Microsoft Excel: KI-Agent mit Web-Suche und Claude-Modell
30.11.2025 - 16:59:12Microsoft rüstet Excel massiv auf: Der Technologiekonzern hat seinen Tabellenkalkulations-Klassiker mit autonomen KI-Funktionen ausgestattet, die eigenständig das Web durchsuchen und komplexe Aufgaben lösen können. Was bisher Science-Fiction war, wird Realität.
Die bedeutendste Neuerung: Der „Agent-Modus” für Excel unter Windows kann jetzt in Echtzeit Daten aus dem Internet ziehen. Ein Analyst kann der KI beispielsweise befehlen: „Recherchiere die BIP-Wachstumsprognosen 2025 für die G20-Staaten und stelle sie in einer Vergleichstabelle dar.” Die KI sucht eigenständig vertrauenswürdige Quellen, holt die Daten ab und füllt die Zellen aus – ganz ohne manuelles Copy-Paste oder Browser-Wechsel.
Bislang beschränkte sich der Agent-Modus auf die Web-Version und konnte nur einzelne Befehle ausführen. Jetzt plant und erledigt die KI mehrstufige Aufgaben selbstständig. Sie analysiert das Problem, entwickelt eine Strategie und setzt sie um. Das ist der Unterschied zwischen einem digitalen Assistenten und einem echten Teammitglied.
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In einer überraschenden strategischen Wendung bietet Microsoft im „Frontier”-Insider-Programm nun auch Anthropics Claude-Modelle als Alternative zu OpenAI an. Nutzer können selbst entscheiden, welche KI ihren Agent-Modus antreibt.
Warum dieser Schritt? Während OpenAIs Modelle bei kreativen Aufgaben glänzen, hat sich Claude einen Ruf für präzise Datenverarbeitung und weniger „Halluzinationen” erarbeitet – entscheidend für Finanzmodelle in Excel. Microsoft positioniert Office 365 damit als neutrale Plattform für die jeweils beste verfügbare KI-Technologie.
Die Funktionen sind derzeit für Windows-Nutzer im Beta-Kanal verfügbar. Ein breiterer Rollout ist für Dezember geplant.
Schluss mit Umwegen: Neue Funktionen für den Arbeitsalltag
Datenimport wird einfacher
Microsoft hat den „Daten abrufen”-Dialog grundlegend überarbeitet. Die neue Oberfläche vereinfacht den oft einschüchternden Prozess, externe Datenquellen wie SQL-Datenbanken oder Web-Tabellen anzubinden. Nutzer erhalten einen klareren, visuelleren Einstieg mit verbesserter Suchfunktion.
Kommentare direkt in der E-Mail
Teams, die an geschützten Dokumenten arbeiten, profitieren von einer neuen „Feedback in Action”-Funktion. Kommentare zu verschlüsselten Dateien lassen sich jetzt direkt in E-Mail-Benachrichtigungen lesen – ohne die Arbeitsmappe öffnen zu müssen. Das spart Zeit und erhält die Sicherheitsprotokolle. Die Funktion steht für Windows, Web und iOS bereit.
iPhone-Version: „Liquid Glass” und bessere Bedienung
Für iPad und iPhone hat Microsoft Excel eine optische Frischzellenkur verpasst. Die neue „Liquid Glass”-Oberfläche verleiht Menüs und Kopfzeilen eine durchscheinende Glasästhetik, die modernen Design-Standards entspricht.
Funktional hat Microsoft die Suchleiste nach unten verlegt – praktischer für die Einhandbedienung größerer Geräte. Ein neues Template-Filtersystem erlaubt es mobilen Nutzern, Vorlagen schnell nach Kategorien wie „Rechnungen” oder „Budgets” zu sortieren, statt durch endlose Listen zu scrollen.
Der nächste Schritt: Excel als Forschungsmaschine
Die Integration autonomer Web-Suche verwandelt Excel von einem statischen Rechenwerkzeug in eine dynamische Recherche-Engine. Dieser „agentische” Workflow – bei dem die KI selbst plant und mehrere Schritte zur Zielerreichung ausführt – gilt weithin als nächste Grenze digitaler Produktivität.
Branchenanalysten betonen: Microsofts Multi-Modell-Strategie ist ein klares Signal. Kein einzelnes KI-Modell ist für jeden Workflow überlegen. Für deutsche Anwender besonders relevant: Während SAP mit Joule und die Telekom mit eigenen KI-Tools experimentieren, setzt Microsoft auf Wahlfreiheit und Integration.
Für Dezember 2025 und Anfang 2026 ist zu erwarten, dass diese „Frontier”-Funktionen stabilisiert und allgemein verfügbar werden. Mac-Unterstützung ist laut Microsoft „für später geplant”. Power-User warten zudem gespannt auf „Formula by Example” – ein Feature zur Mustererkennung, das komplexe Formeln basierend auf Nutzereingaben automatisch erstellt.
Die Grenze zwischen manueller Dateneingabe und autonomem Datenmanagement? Sie verschwimmt zusehends.
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