Microsoft, Edge

Microsoft Edge: Browser bekommt radikales AI-Design-Update

08.01.2026 - 03:00:12

Microsofts Edge-Browser erhält ein radikales neues Erscheinungsbild – und rückt damit die hauseigene KI Copilot ins Zentrum der Nutzererfahrung. Die visuelle Überarbeitung signalisiert eine strategische Abkehr vom bisherigen Design.

Seit dieser Woche testet Microsoft in den Entwicklerversionen Edge Canary und Dev eine optische Revolution. Der Browser verliert sein Windows-11-Design und übernimmt stattdessen das Erscheinungsbild der eigenständigen Copilot-App. Das berichten Fachmedien wie Windows Central.

Die Änderungen sind tiefgreifend: Deutlich runder gestaltete Ecken, eine weichere Farbpalette und neue Schriftarten prägen fortan Oberflächen wie die Einstellungen oder Kontextmenüs. Für Nutzer fühlt sich Edge weniger wie ein klassischer Browser an, sondern eher wie eine Hülle für Microsofts KI-Dienste.

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Experten deuten dies als klaren Abschied vom „Fluent Design“, das jahrelang Microsofts Design-Sprache bestimmte. Stattdessen etabliert der Konzern offenbar ein eigenes „Copilot Design“. Ein klares Signal: KI ist nicht nur Funktion, sondern wird zum bestimmenden Gestaltungsprinzip.

Tiefe Integration in den Browser-Kern

Bisher war Copilot in Edge vor allem über eine Sidebar präsent. Die neue Version verankert die KI-Identität nun im gesamten Interface. Die Startseite (New Tab Page) wandelt sich je nach Einstellung dynamisch.

Ist der „Copilot-Modus“ aktiv, dominiert ein dialogorientiertes Interface. Doch selbst wenn Nutzer KI-Funktionen deaktivieren, bleibt das neue Design erhalten. Der klassische Nachrichtenfeed und die Bing-Suchleiste erscheinen dann im einheitlichen, abgerundeten Look. Microsoft scheint das „Copilot“-Design als verbindlichen Standard für die Browser-Zukunft zu sehen – nicht als optionales Feature.

Einheitliches Ökosystem als Strategie

Das Edge-Redesign ist Teil einer größeren Strategie. Berichten zufolge testet Microsoft ähnliche visuelle Updates für „Copilot Discover“, eine KI-gesteuerte Weiterentwicklung des MSN-Portals.

Indem der Browser optisch mit dem Flaggschiff-Produkt Copilot verschmilzt, will der Tech-Riese die Hürden zwischen Webbrowsing und KI-Nutzung abbauen. Analysten spekulieren: Bewährt sich das Design in Edge, könnte es bald auch Windows oder die Xbox-Oberfläche prägen.

Noch ist der Übergang aber früh. Das neue Interface erreicht zunächst nur ausgewählte Tester. Einen Zeitplan für die stabile Version gibt es nicht. Die Entwicklung zeigt jedoch, wohin die Reise 2026 gehen soll: in ein Ökosystem, in dem Betriebssystem, Browser und KI-Assistent immer stärker verschmelzen.

Gemischte Reaktionen und frühere Fehlschläge

Die Reaktionen der ersten Tester fallen durchwachsen aus. Manche loben das moderne, weiche Design. Andere kritisieren die zunehmende „App-ifizierung“ des Browsers. Datenschützer fragen sich, ob die optische Angleichung an Copilot auch eine tiefere Datenintegration bedeutet. Microsoft betont, der Browser bleibe eine eigenständige Einheit.

Interessant ist der Kontext: Ende 2024 strich Microsoft ein „abgerundetes Tabs“-Redesign, das über ein Jahr in der Testphase war. Dass die runden Elemente nun zurückkehren – explizit als Copilot-Branding – zeigt: Der Konzern hat eine neue Rechtfertigung für den ästhetischen Wandel gefunden.

Ausblick: Wann kommt das Update für alle?

In den kommenden Wochen wird Microsoft das Design basierend auf Feedback verfeinern. Die entscheidende Frage: Steigert das neue Interface die Nutzung der Copilot-Funktionen, ohne jene Nutzer zu vergraulen, die Edge primär zum klassischen Surfen verwenden?

Schreitet die Überarbeitung planmäßig voran, könnte der „Copilot-Style“-Edge noch im ersten oder zweiten Quartal 2026 für alle Nutzer der stabilen Version verfügbar werden. Der Testlauf ist ein deutliches Statement: Für Microsoft ist 2026 das Jahr, in dem künstliche Intelligenz das Gesicht seiner Produkte fundamental verändert.

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