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Microsoft Notepad: Vom Texteditor zum KI-gesteuerten Produktivitäts-Tool

20.01.2026 - 06:03:12

Microsoft integriert Tabellen und fließende KI-Antworten in den klassischen Texteditor Notepad. Dies ist Teil einer Strategie, Nutzer stärker an das eigene Ökosystem zu binden.

Microsoft stattet seinen klassischen Windows-Texteditor Notepad mit KI-Funktionen und Tabellen-Tools auf – und verändert damit eine der ältesten Anwendungen des Betriebssystems grundlegend. Die Updates zielen darauf ab, Nutzer länger in der Microsoft-Welt zu halten.

Tabellen für alle: Struktur im Text-Chaos

Die auffälligste Neuerung betrifft alle Windows-11-Nutzer: Notepad bekommt endlich eine Tabellen-Funktion. Per Klick auf eine neue Schaltfläche in der Formatierungsleiste öffnet sich ein Raster-Auswahlfeld, ähnlich wie in Microsoft Word. Nutzer wählen Zeilen und Spalten aus und können diese später per Rechtsklick ergänzen oder löschen.

Dahinter steckt eine clevere Philosophie: Die Tabellen werden nicht als komplexes Objekt gespeichert, sondern als reiner Text mit Markdown-Syntax. Die Datei bleibt eine einfache .txt-Datei – leicht, portabel und kompatibel. Ein gelungener Kompromiss zwischen neuen Möglichkeiten und der traditionellen Einfachheit. Wer das klassische Notepad-Erlebnis bevorzugt, kann die Formatierungsfunktionen komplett deaktivieren.

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KI im Echtzeit-Modus: Antworten fließen wie im Chat

Parallel verbessert Microsoft die bereits existierenden KI-Tools in Notepad, etwa für das Schreiben, Umschreiben oder Zusammenfassen von Texten. Eine neue „Streaming Results“-Funktion macht die Interaktion deutlich flüssiger. Statt auf die komplette KI-Antwort warten zu müssen, erscheint der Text nun Wort für Wort – fast wie in einem modernen Chatbot.

Das Ziel: Die wahrgenommene Wartezeit reduzieren und die Nutzung von Copilots KI natürlicher gestalten. Nutzer können den beginnenden Text sofort lesen und gegebenenfalls korrigieren. Diese Echtzeit-Funktion rollt zunächst auf Copilot+ PCs aus, die über die notwendige Hardware für lokale KI-Berechnungen verfügen. Für alle anderen Windows-11-Rechner soll sie in den kommenden Wochen oder Monaten folgen.

Die stille Revolution eines Klassikers

Dieses Update setzt eine bemerkenswerte Entwicklung fort: Aus dem schmucklosen Textwerkzeug von einst wird Schritt für Schritt ein moderner Editor. In den vergangenen Jahren kamen bereits Tabs, Rechtschreibprüfung, Dunkelmodus und Markdown-Unterstützung hinzu. Die Integration von KI-Schreibhilfen 2025 markierte dann die klare Richtung: Copilot soll tief in Windows verwoben werden.

Die Testphase für Tabellen und Streaming lief bereits Ende 2025 im Windows-Insider-Programm. Die öffentliche Freigabe folgt nun dem üblichen Entwicklungszyklus des Konzerns. Während viele Nutzer die neuen Funktionen als Produktivitäts-Boost begrüßen, sorgt die Aufrüstung bei Puristen für Diskussionen. Sie schätzen Notepad gerade wegen seiner historischen Schlichtheit.

Wohin steuert Microsofts Strategie?

Die gestaffelte Einführung der KI-Streaming-Funktion zeigt Microsofts zweigleisigen Ansatz: Hochmoderne, lokal verarbeitete KI-Features erscheinen oft zuerst auf spezieller Copilot+-Hardware, bevor sie für die breite Masse optimiert werden. Nutzer herkömmlicher PCs müssen sich daher noch etwas gedulden.

Das Notepad-Update ist ein deutliches Signal für die größere Windows-Vision des Konzerns. Selbst die grundlegendsten Legacy-Anwendungen werden zu KI-gestützten Werkzeugen umgebaut. Indem Microsoft fortschrittliche Funktionen wie Tabellen und responsive KI in eine Standard-App einbettet, erhöht es die Messlatte für integrierte Produktivitätstools. Beobachter deuten dies als Strategie, Nutzer für mehr Aufgaben im nativen Windows-Ökosystem zu halten – und den Bedarf an Drittanbieter-Apps für einfache Datenorganisation und Textgenerierung zu verringern. Mit KI als zentralem Fokus dürften weitere Copilot-Integrationen in Windows-Kernanwendungen folgen.

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