kommentare bleiben über einen Link in den Task-Details einsehbar. Zusätzlich führt Microsoft wiederverwendbare Plan-Templates ein. Unternehmen können so standardisierte Projektvorlagen anlegen und wertvolle Setup-Zeit sparen. Für Nutzer mit Microsoft 365 Copilot-Lizenz steht der „Project Manager“-agent nun auch in Basis-Plänen zur Verfügung.
Ausmusterung: Diese Features werden abgeschaltet
Im Zuge der Konsolidierung entfernt Microsoft mehrere etablierte Schnittstellen. Betroffen ist der iCalendar-Feed, der bisher Tasks mit Outlook und anderen Kalendern synchronisierte. Bestehende Feeds werden nicht mehr aktualisiert. Ebenfalls gestrichen wird die Whiteboard-Integration in Premium-Plänen, über die sich Haftnotizen in Tasks umwandeln ließen. Die Einbettung eines kompletten Plans in Loop-Seiten entfällt zugunsten einer schlankeren Task-Listen-Komponente. Mit dem Aus für Viva Goals Ende 2025 fällt auch dessen Integration im Planner weg.
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Folgen für SharePoint-Projektteams
Die Änderungen wirken sich direkt auf die Projektarbeit in SharePoint aus. Team-Sites, die Planner als Webpart integrieren, erhalten automatisch das neue Interface. Diskussionen laufen künftig über den Task-Chat im Kontext der SharePoint-Seite – ein großer Schritt zu mehr Dynamik ohne App-Wechsel. Der Wegfall des iCalendar-Feeds zwingt Teams, stärker auf die native Integration von Planner, Teams und Outlook für Fristen und Erinnerungen zu setzen. Parallel rüstet Microsoft SharePoint selbst mit KI-Upgrades auf, die das Verständnis von Dokumenten verbessern sollen. Die Entwicklung deutet auf immer stärker verwobene Projektumgebungen hin, in denen Tasks und Inhalte intelligent verknüpft werden.
Strategie: Einheitliche Plattform statt Fragmentierung
Das Update ist ein weiterer Meilenstein in Microsofts langfristiger Strategie. Der Konzern verschmilzt die Funktionalitäten von To Do, Planner und Project for the web zu einer einzigen, skalierbaren Plattform. Das Ausmustern alter Features dient dabei der Fokussierung auf ein kerniges, integriertes Erlebnis innerhalb von Microsoft 365. Beobachter sehen darin einen notwendigen Schritt, um im umkämpften Markt für Produktivitätssoftware zu bestehen. Indem Microsoft den neuen Planner fest in Teams und SharePoint verankert, spielt es seinen größten Trumpf aus: eine riesige Nutzerbasis, die bereits in seinem Ökosystem arbeitet.
Rollout und Ausblick: Mobile folgt später
Die Einführung der neuen Planner-Oberfläche soll bis Mitte Februar 2026 abgeschlossen sein. Während des Übergangs sind einige Funktionen, wie das Hochstufen eines Basis-Plans, vorübergehend nicht verfügbar. Die ersten Updates gelten für die Web- und Teams Desktop-Version. Die mobilen Apps zeigen den neuen Task-Chat zum Start noch nicht an und behalten vorerst den alten Kommentarbereich bei. Dies legt nahe, dass Microsoft 2026 auf Feature-Parität across alle Plattformen hinarbeiten wird. Mit dem weiteren Ausbau von KI in Microsoft 365 dürften die Integrationen zwischen Planner und Copilot noch enger werden – und so die Projektarbeit in SharePoint zunehmend automatisieren.


