Microsoft, Edge

Microsoft Edge: KI-Assistent soll Shopping revolutionieren

27.11.2025 - 22:01:12

Microsoft integriert KI-gestützte Einkaufsfunktionen in Edge, die aktiv vor überteuerten Käufen warnen und automatisch günstigere Angebote identifizieren. Die Neuerung ist zunächst exklusiv in den USA verfügbar.

Black Friday steht vor der Tür – und Microsoft greift an. Der Konzern hat gestern, am 26. November, eine KI-gestützte Shopping-Offensive in seinem Edge-Browser gestartet, die das Online-Einkaufen grundlegend verändern könnte. Die neuen Funktionen im Copilot-Assistenten sollen aktiv vor überteuerten Käufen warnen und automatisch günstigere Angebote aufspüren.

Während Google, OpenAI und Perplexity um die Vorherrschaft im KI-Shopping-Markt kämpfen, setzt Microsoft auf eine andere Strategie: Der Browser wird vom passiven Zugang zum Internet zum intelligenten Einkaufsberater. Die Frage ist nicht mehr, ob KI das Shopping verändert – sondern wer dabei das Rennen macht.

Vom Preisvergleich zur Kauf-Prävention

Die Neuerung klingt simpel, ist aber radikal: Edge warnt jetzt aktiv, bevor Nutzer zu viel bezahlen. Roger Capriotti, Produktchef für Edge bei Microsoft, spricht von einem “Schutzschild” gegen überhöhte Preise.

Der aufgerüstete Copilot-Modus überwacht im Hintergrund die geöffneten Händler-Webseiten. Wer ein Produkt betrachtet, erhält automatisch eine Meldung, falls derselbe Artikel woanders günstiger ist oder Cashback-Angebote verfügbar sind. Besonders clever: Bei mehreren geöffneten Tabs – typisch für die Schnäppchenjagd – greift Copilot kurz vor dem Checkout ein.

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Ein konkretes Szenario: Sie wollen gerade eine Kaffeemaschine für 199 Euro kaufen, haben aber noch drei weitere Shop-Tabs offen. Copilot meldet sich: “Moment – in Tab 4 kostet das Gerät nur 179 Euro, plus 5 Prozent Cashback.” Das ist mehr als ein simples Preisvergleichs-Plugin – hier übernimmt die KI eine echte Beraterfunktion.

Alles an einem Ort statt Feature-Wildwuchs

Bisher waren Microsofts Shopping-Tools über Edge verstreut: Preisverlauf hier, Coupon-Finder dort, Vergleichstabellen irgendwo anders. Das Update vom 26. November bündelt diese Funktionen erstmals in einer zentralen Oberfläche – der Copilot-Seitenleiste.

Nutzer in den USA sehen jetzt beim Klick auf das Copilot-Symbol eine “Produkteinblicke”-Karte mit:

  • Preisverlauf: Interaktive Diagramme zeigen, wie sich der Preis entwickelt hat – kaufen oder warten?
  • Intelligente Vergleiche: Spezifikationen und Preise ähnlicher Produkte nebeneinander
  • Preisalarm: Gewünschten Zielpreis festlegen und Benachrichtigung erhalten
  • Cashback-Integration: Direkte Anbindung an Microsofts Rabatt-Programm

Der entscheidende Vorteil: All das funktioniert in natürlicher Sprache. Fragen wie “War der Artikel jemals unter 200 Euro?” oder “Wie unterscheidet sich die Garantie vom anderen Modell?” beantwortet die KI sofort auf Basis der aktuellen Seite.

Showdown der Tech-Giganten ums Shopping-Geld

Microsoft stößt in einen hart umkämpften Markt. Ende 2025 ist der “KI-Shopping-Krieg” voll entbrannt:

  • OpenAI: Hat kürzlich sein “Shopping Research”-Feature gestartet – global verfügbar, aber ohne tiefe Browser-Integration
  • Google: Dominiert mit Shopping Graph und Gemini-KI weiterhin die Produktsuche, baut ähnliche Vergleichsfunktionen aus
  • Perplexity: Positioniert sich als Alternative zu klassischen Suchmaschinen mit direkten Shopping-Links

Microsofts Ansatz unterscheidet sich fundamental: Während Google und Perplexity um die erste Suchanfrage kämpfen, zielt Edge auf die “letzte Meile” – den eigentlichen Kaufmoment. Wenn der Browser Nutzern konsistent 20 oder 50 Euro spart, ohne dass sie etwas tun müssen, entsteht eine starke Bindung.

“Das Ziel ist offensichtlich: Nutzer im Microsoft-Ökosystem halten, indem der Browser unverzichtbar für Sparfüchse wird”, analysiert ein Branchenbeobachter. Wer regelmäßig Geld spart, wechselt nicht zu Chrome.

Erst USA, dann die Welt?

Seit heute, 27. November, sind die Features exklusiv in den USA verfügbar. Für Deutschland, Großbritannien und andere Märkte gibt es noch keinen konkreten Termin – erfahrungsgemäß dauert es bei Microsoft einige Monate.

Voraussetzung für die personalisierten Funktionen: ein Microsoft-Konto und Anmeldung im Browser. Der Copilot-Modus lässt sich aber jederzeit in den Einstellungen deaktivieren – ein wichtiger Punkt für Datenschutz-Bewusste, da die KI das Surfverhalten analysiert.

Die nächste Stufe: Kaufen statt nur finden?

Die Integration ist erst der Anfang. Microsofts “Agent 365”-Initiative deutet an, wohin die Reise geht: Autonome Agenten könnten künftig nicht nur Schnäppchen finden, sondern innerhalb definierter Parameter eigenständig kaufen.

Vorerst wird sich der Erfolg am kommenden Black Friday und Cyber Monday zeigen. In Zeiten anhaltender Inflation 2025 dürfte ein KI-Tool, das automatisch den niedrigsten Preis findet, auf großes Interesse stoßen. Gelingt der Durchbruch, müssen Chrome und Safari nachziehen – das Shopping im Web würde sich fundamental ändern.

Ob die technische Lösung wirklich “mehr Freude” beim Einkaufen bringt, wie Capriotti verspricht? Millionen Schnäppchenjäger werden es in den nächsten Wochen testen.

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